Bald Seniorenpaddeln auf der Plane?

Potsdam-Mittelmark. Bekommen der Hohe Fläming und die Zauche eine neue Touristenattraktion? Gibt es bald Paddelangebote entlang der Plane? Mit dieser überraschenden Idee startete Marko Köhler heute schwungvoll in sein neues Amt als Landrat von Potsdam-Mittelmark.

Marko Köhler
Marko Köhler

Er paddele selbst gern einmal auf der Havel, auf dem Emster Kanal und im Spreewald, wie Köhler in einem Interview für „Fläming 365“ erklärte. Entsprechende Paddelangebote sind auch von kleineren Flüsschen wie der Stepenitz oder dem Rhin bei Rheinsberg bekannt. „Natürlich geht es bei uns nicht so wild zu wie auf diesen beiden Bächen“, sagt Köhler, „aber das muss kein Nachteil sein.“

Die ruhig dahinfließende Plane erlaube es gerade auch älteren Menschen, noch zu paddeln. Natürlich sind Rundkurse wie im Spreewald nicht möglich. Wie an Stepenitz und Rhin müssten die Paddler am Endpunkt wieder abgeholt und zum Ausgangspunkt zurückgebracht werden. Ganz Sportliche sollten aber auch stromaufwärts zurück paddeln können. Durch die gemächliche Fließgeschwindigkeit der Plane könnten die Padler Pflanzen und Tiere an den Ufern in aller Ruhe studieren. Zum Beispiel Biber, Kraniche und Buschwindröschen:

„An die Plane kommen diejenigen, die die Details der Natur lieben. Wer die Herausforderung sucht, findet sicher andere Angebote.“

„Ein klein wenig Spreewaldfeeling könnte es aber doch geben“, vermutet der neue Landrat, nämlich in Golzow. Auf dem Weg entlang der Plane liegen auch zahlreiche Wassermühlen bzw. das, was von ihnen heute noch zu erahnen ist.

Bis es so weit ist, sind allerdings noch einige Hürden zu überwinden. Erst einmal ist zu klären, an welchen Stellen die Plane überhaupt genutzt werden darf, liegt sie doch zu großen Teilen in dem Naturschutz gewidmeten Gebieten. Sie führt zum Beispiel an den Lebensräumen der Großtrappen vorbei.

Doch auf den über 61 Kilometern der Plane sollten sich geeignete Abschnitte ausmachen lassen, hofft Landrat Köhler. Sollte sich die Plane als zu flach erweisen, wäre immer noch Stand-Up-Paddling oder Wassertreten möglich. Aber auch dann müssten noch interessierte Anbieter gefunden werden. Noch sind also viele Fragen offen, aber die Idee ist in der Welt. Marko Köhler ist überzeugt:

„Wir sollten es uns mal genauer ansehen.“

Das komplette Interview mit weiteren Vorhaben kannst du HIER lesen.

(Artikelfoto: Probepaddeln auf der Plane)

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