Tourismusbranche bangt um die Zukunft – Neue Ideen helfen beim Überleben

Amt Brück. Am heutigen Dienstag bleibt das Wohnstubenrestaurant von Daniela und Jens Beiler geschlossen. Beiler hilft in Brandenburg/H., wo er im Dojo von Peter Pflock in der Schillerstraße kochen wird.  “Wir kochen mit Pflocki in Brandenburg an der Havel für Menschen, die nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen.”, sagt Beiler. Sein Restaurant Zickengang im Golzow öffnet normalerweise erst am Abend die Türen, seit das nicht mehr möglich ist, kochte er jeden Tag mehrere Mittags- und Abendgerichte, die bei ihm bestellt und dann zum Mitnehmen abgeholt werden können. Die aktuelle Speisekarte wird täglich auf Facebook veröffentlicht. “Es ist eine Möglichkeit die schwere Zeit zu überbrücken”, sagt Beiler.

Er ist ebenso Mitglied im Tourismusverein Zauche -Fläming (TZF) wie Uwe Borgmann aus Brück. Der Besitzer des Restaurants Stadtmitte hatte seine schon eingekauften Vorräte an bedürftige Menschen verschenkt, als ihm klar geworden ist, dass er sie selbst nicht mehr verwerten kann. Borgmanns Restaurant  gehört zu denen, der wie auch der Linther Hof in Linthe oder das Fliegerheim in Borkheide geschlossen sind.

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Ferienhaus Mühlenblick, Cammer
Ferienhaus Mühlenblick in Cammer

Auch die Ferienhaus und -wohnungsbesitzer mussten die Buchungen stornieren, soweit es sich nicht um Handwerker und Geschäftsreisende handelt. “Schon jetzt sind alle Buchungen bis Ende Mai storniert und ebenfalls habe ich schon Stornos für August erhalten, erfreulicherweise haben einige Gäste auf das kommende Jahr  umgebucht”, sieht Ferienhausbesitzer und TZF-Vorsitzender Andreas Koska immerhin einen Silberstreif am Horizont.

“Wir würden uns wünschen, dass jetzt viele Essens- und Übernachtungsgutscheine verschenken und dadurch die Existenz unserer für die Region wichtigen Branche sichern”, hofft Koska.

(ako)

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