Dorf- und Reitfest in Salzbrunn

Salzbrunn. Dutzende Reiter, die mit prächtigen Pferden durch den Ort ziehen und sich in Wettkämpfen messen, Musik, Leckereien und jede Menge Spaß für Kinder – all das gibt es am Pfingstsonntag in Salzbrunn. Der kleine Beelitzer Ortsteil, der mit seinem Gemeindeteil Birkhorst nur 170 Einwohner zählt, läuft beim jährlichen Reit- und Dorffest wieder zur Höchstform auf.

Sechs Wochen lang haben Reiter aus dem Ort und der Umgebung immer Sonntags mit ihren Pferden geübt. „Seit nunmehr 28 Jahren beginnt immer nach Ostern für uns die Vorbereitungszeit“, sagt Ortsvorsteherin Jutta Bellin. Geprobt werden ganze Choreografien mit den Pferden wie die Quadrille. Außerdem finden auch traditionelle Wettkämpfe wie das „Hahnenschlagen“ statt. Dabei muss ein Holzhahn, der an einem Galgen an einem Gewinde hängt, im Vorbeireiten mit der Hand so lange zum Drehen gebracht werden, bis er herunterfällt.

Programm des Dorf- und Reitfestes

Ab 11 Uhr gibt es einen Frühschoppen mit Blasmusik am Dorfgemeinschaftshaus (Am Salzbrunnen 12) zu selbstgemachter Erbsensuppe und Gegrilltem.

Dorf- und Reitfest,Salzbrunn, Sophie Marie Höhne
Dorf- und Reitfest Salzbrunn (Foto: Sophie Marie Höhne)

Um 13.30 Uhr beginnt der Einzug der Reiter durch das Dorf bis zum Reitplatz am Ortsausgang, danach können die Besucher die weit über einstündige Show genießen. Im Anschluss darf sich jeder, der sich traut, auch einmal selbst auf eines der Pferde setzen – vor allem natürlich die Kinder. Am Nachmittag gibt es zudem für die kleinen Besucher Spiele wie Strohsackweitwurf oder Fußball-Speed-Schießen, eine Mal- und Bastelecke wird eingerichtet und man kann auf Strohballen klettern.

Geschichte von Salzbrunn

In die Geschichte des Ortes können die Besucher überdies in der Heimatstube eintauchen – und anhand der Exponate die Entwicklung Salzbrunns nachverfolgen: Von den Versuchen, im 16. Jahrhundert Salz aus einer Quelle in den Wiesen zu fördern (der Ort kann von Wanderern auch besichtigt werden), über die Gründung der beiden Dörfer durch König Friedrich II. bis hin zur heutigen Zeit. Außerdem gibt es eine neue Ausstellung des hier ansässigen Malers José Nuevo: Der gebürtige Spanier, der vor fast 20 Jahren von Berlin aus hier her gezogen ist, hat die Häuser des Dorfes gemalt, insgesamt 40 Bilder sind zu bestaunen. „Ich möchte damit diesem Ort, der uns so toll aufgenommen hat, etwas zurückgeben“, sagt Nuevo.

(Text: Thomas Lähns / Bilder: Sophie Marie Höhne)

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