Stadt Beelitz: Apell an die Bürger: Hygiene- und Schutzmaßnahmen ernstnehmen

Stadt Beelitz. Trotz umfangreicher Einschränkungen des öffentlichen Lebens macht die Ausbreitung des Coronavirus auch nicht vor Beelitz Halt: Seit gestern gibt es einen bestätigten Fall in der Stadt. Die Person befindet sich derzeit in häuslicher Quarantäne. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch in Beelitz ein Fall auftaucht. Wir sollten deshalb nicht panisch reagieren, aber wir sollten uns noch einmal vor Augen führen, dass empfohlene Verhaltens- und Schutzregeln sinnvoll sind und beachtet werden sollten“, erklärt Bürgermeister Bernhard Knuth.

Er appelliert an die Bürger, derzeit grundsätzliche Hygienemaßnahmen wie das regelmäßige und gründliche Händewaschen, das Nies- und Hustenverhalten, aber auch die Abstandsregel und das Kontaktverbot zu befolgen. Auch das Tragen von Atemschutzmasken, sofern vorhanden, sei ein sinnvoller Schritt, um sich, vor allem aber andere zu schützen:

„In Anbetracht des Ernstes der Lage wird niemand mehr belächelt, der zu diesem Mittel greift. Vielmehr zeigt es, dass es demjenigen Ernst damit ist, der weiteren Ausbreitung den Kampf anzusagen.“

Derzeit herrscht allerdings ein Mangel an Atemschutzmasken. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat deshalb die Bürger dazu aufgerufen, solche Masken selbst zu nähen und zu spenden. Anleitungen dazu gibt es im Internet. Wer über Handarbeitsfähigkeiten verfügt, kann sich die Schritte schnell aneignen. Im Beelitzer Rathaus ist auch eine Mitarbeiterin, die viel im Kreativbereich macht und Kitas und Schulen in deren Arbeit unterstützt, zusätzlich dafür abgestellt worden und näht jetzt ebenfalls Masken.

Die Masken können entweder am Feuerwehrtechnischen Zentrum in Beelitz-Heilstätten (Straße nach Fichtenwalde 10) oder auch im Rathaus der Stadt Beelitz (Wartebereich des Einwohnermeldeamtes) abgegeben werden. Auch andere Kommunen haben Sammelstellen eingerichtet, die Masken werden dann durch den Landkreis dorthin verteilt, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Von Hamsterkäufen indes bittet der Bürgermeister auch weiterhin abzusehen:

„Es ist niemandem geholfen, wenn die Regale in den Supermärkten leergeräumt werden, so etwas sorgt nur für Unsicherheit in der Bevölkerung. Vieles von dem, was zurzeit über die Maßen gekauft wird, wird ohnehin in den Vorratsschränken und Kellern verderben. Tun Sie sich und Ihren Mitbürgern den Gefallen und kaufen nicht mehr, als sonst auch.“

(Thomas Lähns)

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