Brück: Autogottesdienst ist vorbereitet und kann mit Auflagen stattfinden

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Brück. Morgen gibt es in der Titanenarena den ersten Autogottesdienst in Brück und der ganzen Zauche. Sehr wahrscheinlich ist dieser Gottesdienst sogar der seit Wochen einzige in Berlin und Brandenburg. Schließlich sind “analoge” Gottesdienst noch immer wegen Corona untersagt.

Entstanden ist die Idee ganz spontan am Ostermontag unter den Gemeindemitgliedern bei der Auswertung des österlichen Zoom-Gottesdienstes. Pfarrer Helmut Kautz, sowieso immer originelle Ideen zugetan, war sofort dabei. Auch der Amtsdirektor, Marko Köhler war schnell im Boot. Zuerst dachte man an den Parkplatz vor Netto. Doch sehr bald war man sich einig: Der ideale Platz für den Autogottesdienst ist die Titanenarena. Die Brüder Haseloff, selbst Mitglieder der Kirchengemeinde, sagten zu und stellen den Platz kostenlos zur Verfügung.

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Heute trafen Pfarrer Helmut Kautz und Mitglider seiner Gemeinde die letzten Vorbereitungen für den morgigen Gottesdienst. Auf der Lindenbrück mitten in der Titanenarena wird der Altar sein. Alles soll möglichst nah am traditionellen Gottesdienst gestaltet werden. Die erforderliche Lautsprecheranlage wurde in verschiedenen Kirchengemeinden und der Jugendorganisation CVJM zusammengebort und ausprobiert. Etwas unklar war zunächst noch, wie sich morgen die Autos aufstellen sollen, strahlenförmig zur Lindenbrücke hin oder im vor dieser Brücke aufgefächertem Schachbrettmuster.

Nicht nur für die Kirchengemeinde Brück ist der Autogottesdienst während der Geltung der Eindämmungsverordnung Neuland, sondern auch für die verantwortlichen Genehmigungsbehörden. Deshalb gibt es strenge Auflagen. In den Autos dürfen sich entweder nur Menschen aus einem Haushalt oder nur zwei, die nicht aus einem Haushalt stammen, befinden. Die Teilnehmer sollen protokolliert werden. Die Wagen werden in 1,5, Meter Abstand zueinander aufgestellt werden.

Helmut Kautz
Helmut Kautz auf der Lindenbrücke

Es darf auch keine Musik gespielt werden, kein Instrument und keine Kassette oder CD. Vermutlich befürchten die Behörden Musikveranstaltungen als Nachahmer. Doch die Kirchengemeinde weiß sich zu helfen. Morgen wird A Capella gesungen. Auch Kaffee wird es, anders als geplant, nicht geben.

Der ganz besondere Gottesdienst wird morgen um 10:30 Uhr beginnen. “Wir haben keine Vorstellung davon”, sagt Kautz, “wieviele kommen werden.” Immerhin weiß er von Freunden aus Brandenburg a.d.H., dass diese die Entfernung nicht scheuen.

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