Brück: Titanen auf der Zielgeraden

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Brück. Während unsere Fußballfrauen bei ihrer Weltmeisterschaft gerade im Viertelfinale stehen, heißt es für die Organisatoren der Titanen der Rennbahn bereits: Finale! Denn in einer Woche muss alles fertig sein, um die hoffentlich wieder zahlreichen Zuschauer zu begeistern. Es gab bereits einen beachtlichen Kartenvorverkauf und so rechnen die Macher mit zirka 25.000 Besuchern. Und bieten dabei für jeden etwas, auch für Familien mit Kindern. Für diese gibt es extra ein Familienticket. Wer also mit seinen Sprösslingen nach Brück möchte, sollte sich das Ticket noch online auf der Homepage sichern. Dort ist es nämlich preiswerter als an der Tageskasse.

Neues Bier im Angebot bei den Titanen der Rennbahn

Am vergangenen Donnerstag durften die Pressevertreter schon einmal durchs virtuelle Schlüsselloch gucken und sich über den Stand der Vorbereitungen informieren. Nebenbei konnten sie den Aufbau der Tribünen verfolgen. Burkhard und Thomas Haseloff sind froh, bei diesen Temperaturen ausreichend Getränkesponsoren zu haben. Erstmalig bei der Getränkeversorgung dabei ist die Heide Brauerei Colbitz. Diese hat auch schon den Treck der Titanen nach Weliki Nowgorod an verschiedenen Stationen versorgt. Geschäftsführerin Petra Haase ist stolz, dass man einer kleinen regionalen Brauerei die Chance gegeben hat, sich zu präsentieren und hatte gleich einmal neue Sonnenschirme zur Verfügung gestellt.

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Neuer Glockenwagen

Der Glockenwagen des Trecks ist natürlich auch mit dabei. „Wir werden mit der Glocke einfahren“, so Pfarrer Helmut Kautz. Allerdings mit einem neuen Gestühl, das Original ist im Kreml in Weliki Nowgorod geblieben. Gezogen wird der Glockenwagen von zwei Hengsten, die mit auf der Tour waren, ebenso wie die Wagenlenker. Über die vielen Hindernisse und tollen Erlebnisse können sich die Zuschauer an einer Fotobühne informieren. Die Nachwirkungen des Trecks sind auch heute noch zu spüren. So muss Pfarrer Helmut Kautz demnächst ein Baby in Lettland taufen – man lernte das schwangere Paar während der Tour kennen. Am Freitag vor dem großen Wochenende gibt es um 19 Uhr einen großen Gottesdienst auf dem Titanengelände.

Highlights & Thema der Titanen der Rennbahn

Eines der Highlights wird wie in jedem Jahr die Vorstellung der Fohlen sein. Man rechnet damit, dass sich etwa 30 Fohlen den Weg in die Arena bahnen und ist stolz darüber, denn sonst geht die Zahl auf Fohlenschauen eher zurück. Bisher haben sich nur Züchter aus den neuen Bundesländern angemeldet. Es gibt inzwischen ganz Verrückte, die sich ein Kaltblut kaufen und versuchen, ein Fohlen zu züchten, nur um in Brück mit dabei sein zu können. Nach dem Rennen durch die Arena werden die Fohlen gechipt, das Brennen ist nicht mehr erlaubt.

Der Wilde Westen ist in diesem Jahr Thema der Titanen. Es wird eine Westernstadt eingerichtet, in der es richtig zur Sache geht. Neben dem traditionellen Markttreiben gibt es in diesem Jahr auch neue Stände. Man hat einen antiken Hufschmied gewinnen können, der seine Kunst zeigt. Sein Wagen soll wohl etwa 200 Jahre alt sein. Manuela Kube hat in feiner Handarbeit einige Marterpfähle geschnitzt. Und natürlich wird es Bullriding geben. Das wollen auch Thomas und Burkhard Haseloff ausprobieren. Man wird sehen, wie lange sie sich im Sattel halten können, obwohl beide ziemlich selbstbewusst sind, dass sie gewinnen werden. So jedenfalls die Ansage auf der Pressekonferenz, natürlich mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht.

Musikprogramm

Auch einige musikalische Leckerbissen haben die Organisatoren im Programm. Aus Italien kommen die „Village Girls“, eine Countryband. Ihren Hauptauftritt haben sie am Samstagabend auf dem Sommernachtsball, werden aber auch schon am Tage in der Westernstadt und am Samstag beim großen Umzug dabei sein. Dieser beginnt gegen 18:30 Uhr. Besonders freuen sich alle auf die County Linedancer Berlin-Brandenburg. Sie werden aber nicht nur durch ihre Auftritte begeistern. Es wird nämlich einen sogenannten Flashmob geben, an dem sich Zuschauer beteiligen können. „Bisher gibt es 275 Anmeldungen dafür“, so Vizepräsidentin Silvia Schill, „ich hoffe, dass wir bis nächste Woche noch die 300 knacken.“ Zusätzlich möchten sie kleine Workshops für Erwachsene, vor allem aber für Kinder im Westerndorf durchführen.

Das Hauptschaubild der Titanen der Rennbahn

Das Hauptschaubild wird unter dem Motto „Eroberung und Frieden“ stehen. Michaela Weiss, die in diesem Jahr nicht nur für die Pressearbeit zuständig ist, sondern sich auch bei der Organisation mit einbringt, hat sich dazu eine Geschichte ausgedacht. Viele interessierte Pferdefreunde hatten sich sofort bereit erklärt, dabei mitzuwirken. So konnte Michela Weiss etwa 40 Mitstreiter gewinnen. Und wie in den meisten Indianerfilmen geht es um den Kampf Indianer gegen Weiße.

Was sonst noch wichtig ist

Für die Besucher wichtig – es gibt einen Zaster-Laster. Dort kann man am Geldautomaten sein Portemonnaie auffüllen, wenn man dann doch an einem Stand mehr ausgegeben hat, als geplant oder die lieben Kindern das inzwischen zehnte Eis haben möchten. Auch für die Beförderung der Gästen zum und vom Festplatz ist gesorgt. Das Busunternehmen Behrendt aus Lehnin sorgt dafür, dass alle wieder zu den Parkplätzen, aber auch zum Bahnhof kommen. Dort passt man sich an die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Züge an. Alles, die von weiter her kommen und beim Umzug dabei sein möchten, können beruhigt sein, sie werden ihren Zug nicht verpassen.

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