Ergänzende Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus in Kloster Lehnin

Kloster Lehnin. In einer Besprechung unterrichtete Bürgermeister Uwe Brückner heute die Mitarbeiter/innen über weitere Maßnahmen zur Vermeidung des Ansteckungsrisikos. Es werde das Mögliche unternommen, um die Arbeitsfähigkeit der Gemeindeverwaltung zu erhalten und auf die Interessen der Mitarbeiter/innen einzugehen, betont Brückner.

Notfallpläne werden erarbeitet sowie Homeoffice geprüft etwa bei Schwangeren und Bediensteten, die zu zweit in einem Büro sitzen. Dazu soll neue Technik beschafft werden.

Das Minusstundenkonto könnte nach Vorstellungen der Dienststelle vorübergehend von derzeit acht auf 120 ausgeweitet bzw. es können Überstunden abgebaut werden. Ferner wäre es denkbar, dass Mitarbeiter/innen flexibler arbeiten können (z. B. abends bis 20 Uhr oder bereits ab 6 Uhr bzw. auch auf Samstag ausweichen). Urlaubsanträge werden zügig genehmigt. Möglich ist auch eine unbezahlte Freistellung.

Brückner:

„Wir versuchen alles, dass unsere Mitarbeiter ihre Kinder gut betreuen können und ihre Familien die Epidemie bestmöglich überstehen.“

Die Bibliothek wird mit sofortiger Wirkung geschlossen. Die Bücher können in einer Box vor dem Rathaus zurückgegeben werden oder vorerst beim Ausleiher verbleiben – Gebühren wegen nicht eingehaltener Fristen entfallen für die Schließungszeit. Neue Ausleihen sind derzeit nur digital möglich.

Diskutiert wird eine Allgemeinverfügung für das Verbot von Treffen an bestimmten Plätzen (z. B. am Lehniner Busbahnhof). Über die Durchführung von Sitzungen der kommunalpolitischen Gremien wird voraussichtlich morgen im Kreis der Hauptverwaltungsbeamten beim Landrat eine Abstimmung erfolgen.

Versäumen Bürgerinnen und Bürger jetzt Fristen, weil die Sprechzeiten im Rathaus entfallen, werden in der Regel keine Ordnungswidrigkeiten verfolgt. In zeitlich dringenden Fällen kann nach vorheriger Terminabsprache das Rathaus betreten werden. Hierzu sind Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, um einen unmittelbaren Kontakt von Besuchern und Mitarbeitern zu vermeiden.

Die Tagesbetreuungseinrichtungen werden ab Mittwoch grundsätzlich geschlossen. Im Bedarfsfall werden alle Einrichtungen bis Freitag zur Verfügung stehen. In jedem Fall ist eine Notbetreuung der Kinder deren Eltern, zur Aufrechterhaltung von medizinischer Versorgung, Verwaltung und kritischer Infrastruktur dringend benötigt werden, gewährleistet. Wie viele Plätze benötigt werden, soll am Dienstag nach dem Rücklauf der Elternanträge feststehen. Um die Zeit der Schließzeiten zu nutzen, sind u.a. Renovierungsarbeiten geplant.

Für jene Eltern, die keinen Anspruch auf einen Platz in einer Notfallkita haben, hofft die Gemeinde, dass sie sich mit ihrem Arbeitgeber über flexible Arbeitszeitmodelle einigen, die es ermöglichen, die Kinder zu Hause zu betreuen, denn die Corona-Krise kann nur bewältigt werden, wenn es zur Solidarität und gegenseitiger Rücksichtnahme aller Beteiligten kommt. Sie wird indes spürbare Einschränkungen mit sich bringen.

Die Gemeinde Kloster sagt ihre Veranstaltungen und Weiterbildungen ab, unabhängig davon wieviel Besucher erwartet werden. Kommunale Veranstaltungsräume stehen in diesem Zeitraum nicht mehr zur Verfügung.

Für Betreuungsfragen hat die Gemeinde Kloster Lehnin für die Eltern die Hotline 03382 7307-55 eingerichtet, die bis Dienstag, 17.03., von 08:00 bis 12:00 Uhr sowie 14:00 bis 16:00 Uhr eingerichtet ist. Zudem können die Fragen auch per E-Mail geschickt werden an notfall@kloster-lehnin.net.

Viele Anfragen konnten schon im Vorfeld durch Veröffentlichungen auf Facebook und der Gemeinde-Homepage beantwortet werden. Was nicht telefonisch geklärt werden konnte, wurde an den zuständigen Sachbearbeiter mit der Bitte um schnelle Beantwortung weitergeleitet. Die Betroffenen bekommen eine Rückantwort.

Unverzichtbare Verwaltungsangelegenheiten können nach Terminabsprache unter 033 82/ 730 791 oder per E-Mail zentrale@lehnin.de erledigt werden.

(Pressemitteilung der Gemeinde Kloster Lehnin)

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