Ortsbeirat Oberjünne, Stephan Burow, Katrin Baatz, Manuela Koch

Oberjünne: Abseits liegen gelassen – Bus 580 fährt an Oberjünne vorbei

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Oberjünne. Die Einwohner von Oberjünne sind immer noch von der Entscheidung enttäuscht, den Bus 580 nicht mehr ins Dorf fahren zu lassen. Dadurch ist man im Augenblick gezwungen entweder in Richtung Golzow oder Lehnin mit dem Wagen zu fahren und dort einzusteigen oder die Linie 542 zu nutzen und in Golzow umzusteigen, inklusive Wartezeit. Gleiches Prozedere auf dem Rückweg.

„Meine Tochter steigt schon an der Haltestelle Johannisheide aus und läuft dann durch den Wald nach Hause“, berichtete eine Mutter. Das trifft vor allem dann zu, wenn die Schule in Lehnin früher endet, weil zum Beispiel Stunden ausfallen. Deshalb ist die Oberjünnerin bereit, einen Nothalt an der Landesstraße L86 zu akzeptieren, um der Tochter den Weg zu ersparen. Eine weitere Dame fährt häufiger mit dem Bus in Richtung Potsdam. „Mir wäre eine solche Haltestelle, zumindest als Kompromiss, wichtig“, sagte sie in der Ortsbeiratssitzung am 07. Juli 2026 in der Gemeindescheune des Planebrucher Ortsteils.

Die Frage des weiteren Umgangs mit dem Thema hat der Planebrucher Bürgermeister, gleichzeitig Ortsvorsteher von Oberjünne, Stephan Burow gestellt. Er sah einen Rückfall in die vergangenen Zeiten. „Wir haben mehr als ein Jahrzehnt für die Haltestelle im Dorf gekämpft, als wir es erreicht hatten, wurde die alte Halte an der Chaussee abgebaut, und jetzt soll sie wieder dorthin“, war er sichtlich verärgert. Sein Wunsch wäre, weiter für den Rufbus zu kämpfen. So war es bis Ende Juni, wer mitfahren wollte, konnte bei dem Betreiber, der kreiseigenen Regiobus anrufen und der Bus fuhr ins Dorf.

Norbert Fröhndrich unterstützte beide Positionen. „Als erstes sollten wir mit der Haltestelle an Durchgangsstraße zufrieden sein, die Forderung sollte aber die Einfahrt ins Dorf sein“, sagte Fröhndrich.

Die Regiobus hat die Vorbeifahrt mit der geringen Auslastung, die bei einem Fahrgast je Tage gelegen haben soll, begründet. Für die Ortsbeiratssitzung haben sich die Vertreter des Unternehmens sowie die verantwortliche Mitarbeiterin des Landkreises Potsdam-Mittelmark entschuldigt.

Burow will auf jedem Fall das Gespräch suchen und gegebenenfalls aus dem Gemeindesäckel die wenigen Zusatzkilometer erstatten. „Aber darüber müsste man mit uns reden“, so der Bürgermeister und Ortsvorsteher in Personalunion.

(Artikelfoto: Ortsbeirat Oberjünne: v.l.n.r. Stephan Burow, Katrin Baatz, Manuela Koch)

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