Golzow – Königsberg – Hammerdamm – Lucksfleiß – Plane – Golzow

Ostermontag war es warm, die Sonne schien, also nichts wie raus. Wir entschieden uns für eine Wanderung bei Golzow. Es wurde eine schöne Wanderung, allerdings mit viel Rätselraten.

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Amtshaus Golzow
Amtshaus Golzow (frühere Aufnahme)

Das fing schon am Golzower Amtshaus von 1717 an, dem ersten Landratsamt des Zaucheschen Kreises. Die Wanderroute 2 nach Lucksfließ ist zwar in der aufgestellten Karte zu sehen, aber wir konnten nirgends einen weiteren Hinweis auf die Route entdecken. Der Plan selbst ist leider nicht so detailliert, dass sich der Weg von allein erschließen würde. Aber irgendwie fanden wir doch den Weg an der Alten Brennerei vorbei nach Königsberg und von dort Richtung Lucksfleiß.

Golzow
Ausschnitt aus der Wanderkarte am Amtshaus in Golzow

Auf der Straße nach Lucksfleiß gab es zwar keinen gesonderten Wanderweg, aber auf der Straße konnte man auch ganz gut laufen. In der ganzen Zeit begegneten uns lediglich zwei Autos. Bei Hammerdamm trafen wir auf einen Fuchs, den wir unmittelbar an der Straße aufschreckten und der in weiten Sprüngen über das Feld davon rannte. Das Vorwerk Hammerdamm war um 1800 mit Raseneisensteinen errichtet worden. 1937 erwarb der Mannesmann-Industrielle Wilhelm Zangen vom Golzower Grafen von Yorck das Anwesen und ließ sich einen Jagd- und Wochenendsitz in eine Scheune einbauen. Nach dem Krieg wurde Zangen enteignet. Enkel Stefan erwarb nach 1990 einen Teil des denkmalgeschützten Vorwerks und hat den Sitz des Großvaters saniert.

Auch in Lucksfleiß entdeckten wir kein Wanderschild oder Wanderzeichen. Auf Anraten einiger Anwohner wichen wir jedoch von der eigentlichen Route 2 ab. Der Weg soll wohl ziemlich moderig sein. Wir bogen hinter Lucksfleiß und später am Waldrand nach rechts ab. Im Wald führte uns der Weg nach links bis wir wieder auf einen festeren Weg stießen, auf dem wir bald die Plane überquerten.

Schließlich gelangten wir nach Golzow zum Sportplatz und von dort zurück zum Amtsgebäude. Alles ohne Hinweisschilder. Wenn man erst einmal den Ausgangspunkt gefunden hat, ist es nicht wirklich schwierig. Touristenfreundlich ist es aber auch nicht. Trotzdem, wir haben die Ruhe und die Sonne genossen und über uns die drei Sprünge Rehe gefreut, denen wir unterwegs begegneten.

 

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