Landkreis verbietet Aprilscherze – wegen Corona

Potsdam-Mittelmark. Wie unsere Partnerseite Fläming 365 gerade bestätigt, hat der stellvertretende Landrat von Potsdam-Mittelmark, Christian Stein, gestern Abend in einer neuen sogenannten Allgemeinverfügung alle Aprilscherze im Landkreis verboten. Untersagt sind vor allem Aprilscherze in der Öffentlichkeit. Bei Verstößen werden Bußgelder in Höhe zwischen 50 und 500 Euro fällig. Nur im privaten Bereich zwischen maximal zwei Personen sollen Aprilscherze weiterhin erlaubt bleiben. Hintergrund ist die aktuelle Coronakrise.

Dazu Stein:

“In einer so ernsten Situation verbieten sich einfach Scherze auf Kosten anderer.”

Besonders bestraft werden sollen Witze, die den Virus auch noch zum Gegenstand haben.

Die Resonanz auf diese Allgemeinverfügung ist unterschiedlich. Führenden Zeitungen der Region, wie zum Beispiel das Fläming Echo der Märkischen Allgemeinen und die BRAWO der Märkischen Oderzeitung, haben sich weitestgehend an das Verbot gehalten und heute auf die beliebten Aprilscherze verzichtet. Allenfalls werden wie bei der MAZ auf der letzten Seite berühmte Scherze aus der Geschichte nacherzählt.

Bei einigen Institutionen der Region scheint dagegen die Allgemeinverfügung noch gar nicht angekommen zu sein. Anders ist nicht zu erklären, dass ausgerechnet der Naturpark Hoher Fläming dieses Bild auf seinem Facebook-Account gepostet hat:

Seilbahn, Burg Rabenstein, Naturpark Hoher Fläming
Schade, die Seilbahn hoch zur Burg Rabenstein ist fertig gebaut, doch wegen Corona hängt sie derzeit nur rum!

Wir halten das jedenfalls für einen Scherz zum 1. April.

In der Bevölkerung wird die Entscheidung von Blasig zum Teil heftig kritisiert. Lisa Müller aus Brück findet zum Beispiel:

“Klar sind die Zeiten schlecht. Aber Lachen tut gut. Deshalb lasse ich mir Aprilscherze nicht verbieten.”

Richtig, Frau Müller, finden auch wir von Zauche 365. Wir werden noch heute wie zum Beispiel vor zwei Jahren einen Aprilscherz veröffentlichen.

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