Nach Bootsunfall Badeeinschränkungen im Glindowsee

Glindow. Nur noch das Dach der Kajüte schaute aus dem Wasser: Vor einigen Tagen ist eine rund 15 Meter lange, ältere Motorjacht im Glindower See versunken. Sie war an einer Steganlage in der nördlichen Bucht des Sees festgemacht. Bei dem Unfall sind Betriebsstoffe ausgetreten.

Unmittelbar nach der Feststellung des Unfalls war am Samstag von Kräften der Freiwilligen Feuerwehr Werder (Havel) und der Hauptamtlichen Feuerwehr Teltow zunächst eine Ölsperre um das Boot gelegt worden. Am Montag begutachtete die Untere Wasserbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark den Schaden und gab Instruktionen zum weiteren Verfahren.

Die Untere Wasserbehörde war auch am Dienstag vor Ort, als das Boot von einer Spezialfirma geborgen wurde. Es wurde mittels Luftkissen, die von drei Tauchern angebracht worden waren, aus dem Wasser gehoben. Nach Feststellung der Schwimmfähigkeit begutachtete die Wasserschutzpolizei das Boot. Weitere Ermittlungen sollen sich anschließen, wenn es an Land verbracht wurde.

Das Sportboot wurde am frühen Dienstagabend zur nächstgelegenen Werft geschleppt. Am Unfallort brachten Feuerwehren aus Werder und Teltow ein Bindemittel ein. Die gesetzte Ölsperre wird auf Weisung der Unteren Wasserbehörde noch für ein paar Tage im Wasser liegen, damit das Bindemittel die restlichen Betriebsstoffe aufnehmen kann. Dieses wird in den nächsten Tagen durch eine Fachfirma entnommen und entsorgt.

Das Landratsamt empfiehlt, dass Bürger in der näheren Umgebung im September vom Baden absehen sollten, da nicht alle Betriebsstoffe aufgefangen und gebunden werden konnten.

(Pressemitteilung der Stadt Werder (Havel) | Henry Klix)

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