Tamara Thierschmann als Werders neue Baumblütenkönigin gekrönt

Werder (Havel). Auch wenn es Corona-bedingt erneut kein Baumblütenfest in Werder gibt: Die Tradition wird lebendig gehalten. Mit Tamara Thierschmann ist am Freitag im Stadtgarten von Obstbauer Lindicke die neue Baumblütenkönigin 2021/2022 gekrönt worden.

Bürgermeisterin Manuela Saß und der Vorsitzende des Werderschen Obstbauvereins, Dr. Reinhard Schmidt, bedankten sich bei der Blütenkönigin 2020/2021, Meike Löbe, und gratulierte der neuen. „Andere Kommunen haben die Amtszeiten ihrer Hoheiten wegen der Corona-Lage verlängert. Das war bei Meike Löbe berufsbedingt leider nicht möglich“, so Reinhard Schmidt.

Werder, Baumblütenköniginnen Tamara Thierschmann, Meike Löbe
Die Baumblütenköniginnen Tamara Thierschmann und Meike Löbe (c) hkx

Allerdings sei auch Tamara Thierschmann nicht ganz neu im Amt: Sie war schon einmal 2015/2016 Baumblütenkönigin. Der kleine Leo, der damals unterwegs war, ist inzwischen vier Jahre alt und hat mit Lotte eine kleine, zweijährige Schwester.

„Als mich der Obstbauverein fragte, ob ich eine zweite Amtszeit machen würde, habe ich spontan ja, gesagt“, erzählt die 32-Jährige:

„Ich empfand das als große Ehre, nochmal gefragt zu werden.“

Nicht zuletzt konnte sie sich sicher sein, dass ihre Eltern bei Terminen „die beiden Mäuse“ betreuen.

Die Familie ist vor 21 Jahren von Berlin nach Werder eingewandert, aber tief in der Blütenstadt verwurzelt. Thierschmanns sind Betreiber einer Lohnmosterei in Werder.  Ein Gutteil des hausgemachten Obstweins, der in Werder produziert wird, ist durch Thierschmanns Saftpresse gegangen.

Tamara Thierschmann half mit den drei kleineren Geschwistern den Eltern von klein auf, wenn die Mosterei zur Blüte geöffnet wurde. Inzwischen arbeitet sie als Erzieherin in der Kita Zauberwald in Glindow, ist zugleich aktives Mitglied des Obstbauvereins und engagiert sich unter anderem bei der Vermarktung des Frischemarkts.

Auch wenn sie schon mal Baumblütenkönigin war und ein vielleicht etwas ruhigeres Jahr als vor fünf Jahren erwartet, sei sie dennoch aufgeregt. „Vor allem freue ich mich riesig darauf, mit der Stadt, den Obstbauern und regionalen Unternehmern für das erste Fest nach der Pause im Jahr 2022 werben zu dürfen“, sagt Tamara Thierschmann.

Die Vorbereitungen dafür laufen auf vollen Touren, wie Bürgermeisterin Saß berichtet:

„Nach dem fünfstufigen Einwohnerbeteiligungsverfahren und dem Beschluss der Stadtverordneten haben wir uns sofort an die Arbeit gemacht.“

Eine neue Veranstaltungs-GmbH sei geründet worden, aktuell werde der Geschäftsführerposten besetzt.

Das Sicherheitskonzept für 2022  sei in den finalen Abstimmungen und die ersten inhaltlichen Abstimmungen zur Festgestaltung laufen ebenfalls. „Die erste Aufsichtsratssitzung der Veranstaltungs-GmbH steht bevor und der Arbeitskreis Baumblüte wird im Mai erstmals wieder einberufen“, informiert die Bürgermeisterin.

Nicht zuletzt werde in der zweiten Jahreshälfte ein neues Vermarktungskonzept erarbeitet. „Die Aufgabe lautet, unter dem alten Namen Baumblütenfest ein ganz neues Konzept zu verkaufen.“ Mehr Genuss wagen, könnte ein Motto lauten:

„Das Baumblütenfest wird sich wieder stärker an den Traditionen und regionalen Kreisläufen orientieren.“

Selbst wenn das Blütenfest 2021 ausfällt: „Eine Fahrt durch die Obstflur lohnt sich für die Gäste auch in diesem Jahr“, betont Reinhard Schmidt. Durch den kühlen April sei die Obstblüte verzögert, die Obstbäume auf der Glindower Platte stehen deshalb noch in voller Blüte.

In vielen Hofläden und bei einigen Erzeugern sei auch in diesem Jahr der Flaschenverkauf des leckeren Werderaner Obstweins hygienisch möglich. „Einige Obstbauern haben mittlerweile auch sehr erfolgreiche Online-Shops eingerichtet“, so Reinhard Schmidt.

(Pressemitteilung der Stadt Werder (Havel) | Henry Klix)

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