Lehnin. Rund 40 der insgesamt 105 Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel (LAG) haben sich am Dienstag, 9. Juni 2026 zu ihrer Jahreshauptversammlung im Elisabeth-Haus auf dem Gelände des Klosters in Lehnin versammelt.


Neben dem Rechenschaftsbericht für das vergangener Jahr stand die Nachwahl eines Vorstandsmitglieds auf der Tagesordnung. Diese wurde notwendig, da Florian Schulze sein Mandat niedergelegt hatte. Der 40jährige Landwirt war seit zehn Jahren Mitglied im Gremium. Der Vorsitzende der LAG, Landrat Marko Köhler, dankte ihm für die engagierte Arbeit und bedauerte sein Ausscheiden. Schule ist Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Rädigke und ab sofort stark in die Betriebsabläufe eingebunden, so dass er keine zeitlichen Ressourcen für dieses Ehrenamt hat.

Als einzige Kandidatin stand Lisa Lorenz zur Verfügung. Sie ist Mitglied der Landfrauen und dort im Kreisvorstand Potsdam-Mittelmark sowie im Vorstand des Landesverbandes. Die 27jährige absolviert ein Duales Studium und ist dabei ihren Masterabschluss zu erreichen.
Im Augenblick läuft das fünfte Projektauswahlverfahren. Im Juli 2026 wird dann klar sein, welche Projekte sich um eine Förderung aus dem LEADER-Topf bewerben können. Immerhin stehen dafür fünf Millionen Euro zur Verfügung.
Im Herbst wird wohl das 6. und letzte Auswahlverfahren der bis zum Jahr 2028 laufenden Förderperiode starten. Danach könnte es düster ausschauen. Der LAG-Geschäftsführer, Heiko Bansen, befürchtet, dass durch veränderte Förderrichtlinien die Förderung des ländlichen Raums versiegen könnte. „Bitte weisen sie ihre Abgeordneten, egal ob aus Land, Bund oder Europa, und weisen sie auf die Wichtigkeit des LEADER-Programms hin“, appellierte Bansen an die Mitglieder.
Köhler wies darauf hin, dass in diesem Jahr das Brandenburgische Dorf- und Erntefest zum ersten Mal im Landkreis Potsdam-Mittelmark stattfindet. An dem Wochenende vom 11. bis zum 13. September 2026 wird im Planebrucher Ortsteil Damelang gefeiert. Dann werden auch das Kreiserntefest sowie der Flämingmarkt gleich mitgefeiert.
Nach der Wiederwahl von Helga Brandt und Melanie Paul als Kassenprüferinnen und eine kurze Aussprache wurde der Vorstand entlastet. Mit der Nachricht, dass wohl bald durch das Brandenburgische Finanzministerium die Mittelfreigabe für laufenden Projekte erfolgen dürfte, gab es zum Abschluss doch noch eine positive Nachricht.
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