Borkwalde. Die Gemeindevertretung der Waldgemeinde Borkwalde hat das Kreuzberger Büro „Plan Faktur“ in der Sitzung am 25. Februar 2026 damit beauftragt, den Flächennutzungsplan fortzuführen.
Eine Mitarbeiterin stellte die bisher erarbeiteten Planungen vor, die aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahl ein Entwicklungspotenzial von 1,6 ha vorsehen. Sie machte auch klar, dass es in dem Bereich um die ehemalige Gärtnerei Stiehler keine Fortentwicklung geben wird, der Bereich bleibt Wochenendwohnen vorbehalten. Allerdings wird es auch weiterhin überall Bestandschutz geben.
Die Neubearbeitung wurde notwendig, da die Gemeinsamen Landesplanungsabteilung, die Forstbehörde und der Landkreises Potsdam-Mittelmark der ersten Ausarbeitung ihre Zustimmung versagt haben. Wie die Amtsverwaltung mitteilt, muss auch ein Artenschutz berücksichtigt werden, da die Daten nach fünf Jahren nicht mehr herangezogen werden dürfen. Ebenso sind der Landschaftsplan und der Umweltbericht, beide aus dem Jahr 2018, nicht mehr verwendbar und müssen neu vorgelegt werden.
Schon im Jahr 2020 beschloss die Gemeindevertretung die Erarbeitung einer zweiten Version, das Büro war auch tätig.
„Durch die Teilnahme der Planer an Arbeitsberatungen, Gemeindevertretersitzungen und Abstimmungsterminen mit übergeordneten Behörden in den vergangenen Jahren sowie die Erstellung von Arbeitsfassungen zum Flächennutzungsplan für die Abstimmungstermine wurden beauftragte Mittel teilweise ausgeschöpft. Aktuell stehen noch Mittel in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung“, teilte die Verwaltung den Abgeordneten mit.
Im in der selben Sitzung beschlossenen Haushalt sind jetzt 16.000 Euro eingeplant, entsprechend eines neuen Angebots. Die Abrechnung soll nach dem tatsächlichen Aufwand erfolgen und die genannte Summe das Maximum sein.
Am 18. März 2026 will das Planungsbüro gemeinsam mit dem Amt die Planungen in einer Einwohnerversammlung vorstellen.
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Ein Kommentar
Gab es jetzt am 18. März diese Einwohnerversammlung? Eine transparente Erklärung zu diesem Prozess und den aktuellen Stand wäre sicherlich hilfreich, diesen gefühlten 180 Grad Schwenk bei den Zielen des FNP zu erklären.
Ich verfolge die Diskussionen um den FNP seit der erste Entwurf ausgelegt wurde. Vornehmliches Ziel war damals, u.a den Fleckenteppich in Alt-Borkwalde zu beseitigen und auch hier eine gesteuerte Entwicklung zu ermöglichen.
Der aktuelle Entwurf (falls das beigefügte Photo diesen darstellt), zeigt aber gerade den Fleckenteppich, also scheinbar mehr oder weniger eine Abbildung des status quo.
Im zugehörigen Artikel in der MAZ ist spezifisch von „Splittersiedlungen“ die Rede, aber kein Wort wird darauf verwendet, den Zustand im Sinne einer Entwicklung zu verändern. Begründet wird das alles mit eine mysteriösen übergeordneten Landesentwicklungsplanung.
Erstaunlich, dass für die Erstellung der aktuellen Version so lange gebraucht wurde und sicherlich einiges an Gemeindegeld verwendet wurde.
Insgesamt wirkt dieser Prozess von aussen auf Basis der spärlichen Informationen zu Hintergründen wenig durchdacht und erratisch. Ist denn eine Information der Bürger geplant? Oder fand sie am 18. März statt und es gibt ein Protokoll mit Detailinformationen dazu?