Kaufland Linthe

Linthe: Kaufland-Umbau kommt näher – FNP-Änderung und B-Plan-Entwurf werden ausgelegt

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Linthe. Seit vielen Jahren strebt die Kaufland GmbH den Um- und Ausbau ihrer Filiale in der Straße Im Grund in Linthe an. Am 14. April 2026 hat die Gemeindevertretung Linthe die Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) sowie den B-Plan-Entwurf für den Markt und die Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen.

Auch die Nachbargemeinden werden als Träger öffentlicher Belange dazu befragt.

„Am Standort soll ein Ersatzneubau mit Bündelung der bestehenden betrieblichen Handelsnutzungen in ein Gebäude geschaffen werden, da der bestehende Verbrauchermarkt aus den 1990er Jahren nicht mehr aktuellen Anforderungen an Lebensmittelmärkte und energetische Standards entspricht. Vorgesehen ist der Abriss der bestehenden Gebäude und Neubau eines zusammenhängenden Kaufland-Marktes mit modernem Erscheinungsbild“, beschreibt das „Büro Knoblich“ aus Erkner, das für die Pläne verantwortlich zeichnet, die Ziele der beiden Planungen. Die vorliegenden Pläne hatte Nicolas Schürmann, Mitarbeiter des Büros angefertigt und bearbeitet.

Bislang befindet sich der Verbrauchermarkt direkt an der Autobahntrasse BAB 9 und der dazugehörige Getränkemarkt in einer eigenen Halle gegenüber. Beide Gebäude sollen demnach abgerissen werden. Neben dem Getränkemarkt befanden sich auch ein Imbiss, ein Blumenladen und ein Einrichtungshaus in dem Gebäude. Alle drei sind schon vor Jahren ausgezogen. Die Räume stehen seitdem leer.

Durch die Planänderungen und den Marktumbau verspricht sich die Gemeinde Linthe:

„Sicherung, Stärkung und Weiterentwicklung der verbrauchsnahen Versorgung durch die Errichtung eines modernen großflächigen Lebensmittel-Vollsortimenters als Ersatzneubau am Standort des bestehenden Kaufland-Verbrauchermarktes, Festsetzung einer grundstücksbezogenen Verkaufsflächenzahl sowie betriebs- und sortimentsbezogener Obergrenzen, den Erhalt bestehender und Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie Stärkung des Wirtschaftsstandortes unter Ausnutzung der bereits anliegenden Erschließungsanlagen“, heißt es in der Begründung zum Beschluss. Vor allem geht es wohl auch darum den FNP den Realitäten anzupassen. Denn wie es in der schriftlichen Erklärung zu den Plänen heißt:

„Der geplante Bebauungsplan ist nicht aus den wirksamen Darstellungen des Flächennutzungsplans entwickelbar. Diese Darstellung entspricht jedoch nicht der tatsächlichen Nutzungssituation. Der Standort ist seit vielen Jahren durch einen großflächigen Lebensmitteleinzelhandel (Vollsortimenter mit ergänzendem Getränkemarkt) sowie einen Discounter geprägt. Planungsrechtlich handelt es sich faktisch um eine Sonderbaufläche mit der Zweckbestimmung „Einzelhandel“. Großflächige Einzelhandelsmärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern und einer Bruttogeschossfläche von mehr als 1.200 Quadratmetern sind nur innerhalb von Kern- oder Sondergebieten zulässig. Auf Ebene des FNP entspricht dies der Darstellung einer Sonderbaufläche.“

Also muss der FNP geändert werden, damit umgebaut werden kann. Die Gemeindevertretung sah es genauso und stimmte den Plänen zu.

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