Petition bei change.org: Gifteinsatz in Brandenburgs Wäldern verhindern

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Borkheide, Borkwalde, Fichtenwalde. Zauche 365 erreichte folgender offener Brief zu einer Petition, die bis zu dieser Veröffentlichung bereits 5.735 Menschen unterschrieben haben:

Liebe Freunde,

heute melden wir uns mit einem sehr dringenden Appell an Euch. Wir brauchen jede erdenkliche Hilfe, um den geplanten Gifteinsatz in Brandenburgs Wäldern zu verhindern

  • Bitte unterzeichnet die Petition bei change.org und leitet sie weiter. Ihr helft damit, rund 8000 ha Wald vor hochtoxischen Insektiziden zu bewahren. 

https://www.change.org/p/kein-gift-in-brandenburgs-wäldern?recruiter=39373260&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=share_email_responsive&utm_term=dfe81a99b9fa4ccab8330b3293e94902&recruited_by_id=2124dfa0-490d-0130-bc09-00221964dac8

Die Forstbehörden in Brandenburg planen einen umfangreichen Insektizid-Einsatz u.a. in den Wäldern rund um die Gemeinden Fichtenwalde, Borkwalde und Borkheide. Vom 29. April bis ca. Mitte Juni 2019 soll großflächig via Hubschrauber das hochgiftige „Karate Forst flüssig“ auf einer Fläche von sage und schreibe ca. 8.000 ha versprüht werden.

Bereits 2014 hat das BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Braunschweig) „Karate Forst flüssig“ für den Einsatz im Forst generell verboten. Wieso wird jetzt dieses hochgiftige Totalinsektizid durch die Brandenburger Forstverwaltung wieder eingesetzt?

Und was soll geschehen, wenn in ein paar Jahren das vom Gifteinsatz geschwächte Ökosystem wieder von Schädlingen befallen wird? Die Behörden bleiben die Antworten schuldig. Stattdessen wurde versucht, die Insektizid-Maßnahme an der Öffentlichkeit vorbei durchzuführen und damit Tatsachen zu schaffen.

Nun muss innerhalb kürzester Zeit Widerstand organisiert werden. Denn bereits Anfang Mai dürfte die Forstbehörde mit erteilter Genehmigung mit dem Versprühen des Giftes beginnen.

Was können wir konkret tun?  

  • Petition unterschreiben und weiterleiten
  • Öffentlichkeit herstellen/ Medienleute aufmerksam machen
  • Voraussichtlich am 26.4. wird eine Demo im Wald stattfinden. Bitte merkt Euch diesen Termin schon vor. Nähere Infos folgen bald.
  • Beschwert Euch in einem Schreiben beim Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB)

Vielen Dank und bis bald hoffentlich bei der Demo!

Eure Lebis

Hier für alle Interessierten die Hintergrundinformationen:

 Zu den Argumenten der Forstbehörde, der erwartete Nonnenbefall sei nur auf die geplante Weise zu stoppen, bezog der Wissenschaftler und Bodenökologe Dr. Hans-Holger Liste Stellung. Er bezeichnete die Schilderung der Behörden als Angstszenario. Insekten und Pilze seien nicht die Ursache für das Sterben von Bäumen. Sie erledigten letztlich die Naturaufgabe, tote und geschwächte Bäume zu beseitigen. Den starken Nonnenbefall sieht er als Symptom für eine Fehlentwicklung. Als Hauptursache für solche Massenvermehrungen gelten die Kiefern-Monokulturen, dieser Punkt wird auch von Seiten der Behörden bestätigt.

Wer indes gegen die Nonne Chemikalien anwendet, bekämpft daher nur Symptome, nicht die Ursachen, sagt der Experte Dr. Liste. Er warnt davor, „Karate Forst flüssig“ einzusetzen, das auch andere Insekten tötet, den Vögeln die Nahrungsgrundlage nimmt und die Gegenspieler der Nonne gleich mit erledigt.

Sein eindringlicher Appell in deutlichen Worten: „Wenn wir dem Insektensterben nichts entgegensetzen, geht das Ökosystem flöten und wir mit ihm. Der Einsatz von Pestiziden beschleunigt das. Wir brauchen ökologisch intakte Wälder, keinen toxikologisch verkackten Wald. Daran sollten wir gemeinsam arbeiten.“

(Quelle: http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Beelitz/Hitzige-Debatte-ueber-geplanten-Insektizid-Einsatz-in-Waeldern-bei-Beelitz)

Waldbesitzer Karl Tempel, der seit Jahren an einer ökologisch sinnvollen Umforstung des Waldes arbeitet, stellt sich ebenfalls entschieden gegen den Gifteinsatz.

(Quelle: http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Beelitz/Landesforstbetrieb-will-Waldschaedlinge-aus-der-Luft-bekaempfen-ein-Waldbesitzer-wehrt-sich-dagegen)

Er weist auf die streng geschützten Tierarten hin, die von der Vergiftung bedroht sind: Zum Beispiel rote Waldameisen. Auch Tagschmetterlinge, Spinnen, Kleinvögel, Blindschleichen und Waldeidechsen leben in den Wäldern.

Welche Auswirkungen hat das Gift auf diese Lebewesen? Wie kann es sein, dass die Behörden ohne Zustimmung der Waldbesitzer „Karate Forst flüssig“ einsetzen wollen?

Karl Tempel fordert Antworten auf dringliche Fragen:

  • Wie verantworten die Behörden in Brandenburg – in Zeiten massiven Insektensterbens – den Einsatz eines solch hochgiftigen Stoffes in der freien Natur?
  • Wie wollen die Behörden sicherstellen, dass Bienenvölker nicht von diesem Gift beeinträchtigt werden?
  • Welchen Sinn macht es, einerseits ein „Insektenschutzprogramm“ aufzustellen und dann in den Brandenburger Wäldern Insektizide zu versprühen?

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