Erklärung zur Arbeit des Ausschusses zum Stadtentwicklungskonzeptes und FNP der Stadt Brück

Brück. Martin Kneer wirkt als sachkundiger Bürger beratend im Ausschuss zum Stadtentwicklungskonzept und FNP der Stadt Brück mit. Jetzt hat er auf den Appell einer Bürgerinitiative, welche die Ausweisung einer Wohngebietsfläche westlich der Gartenstraße verhindern möchte, reagiert. In Abstimmung mit dem Leiter des Ausschusses, Herrn Prof. Dr. Fischer, hat er Zauche 365 die folgende Erklärung zugesandt:

Der Ausschuss zum Stadtentwicklungskonzept und FNP der Stadt Brück freut sich über jedes politische Engagement von Bürgern. Gemäß dem Selbstverständnis werden alle Argumente von Bürgern, die z.B. in den Bürgerdialogen geäußert werden, entsprechend geprüft und auch berücksichtigt, wenn dies möglich und sinnvoll ist. Maßstab ist hier immer das Wohl und Interesse der Stadt Brück und ihrer Bürger.

Gemäß dem Verständnis aller Beteiligten ist es wichtig und richtig, die möglichen zwölf Hektar zusätzlicher Wohnbaufläche in der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes zu nutzen, um auch weiterhin die Voraussetzungen für den Erhalt der Einrichtungen (Schulen, Kita, Ärzte, Verwaltung etc.) zu haben, welche der Stadt Brück eine grundfunktionale Versorgung der Bevölkerung bestätigt. Die reine Begrenzung auf die Innenentwicklung ist nicht ausreichend, da über die ganze Stadt verstreut nur etwa zwei Hektar baureife Grundstücke vorhanden sind, auf welche die Stadt keinen Zugriff hat und die Durchführung von Bauvorhaben nicht absehbar ist.

Speziell wurde auch darauf geachtet, dass die Ortsteile der Stadt Brück (Baitz, Neuendorf, Gömnigk) anteilig berücksichtigt wurden, damit auch dort eine entsprechende und moderate Entwicklung erfolgen kann.

Es wurden viele mögliche Gebiete betrachtet, welche geeignet erschienen. Kriterien des Naturschutzes, die Entfernungen zu Schule, Bahnhof und Einkaufsmöglichkeiten, die aktuelle Nutzung, Konfliktpotentiale und Umweltfaktoren wurden durch die Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung sehr genau analysiert und ergebnisoffen bewertet. Ergeben hat sich eine Reihenfolge von möglichen Baugebieten, welche die besten Voraussetzungen für eine sinnvolle und nachhaltige Weiterentwicklung der Stadt Brück bieten. Selbstverständlich ist jedes Bauvorhaben und jede neue Straße ein Eingriff in die Umwelt. Und genau aus diesem Grund und der aus diesem Selbstverständnis resultierenden Verantwortung wurde darauf geachtet, dass die Folgen für die Natur und die Menschen möglichst begrenzt bleiben und z.B. eine weitere Zersiedelung vermieden wird. Konkrete weitere Maßnahmen (Begrenzung der Versiegelung, Anlage von Grünflächen, Bauformen Eigenheim oder auch Mehrfamilieneinheiten etc.) bleiben späteren Bebauungsplanen vorbehalten und können in einem Flächennutzungsplan nicht vorgegeben werden.

Die von der Bürgerinitiative vorgebrachten sachlichen Argumente wurden gehört, entsprechend geprüft und werden in die Bewertung aller möglichen Flächen ergebnisoffen einfließen. Dies war im Rahmen der Sitzung des Ausschusses Ende Juni vorgesehen, konnte, bedingt durch die Erkrankung der beauftragten Planerin, nicht erfolgen und ist für die nächste Sitzung Ende September vorgesehen. Ausdrücklich wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die meisten der vorgebrachten Punkte aber bereits bei der Erarbeitung der bisherigen Reihenfolge berücksichtig wurden. Zudem sind die von der Bürgerinitiative vorgeschlagenen Alternativ-Flächen auch bereits im Vorfeld betrachtet und bewertet worden. Nicht möglich ist die pauschale Herausnahme des möglichen Baugebietes westlich der Gartenstraße aus der Betrachtung. Grundsätzliche Ausschlusskriterien für ein dort mögliches Baugebiet werden nicht gesehen.

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