Der Borkwalder Künstler Jömi ist ein Multitalent

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„Am liebsten male ich große Bilder in Kinderzimmern und baue ungewöhnliche Baumspielhäuser.“

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Jömi ist ein vielseitiger Künstler. Er beherrscht fast alle Materialien, Techniken und Formate. Seine Werke trifft man in Wohnungen, in Filmen und im öffentlichen Raum. Bei manchem Blogbuster hat er an der Dekoration mitgearbeitet. Wer seine Filmdekorationen sieht, die er nur privat zeigen darf, hält ihn für einen Zauberer und zweifelt immer wieder: Echt oder Jömi?

SPARGELFRESSER

Er lässt neues Holz stilecht altern, zaubert Straßenpflaster auf Gummimatten, Fliesen und Marmor auf kahle Wände. Auf dem Beelitzer Spargelfest kann man mitten im festlichen Umzug seinen riesigen Spargelfresser bewundern. Unterhalb des Baumwipfelpfades in Beelitz-Heilstätten begeistern sich die Kinder an seiner fantasievollen Ausgestaltung des Spielplatzes. Jahrelang gestaltete er die Dekoration in den großen Spargelhöfen der Region. Man trifft ihn auf Kunstmessen und Kunstmärkten, zuletzt auf dem Kunstmarkt in Beelitz. In Werder gibt es ein großes, zwölf Meter langes Fassadengemälde von Jömi sowie einen bemalten Wickelraum. Dort findet sich auch ein Selbstporträt des Künstlers als Maulwurf und als Kuh. Seine markante rote Brille ist nicht zu übersehen.

Tempelwald, Borkwalde, Jömi
Tempelwald bei Borkwalde: Jömi hat die Tierillustrationen für die Schilder gemalt

Der heute in Borkwalde lebende Künstler heißt mit bürgerlichem Namen Jörg-Michael Knuth und hat ursprünglich Schaufensterdekorateur gelernt. Im Berlin der 60er Jahre gestaltete er zum Beispiel Schaufenster mit Comics oder mit lebensgroßen James-Bond-Figuren aus. Handgemalt, versteht sich. Später lernte er außerdem Raumausstatter. Anfang der 70er Jahre ist er einer der ersten, der auf Wandmalereien statt auf Tapeten und Stoffe setzt. „Ich wollte die Kunst in die Wohnungen bringen“, sagt er heute dazu. Seine erste große Arbeit sind frivole Darstellungen, mit denen er ein ganzes Berliner Etablissiment dekoriert. Natürlich hat er einige Jahre davor auch Tapetenmuster gezeichnet. Das hatte er an der Tapetenfachschule in Kassel studiert: „Aber irgendwann hatte ich keine Lust mehr darauf.“ Längere Zeit lang verlegte er sich auf Intarsien. In filigraner Arbeit legte er großflächig kleinste Hölzchen zu ebenen Flächen mit Mustern und Bildern zusammen.

Jömi, Kunst- und Handwerkermarkt, Beelitz
Beim Malen auf dem Kunst- und Handwerkermarkt in Beelitz

Sein Talent hat der im Mai 1948 in Berlin geborene Knuth von seiner Urgroßmutter aus Anklam geerbt, die selbst „total realistische“ Bilder malte. Diesem Genre fühlt sich auch Jömi verbunden. Sein Krokodil mit dem Schmetterling oder sein Elefant sind kaum von Fotografien zu unterscheiden. Auf die Frage, warum er ein Foto so abmalt, dass es wie ein Foto aussieht, gibt er heute noch dieselbe Antwort wie als Dreizehnjähriger:

„Weil ich es kann.“

Es geht ihm jedoch nicht um die bloße Wiedergabe, sondern um den ungewöhnlichen Ausschnitt. Seine Kunst versteht Jömi als Handwerk plus Fantasie plus Kreativität.

Jömi, Krokodil mit Schmetterling
Krokodil mit Schmetterling

An dem so echt wirkenden Krokodil mit Schmetterling hat er ein Jahr lang gemalt, Pinselstrich über Pinselstrich, nicht ununterbrochen, aber kontinuierlich immer wieder. „Wer kann das bezahlen?“, fragt er sich mitunter selbst. Schließlich muss ein Künstler nicht nur leben, sondern auch Leinwände, Pinsel, Farben und andere Materialien bezahlen. Da kann ein Pinsel schon mal locker über einhundert Euro kosten. Für spezielle Effekte braucht man sehr speziell Farben, was auch nicht gerade preiswert ist. Heute arbeitet er am liebsten mit Acryl, aber „auch mit Wandfarben und Zement kann man tolle Dinge machen.“ Jömi probiert alles aus, „was man flüssig machen kann.“

Jömi, Baumhaus
Baumhaus

Reich geworden ist Jömi mit seiner Kunst bisher nicht:

„Ich habe jedes Jahr die Gelegenheit, etwas ganz Tolles zu machen, aber für große Sprünge reicht es nicht.“

Es geht ihm wie wohl den meisten Künstlern, die nicht nur in der Kunst, sondern auch finanziell einzelne Spitzen und große Täler durchleben. Dabei versteht er sich vor allem als Auftragskünstler:

„Ich mag es, Aufträge mit ganz speziellen Vorstellungen zu einhundert Prozent umzusetzen.“

Sein Lieblingsspruch stammt von Nelson Mandela:

„Es erscheint immer unmöglich, bis man es gemacht hat.“

Der Künstler lässt sich nicht auf bestimmte Stile und Materialien festsetzen. Neben der akribischen Wiedergabe naturalistischer Details liebt er die spielerische Verfremdung. Ein Vogel sichert sich mit einem Fallschirm ab, der Schmetterling ist ein Drachenflieger, die Fische haben Ruder.

Gefragt, was er am liebsten gestaltet, muss Jömi nicht lange nachdenken: „Kinderzimmer, Baumspielhäuser, Außenfassaden.“ Mir fällt es leicht, mich in andere, vor allem in Kinder hineinzuversetzen. Sein absoluter Traum wäre es, einmal eine Kita oder eine Schule „bemalen“ zu können.

Kontakt:

0160 – 5709382
joemi.knuth@gmail.com

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