Damelang. Der Ausbau der Dorfstraße in Damelang wird teurer als geplant. Bislang ging man von Kosten von rund 627.000 Euro aus, nun muss ein Nachschlag her. Bei Arbeiten wurde festgestellt, dass ein vom Baugrundachten abweichender Boden vorhanden ist. Die Mehrkosten, die durch ein Aussieben entstanden sind, betragen rund 10.000 Euro, ein Bodenaustausch wäre wohl erheblich teurer geworden.
Die Leistungsphase 4 musste durch eine neue Wassergesetzgebung angepasst werden, was weitere Planungskosten verursacht hatte. Diese verteuerten sich um über 60.000 Euro.
Dem gegenüber konnte an anderen Stellen Einsparungen erzielt werden. So unter anderen bei den Baunebenkosten, wie der Archäologie, Vermessung und Rechtsberatung. Hier gab man 10.000 Euro weniger aus.
Auch die Einnahmen sind gestiegen. Hier konnte man für den Ausbau der Zufahrten 28.000 Euro mehr einnehmen, so dass insgesamt Mehrkosten von rund 31.500 Euro nachträglich entstanden sind. Diese wurden durch eine Eilentscheidung des Bürgermeisters im Benehmen mit dem Amtsdirektor genehmigt.
Der Abgeordnete Ulf Dingelstaedt fühlte sich übergangen und bezweifelte, dass eine Eilentscheidung notwendig gewesen sei. Dem widersprach Bürgermeister Stephan Burow. „Es wäre zeitlich nicht machbar gewesen“, sagte das ehrenamtliche Gemeindeoberhaupt in der Sitzung der Gemeindevertretung am 1. Juni 2026 in Damelang. Der stellvertretende Amtsdirektor Lars Nissen bestätigte diese Aussage. „Der Beschluss war notwendig, denn sonst wäre die Baumaßnahme nicht mehr umgesetzt werden können“, sagte Nissen.
Die Gemeindevertreter sahen es mehrheitlich ebenso, sieben stimmten für die Eilentscheidung, drei enthielten sich der Stimme.
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