Kloster Lehnin: Zwei neue Wanderwarte ins Amt berufen

Kloster Lehnin. Bürgermeister Uwe Brückner hat heute den neuen ehrenamtlichen Kloster Lehniner Wanderwarten Jutta Scherling und Klaus-Peter Lenz ihre Berufungsurkunden überreicht. Die beiden Pensionäre machen gern Aktivurlaub, treiben viel Sport an der frischen Luft und wollen sich für ihren Heimatort engagieren.

Sie werden von Konrad Müller, der dieses Amt seit 19 Jahren ausübt, bis Jahresende eingearbeitet und bei Touren begleitet. Der inzwischen 75-jährige will weiter wandern, aber das damit verbundene Ehrenamt in jüngere Hände geben. Er genießt die Bewegung an frischer Luft, die Ruhe und die schöne Gegend immer wieder aufs Neue. Wanderwarte bieten u. a. Führungen an und sind für die Zustandskontrolle der Wanderwege zuständig.

Kloster Lehnin, Wanderwarte, Jutta Scherling, Konrad Müller, Klaus-Peter Lenz, Uwe Brückner
v.l.n.r.: Jutta Scherling, Konrad Müller, Klaus-Peter Lenz, Uwe Brückner

Den neuen Wanderwarten, die ab kommendem Jahr im Landkreis „Wegepaten“ genannt werden, liegt z. B. die Ausbesserung des Radweges DamsdorfLehnin am Herzen. Hier plant das zuständige Landesstraßenamt einen Neubau, der allerdings noch nicht terminiert ist. Ein weiterer Radwanderweg ist von Damsdorf nach Göhlsdorf geplant.

Die 11.000 Einwohner-Gemeinde mit ihren 14 Ortsteilen bietet 14 Wanderwege für jeden Geschmack, die zum Teil mit Unterstützung des Landkreises und dem Land wunderschön hergerichtet wurden. Dazu zählen

  • der Rochow-Wanderweg mit seinen 9,5 Kilometern Länge,
  • der Storchenwanderweg (15 km),
  • derWillibald-Alexis-Wanderweg (7,5 km),
  • der Klosterrundweg (7,9 km),
  • der Rundweg um den Schamp- und Kolpinsee sowie
  • am Netzener See (10,3 km),
  • der 10,5 km lange Elsterquellweg,
  • der Dreieckenwanderweg (8,4 km),
  • der Rundweg ums Damsdorfer Fenn (1,8 km),
  • der Pilgerweg (35 km),
  • der Baumkreiswanderweg (62,6 km),
  • der Spargelwanderweg (36 km),
  • der Kloster-Havel-Wanderweg (30 km) und
  • ein Teilstück des Europäischen Fernwanderweges E 11, das durch die Gemeinde führt.

Für welche Wanderroute sich der Einzelne entscheidet, hängt von der persönlichen Affinität ab. Kulturinteressierte könnten beispielsweise auf dem Willibald-Alexis-Wanderweg auf ihren Wander-Geschmack kommen. Der Weg ist nach dem berühmten Dichter benannt, der bei Besuchen der Lehniner Verwandtschaft zwei Romane schrieb: „Die Hosen des Herrn von Bredow“ und „Der Werwolf“). Verarbeitet wurden dort Sagen aus der Gegend z.B. von der Burg Ziatz, die hier einmal gestanden haben soll. Am Gohlitzsee soll sich das Dorf Gohlitz befunden haben, das bei einer Flutwelle untergegangen sein soll, weil die Bewohner ihre Kinder mit Brot abgerieben haben, um sie zu reinigen.

Blauer Stein, Krahne
Blauer Stein bei Krahne

Der Rochow-Wanderweg mit Start und Ziel am Barockschloß führt von Reckahn nach Krahne und Meßdunk am Schulmuseum vorbei, wo einst einer der ersten deutschen Dorfschulen eingerichtet wurde. Ebenfalls am Wegesrand zu bewundern ist eine Steinpyramide zu Ehren von Kürassieren an den Krähenbergen, ein blauer Stein im Wald bei Krahne und die Grabstelle des Adelsgeschlechtes deren von Rochow. Sehenswert sind auch die Fischteiche.

Wer mehr auf Entspannung setzt und sportlich unterwegs sein will, probiert den Rundweg um den glasklaren Kolpiner See und Schampsee aus, der an Badestellen vorbeiführt und auf dem Wanderer das Gezwitscher vieler Vogelarten hören können.

Der Pilgerweg führt an Kirchen vorbei – die Gemeinde hat immerhin 15 dieser Denkmäler. Es gibt dabei zwei Routen: Damsdorf, Trechwitz, Netzen und Nahmitz zum einen sowie Lehnin, Rädel und Emstal zum anderen.

Alle Wanderwege sind ausgeschildert und mit Infotafeln versehen. Gerade in Coronazeiten erfreuen sich die Kloster Lehniner Wanderwege vor allem bei Berliner Ausflugsgästen und Touristen von außerhalb zunehmender Beliebtheit.

(Pressemitteilung der Gemeinde Kloster Lehnin ( Fotos vom Blauen Stein und vom Wanderschild (c) Andreas Trunschke)

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