Arbeiten am Beelitzer Skater-Park schreiten voran

Beelitz. Die jüngere Generation in Beelitz hat bald einen Grund mehr, nach der Schule nochmal vor die Tür zu gehen: Mit Skateboard, Longboard oder anderen Formen „rollender Bretter“ können Kinder und Jugendliche ab dem Spätsommer Kunststücke üben und ihre Freunde mit tollkühnen Tricks beeindrucken – und das auf einer professionellen Anlage, die immer wieder neue Herausforderungen bietet. Im Frühjahr ist mit dem Bau des neuen Skaterparks am Fuße des Wasserturms, unmittelbar hinter dem Gymnasiums-Gelände, begonnen worden.

Die Bodenarbeiten sind mittlerweile schon gut vorangeschritten, auch die Zuwegung von der Karl-Liebknecht-Straße aus nimmt Form an. Im Juli werden voraussichtlich die ersten Elemente installiert. Die Tief-, Garten- und Landschaftsbauarbeiten hat die Beelitzer Firma Schielicke übernommen, für den Bau der Skateanlage selbst wurde die Firma X-Move aus Stockstadt am Main beauftragt.

„Im Moment wird die Winkelschutzwand installiert“, berichtet Michel Weber vom zuständigen Berliner Planungsbüro SWUP:

„Die Wand soll eine Abgrenzung der Anlage zur Bahnstrecke hin schaffen und kann dann auch als Fläche für Graffiti-Künstler genutzt werden.“

Stadtverwaltung und Planer haben von Anfang an vor allem die künftigen Nutzer im Fokus gehabt – und sie bei der Konzeption der Anlage auch gleich miteingebunden. So wurden an den Schulen Projektwerkstätten veranstaltet, bei denen angehende und schon routinierte Skater ihre Vorstellungen äußern konnten. „Die Kinder und Jugendlichen finden ihre Ideen wieder, so entsteht neben insgesamt sieben Skate-Elementen wie Quarterpipe, Pool und anderen Schikanen zum Beispiel auch eine sogenannte Lümmelbank, die wie ein überdimensioniertes Board aussieht“, so Planer Weber.

„Ich bin sehr froh und auch ein bisschen stolz, dass wir hier ein Projekt umsetzen, das ausdrücklich für den Nachwuchs in unserer Stadt gedacht ist und dabei nichts mit Kita oder Schule zu tun hat“, erklärt Bürgermeister Bernhard Knuth:

„Bei allen Investitionen, welche wir zurzeit im Vorfeld der Landesgartenschau 2022 oder in der Verkehrsinfrastruktur sowie in vielen weiteren Bereichen umsetzen, dürfen auch die Bedürfnisse der jüngeren Beelitzer nicht vergessen werden.“

Dass die Stadt dafür Fördermittel einsetzen kann, sei ein echter Glücksfall.

Insgesamt gut sechs Millionen Euro kann Beelitz mit Geld aus dem Bundesprogramm „Zukunft Stadtgrün“ rund um den Wasserturm einsetzen. Auf dem rund neun Hektar großen Gelände zwischen Bahntrasse und Karl-Liebknecht-Straße entsteht neben dem Trendsportbereich, der außer den Skater-Elementen auch drei Bodentrampoline vorsieht, in einem zweiten Bauabschnitt auch ein neues Freibad mit natürlicher Wasseraufbereitung. Das in Form eines Naturbadesees aber trotzdem mit Beton angelegte Bad soll das derzeitige Freibad an der Nieplitz ersetzen, das dringend saniert werden müsste. Die Kosten dafür wären aufgrund des hohen Grundwasserspiegels aber nicht überschaubar.

Das Schwimmbad wird neben einem Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich auch einen Sprungfelsen und eine Hangrutsche bekommen. Großzügige Freiflächen unterhalb der Böschung und eine weitläufige Liegewiese werden gemeinsam mit den Schwimmbecken in der Senke integriert. Das Bad kann auch für das Schulschwimmen genutzt werden. Derzeit werden die Planungen noch abgestimmt. In einem dritten Bauabschnitt soll dann der eigentliche Parkbereich rund um den Wasserturm aufgewertet werden. Unter anderem sind Walkingstrecken mit Trimm-Dich-Stationen geplant.

Skater-Park Beelitz, Beelitz

(Thomas Lähns)

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