Erntedank bei Fliedners – Menschen mit und ohne Behinderungen feiern in Schmerzke

Schmerzke. Nach pandemiebedingter Pause wurde auf dem Gelände der Fliedners-Werkstätten in Schmerzke wieder ein Erntedankfest begangen. Während im Hohen Fläming zu Füßen der Burg Rabenstein das Kreiserntefest über die Bühne ging war es auf dem Gelände in dem Brandenburger Ortsteil Schmerzke am 17.09.22 mindestens genauso lebendig. Die große Fliedners-Familie ist hier zusammengekommen um ebenfalls für die Ernte zu danken und sich miteinander zu freuen.

 

Fliedners ist ein Teil der Lafim-Diakonie und betreibt unter anderem in Schmerzke und Bad Belzig Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Seit vielen Jahren kommt man am dritten Wochenende im September zusammen.

Wie immer begann auch in diesem Jahr das Erntedankfest mit einem Gottesdienst, da Pfarrer Jens Meiburg verhindert war, gestaltete Diakon Olaf Eggert den Gottesdienst. Über den Teilnehmer hing die von Landfrau Petra Meier aus Golzow gestaltete Erntekrone. Petra Meier nahm an dem Gottesdienst teil. Damit wurde eine symbolische Verbindung zum Kreiserntefest hergestellt, denn in Raben konnte die zweite von den Golzower Landfrauen gestaltete Krone bewundert werden. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Schulorchester des Dom-Gymnasiums aus Brandenburg.

Nach dem Gottesdienst begann ein Unterhaltungsprogramm im Festzelt, Dings und Bums traten auf, es wurde gezaubert und gelacht. Vor dem Zelt konnte an diversen Ständen geschlemmt werden, die Bewohner und Mitarbeiter der vielen Lafim Wohn- und Betriebsstätten wurden zum Kaffee und Kuchen eingeladen.

Wer wollte konnte am Trödelstand kurioses erwerben, wie zum Beispiel ein Sahnekännchen in Gießkannendesign.  „Ich will es nicht“, betonte Hans Dichte aus Golzow, was seine Bekannten erstaunte, denn man kennt ihn als Sahnekännchensammler, der die Flohmärkte nach den kleinen Gefäßen durchstöbert. Kutschfahrten durch Schmerzke wurden angeboten, an der Gärtnerei konnte man unterschiedliche Kartoffelsorten vergleichen und sich über Konsistenz und Geschmack der Knollen informieren. An einigen Ständen wurde für Spenden für Projekte in Äthiopien und Kamerun geworben.

Im Außenbereich ging es sportlich zu. Wer wollte konnte sich im Bogenschießen ausprobieren. Die Teilnehmer am Stiefelweitwurf erhielten kleine Aufmerksamkeiten und auch Dosenwerfen war ein Hit. Leicht verschwitzt konnte man sich dann am aus Brück-Gömnigk angereisten Eiswagen laben.

Den fröhlichen Gesichtern der Besucher merkte man den Spaß an, auch Anwohner aus Schmerzke zählten zu den Besuchern des ausgesprochen gut besuchten Erntefestes. „Ich wohne erst seit Kurzem in Schmerzke und finde das Fest toll“, sagte Bettina Große. 

Das Motto des Erntedankfestes „Bänder der Verbundenheit knüpfen – Teilhabe gestalten“ ist voll aufgegangen, die vielen Besucher aus Nah und Fern zeigten, dass das Miteinander funktionieren kann, das Fest war ein deutlicher Beitrag zum Inklusionsgedanken. 

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