Aus der Stadtverordnetenversammlung Werder (Havel)

Werder (Havel). Am Donnerstag Abend haben die Stadtverordneten von Werder (Havel) unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:

Beschluss zur Erweiterung des Tannenhofs

Nach Abwägung der öffentlichen und privaten Belange hat die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan 072/18 „Werderaner Tannenhof“  gefasst. Der Satzungsbeschluss macht den Weg frei für die geplante Erweiterung der Betriebsfläche des Tannenhofs. Neben dem  aktuell  betriebenen Weihnachtsbaumverkauf  und  dem  saisonal  geöffneten  Hofladen sollen  ganzjährig ergänzende  Nutzungen hinzukommen.

Ein  Schwerpunkt soll auf saisonalen Sonderveranstaltungen liegen, die sich insbesondere an Familien mit Kindern richten, sowie auf Flächen  und  Räumlichkeiten für Feiern und Veranstaltungen. Die Hofstelle soll mit einem Lager- und Produktionsgebäude sowie mit bis zu zehn Betriebswohnungen erweitert werden.

Straße zum Lindentor soll erneuert werden

Die Stadt Werder (Havel) plant die Erneuerung der Straße Zum Lindentor zwischen dem Bereich des Buswendeplatzes und der Kreuzung mit der Kreisstraße (Fercher Straße). Die Stadtverordneten haben am Donnerstagabend die Entwurfsplanung dafür bestätigt. Der neue Straßenquerschnitt setzt sich im ersten Abschnitt aus einem Gehweg, der Fahrbahn, einer Mulde und den beidseitigen Banketten zusammen. Im zweiten Abschnitt ist der Gehweg bereits vorhanden und soll bestehen bleiben.

Zusätzlich soll eine Strecke zwischen der Kreuzung Grelle und Fercher Straße als Fahrradstraße ausgebaut werden. Für die Straßenbaumaßnahme wurde eine Projektförderung beim Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg beantragt.

Bebauungsplan für Bahnhofsumfeld wird aufgestellt

Die Stadt Werder (Havel) arbeitet an einer städtebaulichen Rahmenplanung, um Entwicklungsperspektiven für das nördliche und südliche Bahnhofsumfeld aufzuzeigen. Betrachtet wird das Gebiet zwischen Bahnübergang und Havel, Friedrich-Schmahlfeldt-Straße und Elsastraße / Am Zernsee – mithin eine 33 Hektar große Fläche. Aus der laufenden informellen Planung soll ein förmlicher Bebauungsplan abgeleitet werden. Die Stadtverordneten fassten dafür am Donnerstagabend den Aufstellungsbeschluss.

Mit dem Bebauungsplan sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Umsetzung des Rahmenplans geschaffen werden. Ziele sind u.a. die Aufwertung der nördlichen und südlichen Bereiche des Bahnhofs als Eingangsbereiche zur Stadt. Der südliche Bereich soll zum zukunftsfähigen Stadtquartier mit einer gemischten Nutzung aus Wohnen, verträglichem Gewerbe und Einzelhandel, sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie Grün- und Freiflächen entwickelt werden. Im Norden wird eine  Entwicklung von Brachflächen und Flächenumnutzungen zu Wohnnutzung, verträglichem Gewerbe, Freizeiteinrichtungen, Park+Ride-Flächen und Grün- und Freiflächen angestrebt.

Mit einer Veränderungssperre für bauliche Änderungen haben die Stadtverordneten die Umsetzung der Planungsziele gesichert.

Stadt Werder (Havel) bekommt Kulturfonds

Die Stadt Werder (Havel) wird Einzelprojekte Werderaner Kunst- und Kulturschaffender künftig über einen Kulturfonds fördern. Mit dem Fonds sollen – zunächst für eine zweijährige Erprobungsphase – jährlich 30.000 Euro bereitgestellt werden, wie die Stadtverordneten am Donnerstagabend beschlossen haben.

Künstlerische Projekte aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie, Objektkunst, Plastik bis hin zu Musik, Theater, Literatur und handwerkliche Kunst sollen von der Stadt ausgeschrieben und mit maximal 3.000 Euro pro Projekt aus dem Kulturfonds gefördert werden.

Die abschließende Entscheidung zur Zuwendung trifft der Ausschusses für Soziales, Bildung, Kultur, Sport und Ordnung.

(Pressemitteilung der Stadt Werder (Havel) | Henry Klix)

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