Friedensglockengießplatz für den 6.6.20 in Brück-Gömnigk steht fest – Eine russische, eine deutsche und eine tschechische Granathülse stehen zum Einschmelzen bereit

Brück, Gömnigk. Die Vorbereitungsgruppe um Friedbert Enders, Bernd Schulz, Benno Schmidtchen und Helmut Kautz haben den Gießplatz auf dem Gelände der Backschweintenne Gömnigk festgelegt. Nun kann Glockengießermeister Glasbrenner am 6.6.20 um 18.00 Uhr den Guss der Friedensglocke vornehmen. Schon morgens um 8.00 Uhr wird der Ofen angeheizt. Gegen 17.00 Uhr kommen dann die Granathülsen in die brodelnde Glockespeise. Es hat sich eine deutsche sogenannte acht achter Flakhülse, eine russische und eine tschechische angefunden.

Nun muss das Team alles dafür tun, dass ein coronagerechter Glockenguss über die Bühne geht.

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Für den Friedensglockenguss am 6.6.20 kann weiter gespendet werden: https://www.zusammen-gutes-tun.de/friedensglockenguss. Bitte mit diesem Crowdfunding spenden, da die Bank für jeden Spender 5 Euro dazu gibt.

Munition für die Friedensglocke
Munition für die Friedensglocke

Der Guss der Friedensglocke am 6.6.20 um 18.00 Uhr in Brück Gömnigk kann begrenzt in Natura besucht werden. Er wird aber auch per ZOOM und Facebook übertragen.

Wir vom Verein Friedensglocken e.V. wollen im Jahr 2025 – aus Anlass der Beendigung des 2. Weltkrieges vor 80 Jahren – eine Friedensglocke, gezogen und begleitet von einem Pferdetreck, nach Jerusalem bringen. Wir wollen daran erinnern, dass von unserem Land und Volk der Schrecken des Krieges und das Verbrechen der Shoah ausgegangen ist. Wir verstehen unseren Pferdefriedensglockentreck als Teil unserer Verantwortung dafür, dass nie wieder so etwas geschehen darf.

Auf dem Weg dorthin, wollen wir in allen Ländern an 200 Stationen als einen Akt vonVolksdiplomatie das Friedenbrot brechen und kleine aus Militärschrott gegossene Friedenglocken übergeben.

In Anlehnung an den Bibelspruch „Schwerter zu Pflugscharen“ soll unsere Glocke am 6.6.20 in Erinnerung an den 75. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Hitlerfaschismus u.a. aus Militärschrott gegossen werden.

Bis 2025 wollen wir mit der Friedensglocke jedes Jahr dreiwöchige Pferdefriedensglockentrecks in Deutschland durchführen. Der erste wird am 2.8.20 in Hamburg Volksdorf starten und durch den Norden in das Kloster Marienfliess (Prignitz) führen. Wir suchen schon jetzt liebe Menschen, die alle 35 km Quartier für Pferde und Menschen geben und mit den Teilnehmern Friedensfeste feiern. Mit den Trecks in Deutschland soll Schwung genommen werden, für den großen Traum: einen Pferdefriedensglockentreck 80 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges, nach Jerusalem durchzuführen!

Solch eine Friedensbotschaft haben wir bereits im Jahr 2018 über eine Strecke von 2.200 Kilometern von Brandenburg bis nach Weliki Nowgorod in Russland gebracht. Mit unserem Pferdtreck, bestehend aus mittelalterlichen Planwagen, zogen wir durch sechs europäische Länder und begeisterten dabei tausende Menschen. Gemeinsam haben wir für den Frieden gebetet und demonstriert, Freundschaften geschlossen.

Über 20 Friedens- und Pferdefreunde aus ganz Deutschland versammelten sich am Samstag, den 9. November im Pfarrhaus Brück um im Bewusstsein der mehrfachen historischen Bedeutung des für uns Deutsche so wichtigen Datums den Friedensglocken e.V. zu gründen. Dieser will mit Pferdefriedensglockentrecks überall Friedensglocken verteilen und mit Volksdiplomatie Menschen verbinden und so seinen Beitrag für ein versöhntes, friedliches Europa leisten. In den nächsten Jahren soll es jeweils ein Pferdefriedensglockentreck pro Jahr in Deutschland geben. https://kirche-brueck.de/brot-brechen-und-volksdiplomatie-gruendungsversammlung-des-friedensglockentreck-e-v/

Egbert Läufer vom Museumsdorf Volksdorf erklärte:

„Wir wollen mit den Pferden tierschutzgerecht ins Heilige Land fahren. Da-bei wird deutlich werden, dass das Lauftier Pferd, dazu in der Lage ist und gesund in Jerusalem ankommen kann. Dafür wollen wir Pferd und Mensch durch intensives Training und fachliche Begleitung fit machen.“

Elsbeth Pohl Roux aus Thüringen erklärte:

„Zusichern können wir unsere Mithilfe als Kutscher der Jürgen und als Köchin in jeder Lebenslage die Elsbeth. Möge Gott unser aller himmlischer Vater Frieden und Gesundheit uns schenken; damit wir unter seiner Fürsorge mit den Pferden wieder Friedensglocken durch die Länder fahren. Wie gut, dass an diesem 9.November sich Menschen zusammen finden für den FRIEDEN.“

Karl Dietmar Plentz (Bäckermeister aus Schwante)  betonte

„wie froh er ist, im Bewußtsein des historischen Gründungstages, Teil einer solch kreativen, geistlichen, friedensstiftenden Mission zu sein“.

In der Gründungsversammlung wurde die Satzung verabschiedet und der Vorstand gewählt. Die 20 Mitglieder wählten einstimmig folgenden Vorstand: Helmut Kautz als Vorsitzenden, Friedbert Enders als stellvertretenden Vorsitzenden, Ronald Krause als Schatzmeister und Matthias Funke als Schriftführer.

Ein Mitglied fand in seinem Keller eine sowjetische Munitionshülse und brachte sie gleich mit. Mögen aus ihr Schwerter zu Pflugscharen geschmiedet werden.

(Helmut Kautz / Pfarrer von Brück)

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