20. Mai Weltbienentag

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Borkwalde. Die Fotogruppe Blende 8 aus Borkwalde hat sich zum Weltbienentag diesem wunderbaren Lebewesen gewidmet und es fotografiert.

Der Weltbienentag wird seit dem Jahr 2018 am 20. Mai begangen. An diesem Tag wurde 1734 der Pionier der modernen Imkerei Anton Janša geboren. Er war ein slowenischer Hofimkermeister bei der Kaiserin Maria Theresia, Leiter und Dozent der Schule zur Förderung der Bienenzucht sowie Verfasser zahlreicher Monografien über Bienenzucht und Imkerei.

Imker bei der Arbeit (c) Jürgen Schaldach
Imker bei der Arbeit (c) Jürgen Schaldach

Umgangssprachlich wird der Begriff Biene meist auf eine einzelne Art, die Westliche Honigbiene, reduziert, die wegen ihrer Bedeutung als staatenbildender Honigproduzent, aber auch wegen ihrer Wehrhaftigkeit besondere Aufmerksamkeit erfährt. Dabei handelt es sich bei den Bienen um eine recht große Gruppe von Insekten mit sehr unterschiedlichen Arten. (Wikipedia)

Bienen sind fleißige Helfer des Menschen: Sie bestäuben die Blüten der Pfanzen, dass wir reichlich Früchte ernten können und liefern uns Honig. 80 Prozent der Blütenbestäubungen werden von den Bienen gemacht. Und dafür unternimmt jede Biene ca. 4.000 Bestäubungsflüge in ihrem Leben.

In Europa gibt es etwa 1300 verschiedene Bienen-Arten und in Deutschland rd. 560. Die meisten der Wildbienen leben jedoch – anders als die Honigbiene – einzeln und nicht in Staaten. Bienen (z.B. auch Hummeln) gehören übrigens zu den ältesten Lebewesen überhaupt. Sie leben vermutlich schon seit 100 Millionen Jahren auf der Erde!

Hummeln sind auch nützliche Bestäuber (c) Dieter Jechow
Hummeln sind auch nützliche Bestäuber (c) Dieter Jechow

Jedes Bienenvolk hat nur eine Königin, die einen ganz speziellen Duft ausströmt, der dazu beiträgt, dass sich ein Bienenstaat bildet und zusammenhält. Sie ist mit 18 bis 22 Millimeter größer als alle anderen Bienen im Stock und wird mit fünf bis sieben Jahren auch deutlich älter. Sie kann als Einzige Eier legen und ist somit die “Mutter” aller Bienen innerhalb eines Staates.

Eine Arbeitsbiene ist mit 11 bis 18 mm kleiner als die Königin. Sie wird im Sommer nur sechs Wochen alt, schlüpft sie im Herbst, kann sie auch überwintern (sog. Winterbienen). Dann lebt sie bis zu neun Monate. Die Arbeiterinnen sind die unfruchtbaren Bienen-Weibchen, deren gesamtes Leben aus Arbeit besteht (z.B. Fütterung der Larven und der Königin, Bau der Bienenwaben, Wächterin für die Verteidigung des Bienenstocks, Sammlerin von Nektar, Pollen und Wasser und Honigproduzentin). Bis zu 40.000 von ihnen können in einem Staat leben. Die Flugweite der Arbeiterin beträgt bis zu 3 km. Für ein Glas Honig (500 Gramm) fliegen Bienen eine Strecke von ca. 120.000 Kilometer, was drei Erdumrundungen entspricht. Eine Biene fliegt täglich 7 bis 15 mal aus. Abhängig von Ergiebigkeit und Entfernung beträgt die Ausflugsdauer jeweils 25 bis 45 Minuten. Der Zwischenaufenthalt im Stock dauert 5 Minuten. Die Fluggeschwindigkeit beträgt 20 bis 25 km/h. (vgl. auch Länderinstitut für Bienenkunde, Hohen Neuendorf)

Und die männlichen Bienen, die Drohnen, haben nur einen Lebenszweck: Begattung der Königin. Nach der Paarung sterben sie. Eine Königin braucht dazu ca. 15 bis 20 Drohnen.

Bereits seit einigen Jahren ist ein allgemeiner Rückgang der Insekten zu beobachten. Seit kurzem ist der Insektenschwund wissenschaftlich erwiesen und auch das Bienensterben ist in aller Munde. Dieses ist zum einen auf die Varroa-Milbe, einen Parasiten, der weltweit Bienenstöcke ausrottet und zum anderen auf die Amerikanische Faulbrut zurückzuführen. Wegen der großflächigen Monokulturen in der industrialisierten Landwirtschaft sind die Imker zum Wandern mit ihren Völkern gezwungen, was die schnelle Verbreitung des Parasiten begünstigt. Mittlerweile wurden zum Glück Wirkstoffe zur Bekämpfung dieser Krankheiten entdeckt. Nur die Imker müssen die Krankheit im Frühstadium erkennen, damit man sie bekämpfen kann.

Ein Glück, dass jeder Gartenbesitzer mit insektenfreundlichen Beeten, aber auch jeder Balkongärtner mit bienenfreundlichen Balkonblumen aktiv etwas für die Bienen tun kann! Die bienenfreundlichen Pflanzen sind in nahezu jeder Pflanzengruppe zu finden, sei es unter den Stauden und Gehölzen, den Nutzpflanzen oder den einjährigen Sommerblumen. Sie zeichnen sich durch einen hohen Nektar- und/oder Pollengehalt aus und besitzen Blüten, die weit geöffnet, ungefüllt und somit für die Insekten gut erreichbar sind.

Biene in den Kirschblüten (c) Eca Loth
Biene in den Kirschblüten (c) Eca Loth

Und dann können wir die Bienen mit Nisthilfen unterstützen. Für den Bau solcher Nisthilfen gehört nicht viel. Tolle Tipps dazu bietet z.B. der NABU und für Kinder und Jugendliche der NAJU auf seinen Webseiten.

Und der Knüller zum Schluss: Dass Hunde exzellent beim Aufspüren von Sprengstoff und Drogen sind, ist ja bekannt. Doch nun haben Wissenschaftler gezeigt, dass auch Bienen den besseren Riecher dafür besitzen. Gegenüber dem klassischen Spürhund, dessen Ausbildung Jahre dauert und der nach 20 Minuten Arbeit eine Pause braucht, punkten sie mit längerer Einsatzdauer, höherer Empfindlichkeit, schnellerer Konditionierung und geringeren Kosten.

Also tun wir etwas für die Bienen und uns!       

„Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr. (Albert Einstein)

(Artikelfoto: Biene (c) Peter Wolf)

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