Brück: Jubiläums- und Abschiedstour “Titanen der Rennbahn” ist in der Vorbereitung

Brück. Die Titanen der Rennbahn feiern in diesem Jahr ihr 20 jähriges Jubiläum. Das nahmen die Veranstalter zum Anlass, zur Pressekonferenz, die genau am Gründungstag stattfand, nicht nur einen Ausblick auf das Spektakel im Juni zu geben, sondern auch auf besondere Erlebnisse zurück zu schauen. Auch wenn in den Worten von Thomas Haseloff und seinen Mitstreitern ein bisschen Wehmut mitschwingt. Denn die Veranstaltung wird in dieser Form ein letztes Mal stattfinden. Da wird beim großen Umzug am Samstagabend nicht nur bei den Organisatoren selbst, sondern auch bei den Besuchern sicher manche Träne fließen.  Alle sollten sich also mit Taschentüchern eindecken.

Aber die Titanen wären nicht die Titanen, wenn sie sich nicht jedes Mal wieder etwas Neues einfallen lassen würden. Einen kleinen Vorgeschmack gab es für die Pressevertreter, als ein Traktor mit einer besonderen Konstruktion in die Arena einfuhr. „Eine Brücke ist es nicht“, so Thomas Haseloff schmunzelnd. Natürlich wurde alles aufgeklärt, als Pferde und Reiter über das Konstrukt liefen, was sich als Wippe entpuppte. Eine kleine Herausforderung für Pferde und Reiter und besonders für die Gespanne. Ungewöhnlich und zugleich erfreulich, das auch für diese letzte Veranstaltung im gewohnten Format noch einmal neue Sponsoren gewonnen werden konnten.

Neben Neuem wird es auch Altbewährtes zu sehen geben. So gibt es auch diesmal die großen Mehrspänner zu sehen. Und natürlich viele spannende Wettkämpfe. Die Veranstaltungen verteilen sich, auch zum Wohl der Tiere, diesmal auf vier Tage. Sie starten am Donnerstag mit der Fohlenschau. Dabei bekommen die Brücker Unterstützung von einem Zuchtverband aus Bayern. Nicht ungewöhnlich, haben sich die Titanen doch weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Die Wettkampftage beginnen jeweils um 10 Uhr mit einer großen Eröffnungsparade. So haben die Gäste die Möglichkeit, wenigstens einmal alle Beteiligten zu sehen. Das ist während den Rennen und Wettkämpfen kaum möglich. Tradition ist und bleibt die Eröffnungsparty mir der Na-und-Band. Diese gaben auf der Pressekonferenz schon ihren musikalischen Einstand. Zudem wird es an allen drei Tagen eine Tombola geben. Zu gewinnen gibt es wie jedes Jahr ein Fohlen aus der Brücker Zucht.

Was klein begann, hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem ausgewachsenen Spektakel für Pferdefreunde gemausert. Das zeigt sich nicht zuletzt darin, dass auch Teilnehmer aus anderen europäischen Ländern am Start sind. Anfangs sah es nach einer kleinen lokalen Veranstaltung aus. Selbst der damalige Landrat Lothar Koch war skeptisch. „Das wird nie was“, war er der Meinung. Und wurde eines Besseren belehrt.

Ab 2007 begannen die Veranstalter, verschiedene Themen zu gestalten und später jedes Jahr unter ein bestimmtes Motto zu stellen. Einige dieser Themen werden die Besucher in diesem Jahr wieder sehen. Die Highlights der vergangenen 20 Jahre herauszupicken fällt schwer. Jedes Jahr war für sich ein Erlebnis. Aber herausstechend sind wohl die beiden Trecks. Der erste führte von Brügge in Belgien zurück nach Brück, wo der Tross pünktlich zu Veranstaltungsbeginn eintraf. Der zweite legte einige tausend Kilometer von Brück nach Weliki Nowgorod in Sibirien zurück. Einer der Planwagen blieb als Geschenk vor Ort. Die Tour war auch für alle Teilnehmer ein sehr emotionales Erlebnis. „Viele der Menschen, denen wir begegnet sind, haben vor Freude geweint, weil Deutsche wieder in Frieden kommen“, erzählt Thomas Haseloff gerührt. Die Menschen dort sehen die Pferde als Zeichen des Friedens. Alles ist nachzulesen auf der Internetseite der Titanen http://www.titanenderrennbahn.de .

Die Veranstaltung findet vom 23. bis zum 26. Juni statt, nach bisherigen Kenntnisstand unter 3 G Regeln. Alle hoffen, dass es so bleibt, denn pandemiebedingt wurde das Jubiläum bereits zweimal verschoben.

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