Brück: Die Titanen sagen Danke, lassen es vorher aber “noch einmal richtig krachen”

Brück-Rottstock. Am kommenden Wochenende ist es soweit, dann heißt es zum letzten Mal: Titanen der Rennbahn. Jedenfalls in dieser Form. Deshalb ist das Motto auch: Die Titanen sagen Danke:

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„Ehe wir aber aufhören, wollen wir es noch einmal richtig krachen lassen“.

Sagte Thomas Haseloff auf der letzten Pressekonferenz.

Höhepunkte

Und Kracher sind deshalb auch eine Vielzahl der Programmpunkte. Neben einem „Best of“ aus den vergangenen zwanzig Jahren wird es viel Neues und Einmaliges geben. So gibt es bereits über 40 Anmeldungen für Schaubilder, wie Maja Schulze informiert. Auch eine Beerdigungskutsche wird dabei sein, die sozusagen die Titanen in dieser Form symbolisch zu Grabe tragen wird. Das Formationsfahren ist für die Gäste ein besonderes Highlight. Hier werden  Alpenpower, ungarisches Post-Formationsfahren und eine Ostseequadrille zu sehen sein. Die Havelkosaken mit ihrer Akrobatik sind ein außergewöhnliches Schmankerl. Beim Pferdefußball, bei dem natürlich auch der Ball andere Dimensionen hat, treten Mannschaften aus Brück, Templin und Österreich gegeneinander an. Maja Schulzes persönlicher Geheimtipp sind die Veranstaltungen am Sonntag. „Da wird es bestimmt sehr emotional, also Taschentücher bereit halten“, sagte sie.

Abschied

„Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören“, so Thomas Haseloff und Detlev Seeliger. Nicht nur, dass alle älter geworden sind, denn schon allein die Vorbereitung kostet viel Zeit und Kraft. Davon bekommt der Zuschauer in der Regel nichts mit. „Aber wir müssen viel mehr bedenken“, so Detlev Seeliger. Da ist zum einen das finanzielle Risiko, welches bedacht werden muss. Zum anderen sind da viele Auflagen und Verbote, die der Crew in den Weg gelegt werden. „Wir bekommen täglich hunderte Anrufe, ob es wirklich das letzte Mal ist“, erzählt Thomas Haseloff. Und er muss sagen: JA, zumindest in dieser Form. Aber alle werden sich sicher etwas Neues einfallen lassen.

Drei Tage Show

Die Titanen beginnen bereits am Donnerstag, dem 23.06. mit der Fohlenschau. Denn man hat sich entschieden, die Abschiedsveranstaltung über drei Tage laufen zu lassen. So können ab Freitag bereits die verschiedensten Rennen und Schaubilder bewundert werden. Schon um 9:45 Uhr ist der Einmarsch aller Reiter und Gespanne. Und da wird es voll in der Arena – 40 Vierspänner, 50 Zweispänner und 18 Zehnspänner sind erstmals gemeinsam auf dem Rasen. Außerdem wird es wieder den Ladys-Cup geben, der in den vergangenen Jahren immer kein Zeitfenster fand. Etwas ganz besonderes werden die 100 Wildpferde von Heinz Blei sein.

Titanen der Rennbahn
Die Wippe: Einige Pferde hatten noch ein bisschen Scheu

Tombola und großer Umzug

An allen Tagen gibt es eine Tombola, bei der es als Hauptpreis täglich ein Kaltblutfohlen aus eigener Zucht zu gewinnen gibt. Es gibt wieder viele Marktstände im Umfeld der Arena. Höhepunkt ist sicher der große Umzug durch Brück am Samstag ab 18:30 Uhr. Dafür werden die Brücker ihr Städtchen wieder richtig herausputzen. Mit dabei die Haus- und Hofband  „naUnd“. Freitag- und Samstagabend werden sie für gute Laune sorgen. Auch haben sie versprochen, den Einmarsch ganz besonders zu gestalten. Die Tageskarten für Freitag und Samstag gelten übrigens auch für den Abend, da ist die Lasershow sicher der Höhepunkt.

Helfer

Titanen der Rennbahn
Ilona Strunk und Anita Siebold (v.l)

Aber nicht nur Die Pferdebegeisterten schauen mit Wehmut auf die letzte Veranstaltung, sondern auch die Helfer. Ilona Strunk ist seit 25 Jahren bei der Firma Haseloff angestellt und seit der ersten Veranstaltung dabei. Sie betreut das Versorgungszelt für die Aktiven und ist die gute Seele der Titanen. Dabei wird alles selbst gekocht und gebacken. „Der Chef möchte, dass alle gut versorgt sind“, sagt sie. „Alles ist wie ein große Familie“, erzählt Ilona Strunk. Sie hat sozusagen die Kinder von Burkhard und Thomas Haseloff mit groß gezogen, denn in den Sommermonaten hatten diese wenig Zeit. Auch heute noch ist sie Anlaufpunkt für die inzwischen erwachsenen Kinder, wenn sie sich mal etwas von der Seele reden müssen. „Auf der einen Seite ist es schade, dass es nun zu Ende ist“, so Ilona Strunk, „aber wir sind ja auch alle älter geworden.“ Dazu kommt, dass alles teurer geworden ist und kaum noch einer freiwillig etwas machen will. „Die Zuschauer sehen ja gar nicht, was alles hinter den Kulissen abläuft“, sagt Ilona Strunk. Ihr zur Seite steht oft Anita Siebold. Die Borkheiderin kommt immer extra für die Titanen nach Brück und macht es ehrenamtlich.

Abschied

So schauen alle mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die letzte Veranstaltung. Das Wetter soll ja mehr den praktischen Anforderungen gerecht werden, es soll kühler werden. Wer allerdings jetzt noch auf einer der Tribünen Platz nehmen möchte, der wird enttäuscht sein. Alle Sitzplätze sind bereits vergeben.

Informationen zum genauen Ablauf gibt es unter: http://www.titanenderrennbahn.de

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