Eltern werden entlastet: Stadt verzichtet auf Elternbeiträge für die Zeit der Notbetreuung

Stadt Beelitz. Was gestern noch unter Vorbehalt angekündigt wurde, wird jetzt so gemacht: Die Stadt Beelitz will Eltern, die ihre Kinder zurzeit nicht in den städtischen Kitas betreuen lassen können, die Elternbeiträge für den Zeitraum der Notbetreuung erlassen. „Falls nötig, werden wir einen Beschlussantrag an die Stadtverordneten stellen. Ich gehe aber davon aus, dass die Fraktionen in dem Punkt hinter uns stehen“, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. Er sehe die Stadt in der Pflicht, ihren Teil zur Unterstützung der Bevölkerung beizutragen.

Bereits gestern hat der Bürgermeister angeordnet, dass bis auf weiteres generell keine Elternbeiträge durch die Stadt eingezogen werden. Das heißt, dass ab der nächsten fälligen Zahlung Anfang April auch kein Geld von den Konten der Eltern abgebucht wird. Erst wenn der reguläre Betrieb in den Tagesstätten wieder aufgenommen werden kann, werden auch wieder Elternbeiträge fällig. Die dann noch ausstehenden Zahlungen für jene Eltern, die derzeit die Notbetreuung in Anspruch nehmen dürfen, werden nachberechnet. Und bereits getätigte Zahlungen für die zweite März-Hälfte werden verrechnet.

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„Es geht darum, ein Signal der Verbundenheit zu setzen, aber auch darum, die Haushalte in Anbetracht der derzeitigen Situation spürbar zu entlasten“, so der Bürgermeister weiter. Bei den Eltern hatte die Ankündigung gestern bereits für eine Welle der Erleichterung gesorgt, viele haben deutlich gemacht, dass ein solcher Schritt sehr hilfreich wäre.

Zugleich unterstreicht der Bürgermeister, dass Familien, die durch die derzeitige Krise in Not geraten, sich jederzeit an die Stadtverwaltung wenden und um Unterstützung, auch finanziell, bitten können:

„Ich denke vor allem an Alleinerziehende, die wegen der Betreuung ihrer Kinder nicht oder nur eingeschränkt arbeiten können, oder an Familien, die auf soziale Hilfen angewiesen sind, die sich eventuell verzögern.“

Für solche Fälle gibt es den Beelitzer „Kinderhilfsfonds“, der bei Bedarf auch aufgestockt werden kann.

(Thomas Lähns)

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