Osterfeuer in Trechwitz: Das Kolosseum brannte

Das Osterfeuer in Trechwitz war wieder das beeindruckendste Osterfeuer der Zauche und wohl auch des ganzen Landes Brandenburg. Von der schlechten Wetterprognose und dem Dauernieseln am ganzen Tag ließen sich deshalb nur wenige abschrecken. Auf dem riesigen Parkplatz hinter dem Reitplatz in Trechwitz waren schnell alle Plätze belegt. An den Imbißbuden standen lange Schlangen. Dass hier seit 1996 spektakuläre Bauten in Brand gesetzt werden hat sich offenbar herumgesprochen. In diesem Jahr hatte sich der veranstaltende Freizeit- und Jugendverein Trechwitz (FJV Trechwitz) um Vereinschef Sebastian Gaidecka (36 Jahre) für das Kolosseum entschieden.

Die nicht gekommen waren, dürfen sich ärgern. Der Boden war trotz des Regens erstaunlich trocken. Und pünklich zum Osterfeuer hörte der Nieselregen sogar ganz auf. Nach dem Suchen der Ostereier und den Gladiatorenkämpfen im Kolosseum wurde kurz nach 19 Uhr der Holzbau in Brand gesetzt. Seine Grundfläche betrug immerhin 16 mal 5 Meter und die Höhe 8 Meter.

Die Flammen zündelten schnell durch die ganze Konstruktion aus 640 Kubikmeter Holz. In die Zwischenräume war Reisig als Brandbeschleuniger gestopft worden. Nach und nach rückten die Zuschauer von der Umgrenzung ab. Die Hitze vertrieb nicht nur sie, sondern ließ auch das Wasser aus der umliegenden Erde verdampfen.

Ein tolles Spektakel bei freiem Eintritt. Vielen Dank an den FJV Trechwitz und all die anderen Organisatoren von Osterfeuern. Bitte nicht die Laune durch die neuen Gebühren verderben lassen. Das lohnt sich nicht.

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