Feuerwehr Werder unterstützt Hilfseinsatz in Ahrweiler

Werder (Havel). Vier Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau aus der Stadt Werder (Havel) werden am morgigen Mittwochabend zu einem Katastrophen-Hilfseinsatz nach Rheinland-Pfalz aufbrechen. Die Werderander Stützpunktfeuerwehr wird damit Mitglieder der Brandschutzeinheit des Landkreises Potsdam-Mittelmark im Landkreis Ahrweiler unterstützen. Dort hat das Hochwasser besonders schlimm gewütet.

Die Unterstützung war von der Landesregierung in Rheinland-Pfalz angefragt worden, sagt Kreisbrandmeister Jens Heinze. 125 Feuerwehrleute aus Potsdam-Mittelmark werden sich insgesamt an dem Hilfseinsatz beteiligen. Ihr Konvoi mit 28 Fahrzeugen werde sich am Mittwochabend vom Feuerwehtechnischen Zentrum in Beelitz-Heilstätten aus in Bewegung setzen.

Ziel ist der Nürburgring, wo die Hilfseinsätze in den betroffenen Ahrweiler-Regionen koordiniert werden. Der Einsatzzeitraum vor Ort beträgt rund 48 Stunden. Es gehe unter anderem darum, an gefährdeten Dämmen oder Gebäuden die Lage zu erkunden, Aufräumarbeiten zu unterstützen und wichtige Infrastrukturen wieder herzurichten, so Kreisbrandmeister Heinze.

„Aus Werder sind Feuerwehrleute aus den Ortswehren Werder, Glindow, Plessow und Töplitz beteiligt“, so Stadtwehrführer Sebastian Schenk. Sie werden mit einem geländegängigen  Löschgruppenfahrzeug aus Plötzin ins Katastrophengebiet fahren, das unter anderem mit einem Notstromaggregat und zwei Tauchpumpen ausgestattet ist. Zu den besonderen „Einsatzmitteln“ gehören Powerriegel, die von Edeka-Schneider gesponsert wurden.

Werders Bürgermeisterin Manuela Saß betont, dass die Unterstützungsbereitschaft bei den Freiwilligen Feuerwehren der Stadt noch weit über die Hilfe hinausgegangen sei, die jetzt geleistet wird:

„Einmal mehr können wir in dieser für Deutschland außergewöhnlichen Lage sehr stolz auf unsere Feuerwehrleute sein.“

Die Bürgermeisterin weiter:

„Diese Aktion außerhalb des eigentlichen Einsatzgebietes wird genauso in die Werderaner Feuerwehrgeschichte eingehen wie die Oderflut oder die Elbeflut, wo unsere Kameraden ebenfalls wertvolle Unterstützung geleistet haben.“

Die Stadt werde zudem ein kommunales Hilfsprojekt zum Wiederaufbau im Katastrophengebiet initiieren.

(Pressemitteilung der Stadt Werder (Havel) | Henry Klix | Artikelfoto: Feuerwehrgerätewart Heiko Zemlin vor dem Plötziner Löschfahrzeug mit der Tauchpumpe und dem Generator (links), die bei dem Einsatz eine besondere Rolle spielen dürften (c) hkx)

Aufrufe: 58