Neuendorf: Turmzier des Kirchturms wurde befüllt und aufgesetzt

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Neuendorf. Turmzier des Kirchturms wurde am 3.4.20 befüllt und aufgesetzt. Ministerpräsident Woidke und Bischof Stäblein sehen es als Zeichen der Hoffnung und wollen nach der Coronazeit nach Neuendorf bei Brück kommen.

Turmzier, Kirche NeuendorfEs war für mich ein einmaliger Augenblick, als allein segnender Pfarrer neben der Kirchturmspitze auf dem Gerüst zu stehen und zu wissen, dass der unsichtbare Gott über mir und die unsichtbare Gemeinde um mich ist. Unter großer virtueller Anteilnahme brachte der Metallbaukünstler Müller die Kugel und die Wetterfahne oben auf dem Kirchturm an.

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Turmzier, Kirche Neuendorf
Im Talar auf der Kirchturmspitze

Vorher waren zwei Kartuschen aus Zink in die Kugel gepackt worden. Ihr Inhalt: die Zeitung und Kirchenzeitung des Tages sowie ein geschichtlicher Abriss von Neuendorf sowie ein Gedicht über die Gegenwart. Das das Ganze als Telefonkonferenz stattfand, machte die erhebene Veranstaltung zu einer einmaligen Erfahrung. Als alter Dachdecker konnte ich nicht widerstehen, selbst bis auf die Spitze zu klettern und das wunderbare Stück zu berühren. Der preußische Talar war dabei nicht förderlich.

Landesbischof Christian Stäblein, ließ es sich nicht nehmen, persönlich per Telko bei diesem “historischen Moment” dabei zu sein. Er betonte, dass es “keinen besseren Zeitpunkt zum jubeln und jauchzen gibt als in diesem Moment als es eigentlich nichts zu jubeln gab”. So legte er den Tagespsalm aus der da heißt:

“Wohl dem Volk das jauchzen kann.”

Er betonte, dass jeder Kirchturm zu aller Zeit sagt:

“Wohl dem Volk, das diesem Gott glaubt, der den Tod besiegt hat und uns sein Licht schenkt.”.

Bischof Stäblein findet das Konzept der Eselpilgerlichtkirche “spannend, toll und geistreich” und will nach Neuendorf kommen, wenn es die Umstände wieder zulassen.

In einem kurz vor der Einweihung aufgezeichneten Grußwort freute sich Ministerpräsident Woidke, dass das “Gemeindeleben trotz Corona weitergeht. Die Neuendorfer haben bewiesen, dass der “Sinn für Gemeinschaft nicht verloren gegangen ist”. Woidke sieht die feierliche Turmzieraufsetzung als “großes Zeichen der Hoffnung auf bessere Zeiten”. Auch er möchte nach Neuendorf kommen und mit der Gemeinde Gottesdienst feiern.

(Geistliches Wort Bischof Stäblein; Grußwort Ministerpräsident Woidke und Aufsetzen der Turmzier der Kirche zu Neuendorf)

 

Hier können Sie den Auszug aus der Chronik der Geschcihte Neuendorfs …

Corona-Pandemiegedanken

Gestern war 2020 der 31. März,
unsere Welt voller Schmerz
Das Virus, welches sich Corona nennt,
fast jedes Land auf dem Erdball kennt.
Gefährlich wie es sich verbreite,
schiebt es andere Probleme jetzt bei Seite.
Die Bevölkerung ist verdrossen,
bald alle Geschäfte haben geschlossen.

Auf dem ganzen Globus herrscht diese Pest,
in Asien, Afrika, Amerika und auch im Rest.
Heruntergefahren ist jetzt die ganze Erde,
Vorerkrankte und Ältere besonders gefährdet.
Ältere erinnern sich an den Krieg,
damals gab´s nur Leid, keinen Sieg!
Sie haben ums Überleben gekämpft,
heute gehört der Virus eingedämmt.

Vor allem den Unentbehrlichen des Landes sei Dank,
Ärzte, Krankenschwestern, Polizisten und Angestellte der Bank.
Apotheker, Supermarktangestellte machen jetzt einen ganz wichtigen Job,
den Zivildienern und den Lieferdiensten ein großes Lob!
Und was sonst noch alles offen bleibt:
Drogerien, Tankstellen und die Post,
ohne sie wäre nicht viel los.

Weiter bleiben bestehen Notfalldienste und der öffentliche Verkehr,
die Straßen sind fast gänzlich leer.
Kein Mensch sträube sich und bleibe stur,
wichtig ist jetzt die Wartung der Infrastruktur.
Mein Appell an alle: Bitte bleibt zuhause!
Für manch einem vielleicht eine angenehme Pause.
Auf uns warten nicht ganz einfache Zeiten,
das Virus soll sich nicht weiter verbreiten.
Es dauert vielleicht Wochen oder auch monatelang,
auf das Ende kann man nur hoffen bang.

Doch es wird kommen das Ende der Epidemie,
das Virus bekämpft vom großen Genie.

Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist

Freunde werden wir endlich wieder sehen,
gemeinsam auf die Straße gehen.
Wie Brüder und Schwestern werden wir uns umarmen,
die Reichen und auch die Armen.
Wir werden uns alle drücken, miteinander lachen,
keiner wird mehr etwas alleine zuhause machen.
Es wird sein voller Elan, Glück und Fröhlichkeit,
das Erhabenste aller Zeit.

(Kerstin Schumann)

(Helmut Kautz / Pfarrer von Brück)

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