Borkwalde: Bäume statt Straße?

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Borkwalde. Auch gut Gemeintes muss gut gemacht werden. Diese Erfahrung bestätigte sich einmal mehr auf der letzten Sitzung der Borkwalder Gemeindevertreter. Die Fraktion Borkwalder Wählergemeinschaft beantragte,

“zum Herbstputz neben der Schotteraktion die Aktivitäten auch auf eine Bepflanzung mit Laubbäumen auf dem gerodeten Waldstreifen hinter dem Karlsonweg zu richten”.

Die Fraktion wollte darüber hinaus die Organisation und Absprache mit dem Amt Brück übernehmen.

Hintergrund ist, dass entlang der Mehrfamilienhäuser und parallel zum Karlssonweg im B-Plan eigentlich eine Straße “Zum Olof-Palme-Ring” vorgesehen ist (siehe grüne Fläche im Artikelbild). Diese soll nicht gebaut werden. Damit stellt sich die Frage, was mit der dafür vorgesehenen Fläche, auf der die Bäume gerodet wurden, passieren soll. Der Vorschlag der Wählergemeinschaft fand allgemeine Zustimmung. Nicht ein Gemeindevertreter sprach sich gegen eine Bepflanzugn mit Bäumen aus. Dennoch wurde der Antrag nicht einfach beschlossen.

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Zunächst beantrage Andreas Link von der Borkwalder Wählergemeinschaft, aus dem Antrag den Herbstputz und damit auch die Schotteraktion herauszunehmen. Der Herbstputz soll am 10. Oktober stattfinden. Die Bäume für die Bepflanzung stehen aber erst – wie der Bürgermeister nach der Einreichung des Antrages erfahren hatte – im November seitens der Forstverwaltung zur Verfügung.

Matthias Stawinoga (SPD) sah noch mehr als diese formalen Probleme und beantragte eine Überweisung in den neu gebildeten Ausschuss. Da die Wählergemeinschaft den Antrag nicht zerredet wissen wollte, wurde dieses Anliegen mit vier Mal “Ja”, sechs Mal “Nein” und einer Enthaltung abgelehnt.

In der weiteren Diskussion stellten einige Gemeindevertreter, aber insbesondere Renate Krüger (Links-Grün) zahlreiche Fragen:

  • Sollen die Anwohner in die Bepflanzung eingebunden werden?
  • Wir haben in Borkwalde eine Gruppe, die sich mit dem Baumprinzen für die Pflanzung neuer Bäume engagiert. Ist diese in die Idee eingebunden?
  • Soll auf der ehemals geplanten Straße ein Weg entstehen, damit die Anwohner vom Olof-Palme-Ring und vom Elsa-Brandström-Weg wieder besser zur Lehniner Straße kommen?
  • Welche Flurstücke sind betroffen?
  • Was kostet die Beräumung der Flächen?
  • Was kosten die Bäume?
  • Wer pflegt und gießt anschließend die jungen Bäume?

“Es fehlen zu viele Voraussetzungen für eine Beschlussfassung”, fasste Krüger zusammen.

Bürgermeister Egbert Eska (WiB, fraktionslos) regte daraufhin an, den Antrag zurückzustellen. Die Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft, Birgit Bendschneider, ging sogar noch weiter. Sie zog den Antrag zurück und versprach, ihn komplett neu einzureichen.

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