Kloster Lehnin hat die Wahl – Sechs Kandidierende wollen Bürgermeister werden

Kloster Lehnin. Superwahljahr in Kloster Lehnin. Hier werden nicht nur die Gemeindevertretung und die Ortsbeiräte sowie das Europaparlament am 9. Juni 2024 gewählt und später im September der Landtag, hier steht der erste Urnengang schon im März an.

Am 3. März 2024 wird über den neuen Bürgermeister der Gemeinde Kloster Lehnin entschieden. Sechs Kandidierende stehen in den Startlöchern für den hauptamtliche Job. Fünf Männer und eine Frau wollen die Geschicke der Gemeinde in den kommenden acht Jahren lenken.

Auch Bürgermeister Uwe Brückner will es noch einmal wissen und wirft seinen Hut in den Ring. Über seine Beweggründe hat er im Interview mit Zauche 365 Auskunft gegeben. „Ich bin mit Haut und Haaren Bürgermeister und identifiziere mich mit der Gemeinde. Und ich sehe unser Potenzial. Und ich bin eingearbeitet. Ich kenne die Vorgänge“, sagte der 62jährige unter anderem.

Es mag die Außenstehenden erstaunen, aber zwei seiner Mitarbeiter wollen ihm das Amt streitig machen.

Nicole Näther
Plakat von Nicole Näther

Darunter die einzige Frau unter den zur Wahl stehenden Personen. Nicole Näther ist Ortsvorsteherin im Brandenburger Ortsteil Gollwitz und Personalratsvorsitzende im Lehniner Rathaus. Sie hat kommunalpolitische Erfahrung als Stadtverordnete der SPD in Brandenburg a.d.H..

Auch der 44jährige Sachbearbeiter im Bereich Tiefbau der Lehniner Verwaltung, Sascha Bösenthal, bewirbt sich am 3. März 2024. Wie man in der MAZ lesen konnte, würde er gern den Straßenausbau neu priorisieren.

Neben Näther tritt ein weiterer Ortsvorsteher an. Steffen Dammann hat das ehrenamtliche Amt seit sechs Jahren in Michelsdorf inne. Der 49jährige, seit 25 Jahren verheirateter Vater von zwei Kindern, wurde in Schmergow geboren. Er ist Ingenieur für Medizintechnik und tritt für die SPD an. Dammann möchte die Gemeinde zukunftsfähig machen. „Ich trete an als Kandidat für den Bürgermeisterposten in Kloster Lehnin, weil wir für unsere wunderschöne Gemeinde wieder eine Vision benötigen, einen Masterplan aufstellen müssen mit allen Ortsteilen, wohin wir uns zum Beispiel im Jahre 2030 und später entwickeln wollen“, richtet er den Blick voraus. Weitere Vorhaben erläutert er ebenfalls in einem Gespräch.

Thomas Michel hat Erfahrung als Herausforderer. Er ist Mitglied von Bündnis90/Die Grünen und ist schon an seinem früheren Wohnort Stahnsdorf als Bürgermeisterkandidat aufgetreten. Er bewarb sich ebenso um den Landratsposten. Der Geograph ist bei der Stadtverwaltung Brandenburg tätig. In einem Interview äußert er sich zu den Gründen seiner Kandidatur. „Primär hat mich zur Kandidatur bewogen, dass ich einen erheblichen Bedarf an Verbesserung der Demokratie in Kloster Lehnin sehe. Derzeit ist einerseits die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen in den Gremien der GV relativ anstrengend und nicht barrierearm“, sagt Michel.

Der sechste Bewerber ist der in Borkwalde wohnende Lars Hünich (AfD). Wie es heißt, soll es einen weiteren Bewerber gegeben haben, der jedoch nicht die notwendigen 44 Unterstützerunterschriften beibringen konnte.

Im Augenblick geht man davon aus, dass keiner der Kandidierenden im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen wird, deshalb ist eine mögliche Stichwahl für den 17.März geplant. Wer auch immer den Chefsessel erklimmt, die bzw. der wird für acht Jahre gewählt.

 

Drei der Kandidaten im Interview

Klick auf einen Namen, um das Interview zu lesen. Mit einem weiteren Klick auf den Namen schließt sich das Interview wieder.

Akkordeon Inhalt
Uwe Brückner
Uwe Brückner

Uwe Brückner ist seit acht Jahren Bürgermeister der Gemeinde in Kloster Lehnin. In diesem Jahr, am 03.März, finden die Neuwahlen statt. Insgesamt gibt es sechs Kandidatinnen und Kandidaten. Einer davon ist erneut Brückner. Mit ihm führt Zauche 365 ein kurzes Gespräch, über die Arbeit in den vergangenen acht Jahren als auch zu seinen Vorstellungen für die kommenden acht Jahre, falls er wieder gewählt werden sollte.

Andreas Koska: Herr Brückner, weshalb kandidieren Sie wieder?

Uwe Brückner: Ich glaube, dass die Gemeinde Kloster Lehnin in den letzten acht Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen hat. Wir haben Schulden abgebaut, wir haben investiert, wir haben im Hochbau-, Tiefbau, im Bereich der Feuerwehr, in allen Bereichen haben wir investiert und Prioritätenlisten aufgestellt, wo wir nicht mehr nach Gutsherrenart, sondern nach sachlichen Argumenten, nach Beschluss der Gemeindevertretung, sukzessive die Schwerpunkte abarbeiten, die wir uns selbst stellen.

Andreas Koska: Herr Brückner, Sie sind ja 62 Jahre alt. Dabei denken viele ja schon an den Ruhestand. Sie wollen noch mal kräftig zupacken. Wieso tun Sie sich das überhaupt an?

Uwe Brückner: Ja, weil mir der Job Spaß macht. Das ist Leidenschaft. Ich bin mit Haut und Haaren Bürgermeister und identifiziere mich mit der Gemeinde. Und ich sehe unser Potenzial. Und ich bin eingearbeitet. Ich kenne die Vorgänge. Ich kenne die Menschen in der Gemeinde, ich kenne die Menschen in der Verwaltung. Ich kenne alle Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die man hat, brauch mich also nicht neu einarbeiten und kann gleich weitermachen. Und bei den Projekten, die wir momentan vor uns haben, in dieser schwierigen Zeit, glaube ich, ist es gut, wenn dort Kontinuität und Erfahrung vorhanden sind und wir dort fortsetzen können oder das weitermachen können, was wir bisher gemacht haben.

Andreas Koska: Sie sagten jetzt zwei Stichworte Weitermachen und Projekte. Was soll es werden?

Uwe Brückner: Das größte Projekt, das wir angeschoben haben, ist der Erweiterungsbau an unserem Schulcampus. Wir haben dort 1.150 Schülerinnen und Schüler. Wir brauchen dringend diese Räume. Und deshalb habe ich in den vergangenen Jahren mit unserer Verwaltung alles darangesetzt, dass wir auch in der Lage sind, diese Mammutaufgabe zu stemmen. Auch wenn wir immer noch hoffen, dass wir Fördermittel bekommen. Aber zur Not müssen wir das alleine machen. Aber das sind wir den Schülerinnen und Schülern schuldig. Die sind da. Wir haben gekämpft als ich noch im Kreistag 2015 war: für diesen Schulstandort, für die Wiedereinrichtung der gymnasialen Oberstufe. Jetzt haben wir sie. Letztes Jahr haben die ersten Abiturienten das Abitur abgelegt und nun müssen wir endlich auch die räumlichen Voraussetzungen schaffen. Das ist das erste. Das zweite ist: Wir haben gerade in unserer Gemeindefeuerwehr das erste Mal einen Gefahrenabwehrbedarfsplan angefertigt, der jetzt ausläuft. Wir müssen dort weitermachen. Wir haben den Rückstau, den wir hatten, wirklich wesentlich aufgeholt. Und da können wir jetzt nicht haltmachen. Wir müssen da einfach weitermachen. Und das setzt voraus, dass man sich mit dieser Feuerwehr identifiziert, mit den Kameradinnen und Kameraden zusammenarbeitet. Wir haben da einen engen Draht, und das muss zwingend fortgesetzt werden.

Andreas Koska: Sie haben ja insgesamt 14 Ortsteile. Ich denke, es ist ausgesprochen schwer, das alles zusammenzuhalten und die Gemeinde als Einheit da stehen zu lassen. Funktioniert das? Oder gibt es da noch Probleme, die bewältigt werden müssen?

Uwe Brückner: Ja, das ist natürlich. Es funktioniert. Wir sind gut zusammengewachsen. Na klar kämpft jeder Ortsteil auch für Fortschritt in seinem Ortsteil. Da gibt es Konkurrenz, keine Frage. Aber es ist uns gelungen, sowohl im Bereich der Investitionen als auch im Bereich der Feuerwehr alle mit im Blick zu haben. Und das sieht man daran, wenn man die letzten Investitionen, die die Gemeinde gemacht hat, sieht. Wir bauen in Reckahn, der drittkleinste Ortsteil, momentan ein Feuerwehrgerätehaus. Wir bauen in Michelsdorf, einen Ortsteil mit 500 Einwohnern, momentan einen Gehweg und eine Regenentwässerung. Wir machen in Nahmitz nachdem Trinkwasser verlegt worden ist, den Gehweg. Wir haben Grebs, ein Ortsteil mit 500 Einwohnern, in dem wir gerade den Dorfanger gestalten. Wir sind in Rädel, einem 500 Einwohner Ort, in dem wir gerade die Hauptstraße machen. Wir planen in Trechwitz, ein 300 Einwohner Ort, ein Feuerwehrgerätehaus. Sie sehen, wir versuchen, das zu streuen, dass jeder Ort etwas bekommt. Ja, aber das geht eben nur step by step. Und ich glaube, wir haben so eine Kultur entwickelt, dass alle es verstehen, dass nicht alles auf einmal geht, auch wenn die Wünsche groß sind. Und das geht nur, wenn, wenn man den Ausgleich sucht. Und natürlich gibt es den großen Ortsteil Lenin mit über 3000 Einwohner, wo letztendlich auch sehr viel investiert werden muss. Und da gibt es aber dem Grunde nach in der Gemeindevertretung Einvernehmen, nach Diskussion.

Andreas Koska: Herr Brückner, danke für das Gespräch und viel Erfolg am 3. März.

Uwe Brückner: Danke schön.

Nicole Näther
Nicole Näther

Digitales Rathaus für die Hosentasche

Nicole Näther kandidiert als Einzelkandidatin in Kloster Lehnin

Nicole Näther ist die einzige Frau unter den sechs für das Bürgermeisteramt in Kloster Lehnin Kandidierenden. Zauche 365 sprach mit ihr über das Warum der Kandidatur und über ihre Ziele für die Gemeinde Kloster Lehnin. Andreas Koska sprach mit der Kandidatin.

Andreas Koska: Frau Näther, Sie arbeiten seit rund 22 Jahren in der Verwaltung der Gemeinde, wieso wollen sie jetzt Bürgermeisterin werden?

Nicole Näther: Weil ich diese tolle Gemeinde mitgestalten möchte, ich würde sie gerne erneuern, mit einem motivierten Team im Rathaus Dinge anschieben und umsetzen, etwas schaffen das bleibt.  Deshalb bin ich auch als Einzelkandidatin angetreten und finanziere alles aus der eigenen Tasche, so bleibe ich unabhängig. Ich kann auf 31 Jahre Berufserfahrung im öffentlichen Dienst zurückblicken. In dieser Zeit war ich in verschiedenen Bereichen wie z. B. Grundstücksangelegenheiten, Tiefbau, Ordnungsamt, Einwohnermelde- und Gewerbeamt, Widerspruchsangelegenheiten tätig.

Andreas Koska: Welche Ziele haben sie?

Nicole Näther: Wichtig ist mir die Gleichberechtigung der Ortsteile. In meinem Flyer habe ich viele Ziele für die einzelnen Orte konkret benannt. So ist mir die umweltfreundliche Infrastruktur wichtig, also ein durchgängiges Radwegenetz mit Anbindung an die Nachbargemeinden. Wünschenswert wäre eine bürgernahe Verwaltung, so z.B. die Öffnung des Bürgerservice an einem Samstag im Monat, damit auch die Berufstätigen, von denen viele Pendler sind, ihre Anliegen vortragen können. Die Transparenz der politischen Entscheidungen ist für mich von elementarer Bedeutung. Alle Unterlagen und Beschlussvorlagen sowie die Protokolle aus den Sitzungen der Gemeindevertretung, den Fachausschüssen und der Ortsbeiräte müssen online über ein anwenderfreundliches System abrufbar sein.

Andreas Koska: Also ein transparentes Rathaus?

Nicole Näther: Ganz genau, ein transparentes und ein digitales Rathaus, eine Art „Rathaus für die Hosentasche“.  Das ist eine speziell entwickelte App, mit der verschiedene Dienstleistungen mit nur wenigen Klicks abgerufen oder zum Teil direkt online erledigt werden. Das Online-Portal ermöglicht den Zugang zum virtuellen Rathaus rund um die Uhr und von jedem Ort aus.

Andreas Koska: Damit würden Sie Vorreiter in der Region sein, was liegt ihnen noch am Herzen?

Nicole Näther: Dazu gehört u. a. die Schaffung von Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche sowie die Weichenstellung zur Einführung eines Kinder- und Jugendparlamentes. Darüber hinaus liegen mir die Reduzierung des Autobahnlärms durch gezielte Lärmschutzmaßnahmen am Herzen und die Errichtung von Photovoltaik auf allen kommunalen Einrichtungen, bei Kitas, Schulen und dem Rathaus. Den Strom können wir selbst erzeugen, das würde schon kurzfristig ein Gewinn für den Klimaschutz und mittelfristig für das Gemeindesäckel bedeuten.

Andreas Koska: Sie sind seit 18 Jahren Ortsvorsteherin in Gollwitz, welche Erfahrungen würden ihnen bei der neuen Herausforderung nützen?

Nicole Näther: Die Grundlage politischer Arbeit ist für mich – neben der Sach- und Fachkompetenz – gegenseitiger Respekt, auch und gerade dann, wenn man unterschiedlicher Meinung ist. Ohne solchen Respekt wird die Politikverdrossenheit weiterwachsen. Wenn jedoch die Verwaltung mit allen politischen Kräften und mit unseren Bürgern zusammenspielt, dann können wir gemeinsam Veränderungen bewirken, von denen viele Menschen profitieren.

Andreas Koska: Danke für das Gespräch

Steffen Dammann
Steffen Dammann

Steffen Dammann tritt für Lärmschutz, Schulcampus und die Stärkung der Vereine ein. Darüber hinaus will er einen „Kloster Lehnin Tag“.

Andreas Koska: Was sind ihre Gründe für eine Kandidatur?

Steffen Dammann: Ich trete an als Kandidat für den Bürgermeisterposten in Kloster Lehnin, weil wir für unsere wunderschöne Gemeinde wieder eine Vision benötigen, einen Masterplan aufstellen müssen mit allen Ortsteilen, wohin wir uns z.B. im Jahre 2030 und später entwickeln wollen! Ich möchte einen Kurswechsel im Führungsstil der Verwaltung durchführen und allen Angestellten der Gemeinde mehr Eigenverantwortung zugestehen.

Andreas Koska: Welche Pläne für die nächste Zukunft haben sie außerdem?

Steffen Dammann: Ich möchte einen „Kloster Lehnin Tag“ ab 2025 etablieren, der alle zwei Jahre in einem anderen Ortsteil stattfindet und auf dem sich alle Vereine, Institutionen und Gruppen, die ansässig im Gemeindegebiet sind, präsentieren können! Dem Ehrenamt eine Stimme und ein Gesicht geben! Alle Ortsteile sollen die gleiche Chance bekommen, sich zu entwickeln! 

Andreas Koska: Was möchte sie noch erreichen?

Steffen Dammann: Ich möchte die Zusammenarbeit und Vernetzung mit Kreis, Land und Bund deutlich verbessern, um hier zum Beispiel im Lärmschutz an der A10 und A2 effektiver voranzukommen, denn Lärm macht krank! Ebenso ein besseres Routing von Umleitungen für Autobahnen mit dem Kreis zusammen abzustimmen, hier schwerpunktmäßig Krahne und Reckahn. Gemeindliche Sportstätten müssen weiterhin den Vereinen der Gemeinde Kloster Lehnin kostenfrei und in dem Rahmen, wie die Vereine sie benötigen, zur Verfügung gestellt werden! Etablierung eines Unternehmerstammtisches, um eine bessere Vernetzung aller Betriebe zu erreichen. Probleme können hier auch gleich von der Verwaltung frühzeitig erkannt werden! Sicherung aller Standorte unserer Kindertagesstätten, die Modernisierung und Ausbau der Gebäude und Räume vorantreiben, um zukunftssicher und effizient zu bleiben. Der Schulcampus muss weiterentwickelt werden und die begonnenen Arbeiten zügig zum Abschluss gebracht werden. Das weitere Einwerben von Fördermitteln für den Schulneubau versteht sich von selbst, und auch hier müssen intensive Gespräche mit den Vertretern des Kreises, des Landes und des Bundes schnellstmöglich erfolgen!

Andreas Koska: Es ist ein reichhaltiges Programm,

Steffen Dammann: Ich denke es gibt noch mehr Themen die zu bearbeiten sind. Das sind aber hier meine Wichtigsten. 

Andreas Koska: Vielen Dank für das Gespräch.

Thomas Michel
Thomas Michel

Moorschutz und Transparenz in der Verwaltung, sind einige seiner Ziele. Thomas Michel tritt für die Grünen an.

Andreas Koska: Seit wann sind Sie in der Gemeinde zuhause?

Thomas Michel: Ich wohne seit 2021 in Kloster Lehnin im Ortsteil Lehnin. In Michelsdorf bin ich im Männerchor aktiv.

Andreas Koska: Was machen sie beruflich?

Thomas Michel: Ich bin ja studierter Diplom-Geograph. Derzeit arbeite ich im Bereich Bauleitplanung in der Stadtverwaltung Brandenburg.

Andreas Koska: Weshalb die Kandidatur, als Grüner sind sie doch eher chancenlos?

Thomas Michel: Primär hat mich zur Kandidatur bewogen, dass ich einen erheblichen

Bedarf an Verbesserung der Demokratie in Kloster Lehnin sehe. Derzeit ist einerseits die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen in den Gremien der Gemeindevertretung relativ anstrengend und nicht barrierearm. Zudem möchte ich der Gemeindevertretung selbst wesentlich mehr Verantwortung für die politische Willensbildung geben. Ich bin ein Bürgermeister für alle, auch weil ich keine Hausmacht in der Gemeindevertretung habe. Allerdings möchte ich mit einer neuen Kultur der Offenheit von Entscheidungsprozessen die Diskussion mit der Bürgerschaft verbessern.Per se hat man als Grüner sicher nur eine Außenseiterchance, weil man gegen den Amtsinhaber antritt. Dennoch erfahre ich bei Gesprächen mit Menschen auf der Straße auch viel Zustimmung. Es gibt schon eine latente Wechselstimmung bei vielen. Diese möchte ich nutzen, um so nah wie möglich an die Stichwahl zu kommen.

Andreas Koska: Falls sie gewählt werden: Welche Ziele und Aufgaben haben sie für die Zukunft?

Thomas Michel: Ich möchte unter anderem das Moorprojekt des Landes als Chance für Lehnin begreifen, um einen deutlichen Beitrag zur Einsparung von CO²-Emissionen zu leisten. Dieses Thema muss aber aus meiner Sicht in Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirten gelöst werden sowie die Spezifik der angrenzenden Ortslagen beachten. Es heißt hier für mich: Nicht allgemeine Ablehnung ist der Weg, sondern, durchaus durch Landesmittel unterstützt, kreative Umsetzungslösungen finden. Kreative Lösungen möchte ich auch für die kommunale Wärmeplanung finden. Hier müssen aber auch alle mitgenommen werden. Das gilt für Wärmeanbieter genauso wie für die Bevölkerung. Da ist die von Herrn Brückner initiierte Wärme-AG eher auf einen Anbieter fokussiert. Ich habe auch weitere Themen wie ÖPNV, KITA, Kultur und Infrastruktur im Programm. Schließlich liegt mir das Thema Baum- und Naturschutz allgemein am Herzen. Als ehemaliger Mitarbeiter der Naturschutzbehörde kenne ich mich da auch ganz gut aus, weshalb man mich in den hiesigen Baumschutzbeirat gewählt hat.

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3 Antworten

  1. Nicole Näther tritt nicht – wie im ursprünglichen Text stand – für die SPD an, sondern als Einzelkandidatin. Hintergrund unseres Irrtums ist, dass Nicole Näther Mitglied der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Brandenburg a.d.H. ist.

  2. Ich wohne seit 40 Jahren hier in kloster lehnin ich bin hier groß geworden ich möchte nirgends wo anders wohnen als ihr in kloster lehnin unserer Bürger Meister hat ihr viel geschafft und ich hoffe das unserer Bürger Meister weiter machen kann er hat viel geschafft was andere hier versaubeutel haben

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