Spargelstadt spendet für Schwimmbadaufbau im Flutgebiet

Stadt Beelitz. “Wasser ist unser Element – aber das war einfach zu viel!“: Mit Schrecken erinnert man sich nicht nur im Ahrtal an die Flutkatastrophe Mitte Juli, sondern auch in den benachbarten Regionen entlang des Rheins. So wie in Steele, einem Stadtteil von Essen: Als in der Nacht zum 15. Juli die Ruhr über ihre Ufer trat, ist dort unter anderem auch das Freibad überschwemmt worden, welches vom SV Steele 1911 betrieben wird. Das Becken hat einen Totalschaden erlitten, wie der Verein mitteilt.

Um das Bad wieder aufbauen zu können, wurde ein Spendenaufruf gestartet – und der traf auch in Brandenburg auf offene Ohren: Die Spargelstadt Beelitz spendet gut 800 Euro für den Wiederaufbau. Das Geld stammt aus den Erlösen des jährlichen Benefizkonzertes, welches gemeinsam mit dem Logistikbataillon 172 im August veranstaltet wurde. In Heilstätten spielte vor der historischen Kulisse der Klinikgebäude im C-Quadranten das Heeresmusikkorps Neubrandenburg.

„Wir alle haben noch die schrecklichen Bilder von der Flutkatastrophe vor Augen. Und uns allen ist auch klar, dass der Wiederaufbau nicht von heute auf morgen abgeschlossen sein wird“, so Bürgermeister Bernhard Knuth:

„Uns ist der Hilferuf des SV Steele vor allem deshalb ins Auge gefallen, weil wir in Beelitz gerade selber ein neues Freibad bauen. Wir wissen, welcher Aufwand damit verbunden ist, daher möchten wir den SV Steele 1911 dabei unterstützen, sein Bad wieder aufzubauen.“

Im kommenden Jahr soll mit dem Bau des neuen Naturschwimmbades am Beelitzer Wasserturm begonnen werden. Geplant ist ein seeförmiges Becken mit Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich, letzterer wird auch für den Schwimmunterricht geeignet sein. Die Reinigung des Wassers erfolgt nicht über eine Chloranlage, sondern rein biologisch. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Attraktionen wie eine lange Hangrutsche und ein transparentes Sprungbecken. Der Bereich zwischen Wasserturm und Bahnstrecke wird darüber hinaus großzügige Liegewiesen, Strandabschnitte und Sportfelder bereithalten. Die Eröffnung ist zur Badesaison 2023 geplant.

Auch in Steele wird es frühestens 2023 etwas mit der Wiedereröffnung des Freibades, wie der Verein schreibt. Zunächst musste das schlimmste Chaos beseitigt und die Anlagen um das Bad herum erneuert werden, da Verein nicht nur Schwimm- sondern auch Kanusport und Kraftraining angeboten werden:

„Die nächste größere Rettungsaktion wird das Verputzen und Streichen aller Räume und Außenwände des vom Hochwasser betroffenen Bereichs darstellen.“

Unterstützung kommt dafür dann auch aus Beelitz.

(Pressemitteilung der Stadt Beelitz | Thomas Lähns)

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