Städtebahn reaktivieren – TZF unterstützt Forderungen nach Wiederaufnahme der Strecke

Golzow. Wenn es nach der LINKEN geht könnten bald wieder Züge in Golzow halten. In einem Antrag in der Stadtverordnetenversammlung Brandenburg wird das zumindest gefordert.

Vor inzwischen 18 Jahren wurde sie stillgelegt, ein Jahr vor ihrem 100. Geburtstag, die Städtebahn zwischen Brandenburg a.d.H. und Bad Belzig. Inzwischen sind die Gleise abgebaut und verschrottet und auch der Schotter wurde vielfach veräußert. Trotzdem trauern viele bis heute der Strecke nach. Schließlich verband sie als ein dritter Ring Neustadt an der Dosse, Rathenow, Brandenburg a.d.H., Bad Belzig, Treuenbrietzen und Jüterbog. Von Neustadt gibt es eine Verbindung nach Neuruppin, eine Fortsetzung.

Die Strecke hätte weiter ausgebaut werden können zu einem vollständigen Ring um Berlin, das ist unterblieben, die Bahnhofsgebäude wurden ebenso veräußert wie die Bahntrasse. Nur noch zwischen Brandenburg a.d.H. und Rathenow sowie zwischen Treuenbrietzen und Jüterbog verkehren Züge. Mit Golzow und Grüneiche gibt es zwei Stationen im Wirkungsbereich des Tourismusvereins Zauche-Fläming (TZF).

„Für Golzow wäre eine solche Bahnverbindung ein Gewinn und eine Ergänzung des ÖPNV-Angebots, davon würden der Tourismus, die Gastronomie sowie das Gastgewerbe profitieren“, ist sich der Vorsitzende des TZF, Andreas Kreibich, sicher. Er weiß jedoch, dass die im Landtag angestoßene Diskussion noch längst nicht beendet ist und sicher noch ein Jahrzehnt vergehen dürfte, bevor etwas passiert. „Es ist trotzdem ein guter Gedanke“, sagt Kreibich.

Für eine Wiederbelebung kämpft auch die Interessengemeinschaft Städtebahn. „Wir würden gern ein Netzwerk aufbauen, dass sich dafür einsetzt“, berichtet Ronald Peters aus Golzow, der die treibende Kraft der IG ist.

(ako | Artikelfoto: Bahnhofsgebäude in Golzow)

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