Borkheide: Maibaum und Kunstpreis 2018

Gestern feierte Borkheide sein wohl größtes jährliches Fest, die Aufstellung des Maibaums.

Borkheide, Bürgermeister Andreas Kreibich
Bürgermeister Andreas Kreibich

Die Tradition der Aufstellung des Maibaums gibt es in Borkheide schon so lange, dass Bürgermeister Andreas Kreibich (SPD) gar nicht mehr genau weiß, ob es nun 50, 60 oder 70 Jahre sind. Auf jeden Fall nutzt die Gemeinde heute die Veranstaltung für viel für Geselligkeit und Kunst sowie seit 2016 auch für die Verleihung ihres Kunst- und Kulturpreises. Zur der Veranstaltung haben sich mehrere Hundert der gegenwärtig etwa 2.000 Borkheider und zahlreiche Gäste aus den Nachbarkommunen bei frühlingshaftem Wetter auf dem Marktplatz vor dem Waldbad eingefunden.

Maibaumkranz, Borkheide
Maibaumkranz

Vor der Preisverleihung aber muss der Maibaum aufgestellt werden. Die diesjährige Birke wurde direkt neben der Schule geschlagen, dort, wo hoffentlich bald die neue Turnhalle gebaut wird. Die Feuerwehrleute tragen den stattlichen Stamm von der nahen Feuerwehr auf den Platz und richten ihn unter dem Beifall der zahlreichen Besucher des Festes auf. Auf drei Meter Höhe ist eine Actioncam installiert. Ganz sicher wird man am kommenden Sonntag auf dem YouTube-Kanal Borkheide News TV von Lutz Behnke und Matthias Giese das Aufstellen aus Sicht des Maibaums nachvollziehen können. Ganz oben den Kranz hat die ortsansässige Gärtnerei Mahs mit Unterstützung des 97jährigen Kurt Wolf geflochten.

Heike Günther, Kunst- und Kulturpreis Borkheide 2018
Frank Seibicke übereicht Heike Günther den Kunst- und Kulturpreis Borkheide 2018

Nach einem Auftritt der Line-Dance-Gruppe des BSV 90 ist es so weit. Die Jury steigt zur Verleihung des mit 350 Euro dotierten Kunst- und Kulturpreises auf die Bühne. Astrid Herzhoff, Elisabeth Keßler und Frank Seibicke haben sich nach dem Waldbad e.V. 2016 und nach Edda Haage 2017 in diesem Jahr wieder für einen Menschen entschieden, „der durch sein Engagement das kulturelle und künstlerische Leben Borkheides bereichert“. Als Seibicke dann noch erwähnt, dass der Preis „kein Lanz-Preis der Lüfte“ sei, ahnt die Geehrte bereits, dass der Preis an sie gehen könnte.

Heike Günther mit ihrem Preis
Heike Günther mit ihrem Preis

Ausgezeichnet wurde die Ortschronistin Heike Günther für „faszinierende Ausflüge in die Geschichte“ und für ihre Fähigkeit, Menschen dabei mitzunehmen. Kreibich ist sichtbar einverstanden mit der Wahl der Jury. Für ihn macht Günther „die Geschichte des Ortes lebendig“. Dazu grhörte für ihn auch die Wanderung auf dem Hans-Grade-Weg, den Günther an diesem 1. Mai bereits zum driten Mal angeboten hatte. Den Lanz-Preis, der zur Förderung der deutschen Luftfahrttechnik gestiftet worden war, gewann übrigens 1909 der Borkheider Hans Grade auf dem Flugfeld in Johannisthal. „Dabei hat er die Bedingungen des Preises erstmals hier auf diesem Platz erfüllt“, erzählt Günther auf die Frage, was sie in der Geschichte Borkheides hervorheben würde. Allerdings war der Johannisthaler Flugplatz teurer geworden als geplant und man brauchte die Gelder der Wettkampfveranstaltung.

 

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