Die “Titanen der Rennbahn 2018” in 99 Fotos

Am letzten Wochenende maßen sich zum 17. Mal die Titanen der Rennbahn in den unterschiedlichsten Kategorien. Hier einige Eindrücke davon:

Das stärkste Kaltblut Brandenburgs

Das stärkste Kaltblut 2018 in der schweren Klasse kommt aus Brandenburg und gehört Jens Fangerow. Sein Kaltblut „Hannes“ absolvierte die entscheidende Übung in 63,82 Sekunden. Dazu mussten die Pferde einen Zugschlitten mit einem Gewicht von 1000 kg über die Ziellinie ziehen. Zum Vergleich – bei einem vorherigen Wettbewerb wurden bei 1200 kg 4 Pferde vorgespannt. Das Besondere und auch Anstrengende bei der Sache – nach etwa 30 Metern mussten die Pferde für 5 Sekunden anhalten, um dann noch einmal anzuziehen. Die Anstrengungen waren den Kaltblütern anzusehen. Deutlich sichtbar, wie tief sie mit den Hinterbeinen in die Knie gingen, um den schweren Schlitten wieder in Gang zu bringen. Nicht alle schafften es bis zur Ziellinie. Das beeindruckte auch die Zuschauer. Zu ihnen gehörte Michael Riedel aus Lützen in Sachsen-Anhalt. Selbst Hobbylandwirt, bewunderte auch er die Stärke der Tiere. Und war auch nicht zum ersten Mal in Brück zu Gast. Michael Riedel erinnert sich gut an die Anfangszeiten des Titanenrennens. Da gab es noch keine überdachten Tribünen, man stand den ganzen Tag in der brütenden Sonne oder auch im strömenden Regen. Auch das Glück war ihm bereits hold. Im Jahr 2006 kaufte er ein einziges Los und das war ausgerechnet der Hauptgewinn – ein Pferd. 8 Jahre war dieses bei Riedels zu Hause, aber es war ein sehr forsches Tier. Deshalb tauschte Michael Riedel es bei den Gebrüdern Haseloff, den Züchtern und Sponsoren des Preises, wieder gegen ein etwas Ruhigeres ein.

Großes Schaubild “Wein, Weib und Gesang” bei den “Titanen der Rennbahn”

Beeindruckend war das große Schaubild zum Hauptthema diesen Jahres „Wein, Weib und Gesang“. Die liebevoll geschmückten Wagen aus den verschiedensten Weinregionen Europas präsentierten sich und ihre Erzeugnisse, mitunter auch mit Kostproben für die Zuschauer. Ein besonderes Pferd zog den spanischen Weinwagen, nämlich Elisabeth von Brück. Vor sechs Jahren in Brück geboren, kehrte die Stute nun an ihren Geburtsort zurück. Auch die neu gegossene und geweihte Glocke der Rottstocker Kirche wurde noch einmal in der Arena präsentiert. Diese geht demnächst mit Pfarrer Helmut Kautz, den Titanen und vielen Unterstützern im Treck auf die Reise nach Waliki Nowgorod. Der Kaltblut Zucht- und Sportverein Brück e.V. startet im Juli 2018 seine Friedenstour mit einem Planwagen-Treck von Brück in Brandenburg über Polen, Kaliningrad, Litauen, Lettland, Estland nach Weliki Nowgorod in Russland. Dort wird die Glocke als Zeichen des Friedens an den dortigen Kreml übergeben.

Jungstuten und Formationsfahrt

„Eine Herde wilder Pferde“, das kennen viele vielleicht noch als alten Schlager. In der Titanenarena wurde das Lied Wirklichkeit, denn die Jungstuten machten auf der Rennbahn ihrem Namen alle Ehre. Ein wunderbares Spektakel, ebenso das Verfolgungsrennen. Aber alle warteten gespannt auf den Höhepunkt des Sonntags, die Quadrille mit 100 Gespannen. Eigentlich war es keine Quadrille sondern ein Formationsfahren. Im Innenbereich formierten sich die Wagen zu Mühlenflügeln, die schließlich anfingen, sich zu drehen, während andere auf der Rennbahn mit und gegen den Uhrzeigersinn sozusagen den Wind spielten. Ein derart großes Formationsfahren gab es noch nie, also gibt es den ersten Weltrekord in Brück. Da kann man nur gespannt sein, wie die Veranstalter dieses im nächsten Jahr noch toppen wollen.

Text: Eva Loth
Fotos: Andreas Trunschke

Einen weiteren Bericht finden Sie in der “Märkischen Allgemeinen”:

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