Mehr als 7000 Stauden für das LAGA-Gelände – besonders bienenfreundliche Sorten bieten Futter für Auge und Insekten

Beelitz. Eine Fracht, die tausendfaches Blüten- und Bienenglück verspricht, hat Beelitz erreicht. Schon von den angelieferten Paletten herunter versprühte besonders der Lavendel seinen Duft. Rund 7200 mehrjährige Stauden haben Gärtnerin Uta Gudera und ihre Kollegen von der Firma MH Landschaftspflege Stackelitz jetzt in drei Beete wie die Hummelplätze und an der Feuchtwiese in den Archegärten sowie am künftigen LAGA-Haupteingang an der Trebbiner Straße gepflanzt.

Staudenpflanzungen, LAGA Beelitz„Ich bin sehr zufrieden mit der Qualität“, lobt LAGA-Landschaftsarchitekt Uwe Brzezek die gelieferte Ware. Die Auswahl und Platzierung der Stauden folgt seinem ausgearbeiteten Pflanzplan, der die jeweiligen Standortbedingungen, Wuchshöhe und Blühfolge berücksichtigt. Jeweils mehr als 2000 Stauden finden in den Beeten Platz. Ab Mai darf mit dem ersten Flor gerechnet werden, und bis zum Oktober/November werden die letzten Blüten sich zeigen. Im Herbst werden zudem noch Tulpenzwiebeln gesteckt, so dass es ab dem künftigen Frühjahr einen durchgängigen Flor zu bewundern gibt.

Allein 2487 besonders bienenfreundliche Stauden wie Bergenien, Astern, Thymian, Lavendel, Wolfsmilchgewächse sollen ihre Pracht unweit des künftigen Grünen Klassenzimmers entfalten und als eine Art Lehrgarten für die Schüler dienen. Aber auch allen anderen LAGA-Besuchern und anliegenden Kleingärtnern sollen die Stauden dauerhaft Anschauung und Anregung sein für eine Bepflanzung, die den Anflug von Bienen und Hummeln garantiert.

Staudenpflanzungen, LAGA BeelitzDas unterstreichen zudem die bereits gepflanzten zwei Apfelbäume, denen drei Schmetterlingsfliederbüsche noch folgen werden. „Denn ohne die Bienen gäbe es das ganze Obst nicht. Dessen müssen wir uns bewusst sein und somit passt das Thema Ernährung/Essen unter diesem Aspekt auch zum LAGA-Leitmotiv Kulinarik“, so der Landschaftsarchitekt. Thymian, Oregano und Salbei als Küchenkräuter machen die Menschen ebenso froh wie die duftenden Blütenpollen dieser Stauden die Bienen. „Auch hier zeigt sich ganz praktisch unser Anspruch an die Nachhaltigkeit der Landesgartenschau und die Sensibilisierung der Menschen für Flora und Fauna“, betont Bürgermeister und LAGA-Geschäftsführer Bernhard Knuth. Entsprechend des Landschaftsgebietes der Archegärten wird das Farbenspiel der Blüten „nicht so grell und schreiend sein“, sondern sich etwas zurücknehmen und überwiegend blau-lila und rosa-weiß erstrahlen, erklärt der Landschaftsarchitekt.

Alles, was dauerhaft zur LAGA gepflanzt werde, solle sich harmonisch in den typischen Landschaftsbereich einfügen. Dementsprechend greift die Bepflanzung des Feuchtwiesenbeetes den dortigen Wiesencharakter auf – filigraner, leichter und mit mehr weiß-gelben Tönen wird sich die feuchte Senke bald präsentieren, wenn Echtes Mädelsüß, Schlüsselblumen, Taglilien, Schnittlauch, Pfennigkraut, Bachnelkenwurz, Dost ihre Blüten bzw. ihren Schweif zeigen. Gepflanzt wird immer vom Rand des Beetes aus mittig in die Höhe. Neben tausenden Niedrigblühern schießen Gräser schon mal bis 1,50 Meter in die Höhe. Den komplett sonnigen und eher trockenen Bereich am LAGA-Haupteingang wird die Beetbepflanzung mit Gräsern und Disteln gerecht. Blüten in den Farben von Blau-Weiß über Gelb bis Lila, Rosa und Grün werden zur Zierde gereichen. Asternstauden sind wiederkehrend in allen Beeten in kräftigem Blau zu finden und werden deutliche Herbstakzente setzen.

Staudenpflanzungen, LAGA Beelitz„Die Stauden sind pflegeleicht und machen sich schnell breit, damit die Fläche dicht wird“, ergänzt Gärtnerin Gudera, die mit der Firma Stackelitz seit 2009 auf langjährige LAGA- und BUGA-Erfahrungen verweisen kann. Seit Ende 2020 sind die Stackelitzer auf dem Beelitzer LAGA-Gelände aktiv. Für die 54-jährige Fachfrau ist es immer wieder „spannend, wie sich alles vom Plan der Landschaftsarchitekten umgesetzt dann auf den Beeten bis zur vollen Pracht entfaltet“. Die große Vielfalt der jetzt gepflanzten Stauden werde voll dem Anspruch gerecht, nicht nur für die Augen der Besucher, sondern auch zum Wohle der Insekten Landschaftsgestaltung und –pflege zu fördern:

„Auf dass sich die Hummeln tummeln können!“

Bis zur LAGA-Eröffnung am 14. April 2022 werden insgesamt 228 Obstbäume, 119 andere Bäume, 236 Gehölze und Sträucher sowie 43500 Stauden und Gräser dauerhaft gepflanzt sein.

(Claudia Krause)

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