Amtsgebäude Brück

Brück: Zweiter Fluchtweg am Amtshaus im Gespräch – Aufzug kommt nicht

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Brück. Einen Aufzug im Brücker Amtshaus wird es wohl weiterhin nicht geben, dafür soll spätestens in drei Jahren am Giebel eine Fluchttreppe angebaut werden. Damit wird ein zweiter Rettungsweg errichtet.

Schon Ende des Jahres 2024 ergab eine Brandverhütungsschau, dass es bei einem Brand zu Problemen kommen könnte, da ein zweiter Rettungsweg fehlt.

„Die Anforderung an den zweiten Rettungsweg, wenn dieser über Rettungsgeräte der Feuerwehr führt, muss bei Fenstern ein Maß von 0.90m x 1,20.m entsprechen und jederzeit zugänglich sein. Entsprechende Anleiterstellen müssen frei von Bewuchs gehalten und jederzeit zugänglich sein. Aus Sicht der Bandschutzdienststelle empfiehlt sich die Kennzeichnung durch entsprechende Sicherheitszeichen von innen für die Mitarbeiter und von außen für die Feuerwehr. Jede Nutzungseinheit muss gemäß Brandenburgischer Bauordnung (BbgBO) über zwei voneinander unabhängige Rettungswege verfügen, welche jederzeit begehbar sind. Vorliegend ist dies nicht gegeben“, war die eindeutige Feststellung.

Man befürchtet laut Bericht, dass nicht alle im Haus anwesenden Personen gerettet werden können. „Gemäß der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr muss davon ausgegangen werden, dass das Hubrettungsgerät initial das 2. OG (rechter Schenkel) anleitert und maximal ein weiterer Trupp der Feuerwehr für das Aufstellen tragbarer Leitern zur Verfügung steht. Unter Beachtung der Rettungsrate, welche Alarmierungs-, Anfahrts-, Rüst- und Rettungszeit betrachtet kann pro Rettungsgerät der Feuerwehr eine Maximalpersonenanzahl von zwölf gemäß schutzzielorientierter Zeit realisiert werden!“, und damit nicht alle dort arbeitende Personen sowie Besucher.

So sollte laut der dem Finanzausschuss am 8. Juni 2026 zur Beratung vorliegenden Vorlage im Jahr 2028 rund 24.000 Euro für die Planungsleistungen bereitgestellt werden. Um dann im Folgejahr, weitere 270.000 Euro für den Bau bereit zu halten. Die Treppe sollte am Giebel in Richtung der Apotheke errichtet werden. Die Kostenschätzung hat das Planungsbüro Addit Ingenieurbüro erstellt.

In der Begründung der Vorlage wird auf den schon lange vom Amtsausschuss gewünschten Aufzug eingegangen.

Aus Sicht der Verwaltung ist der Einbau nicht notwendig. Die Kosten, vom selben Planungsbüro ermittelt, würden wohl 523.000 Euro betragen. „Etwaige Beratungsleistungen können in einem im Erdgeschoss neu geschaffenen Beratungsraum angeboten und durchgeführt werden. Die Räumlichkeiten im Erdgeschoss sind barrierefrei zugänglich“, meint man. Allerdings will man die Eingangstür umbauen. Es wird eine manuell-automatische Türöffnung für körperlich eingeschränkte Personen eingebaut. Der Beratungsraum konnte entstehen, da der Amtsdirektor ins Dachgeschiss gezogen ist, in die Räume die ehemals vom Abwasserzweckverband (AZV) genutzt worden sind. Dieser ist in das Brücker Bahnhofsgebäude gezogen.

Zum ersten Mal sollte schon in der Sitzung des Amtsausschusses im Februar 2026 über den zweiten Fluchtweg beraten werden. Eine Entscheidung wurde damals vertagt. Und auch am 6. Juni 2026 blieb es dabei. Als Begründung wurde die nicht eindeutige Empfehlung der Brandschutzdienststelle des Landkreises genannt, da im Protokoll nur empfohlen und nicht gefordert wird. Die Kosten sollen noch einmal geprüft werden, da sie zu hoch erscheinen. „Ich halte die Kostenschätzung für viel zu hoch“, sagte der Finanzausschussvorsitzende Matthias Baitz. Amtsdirektor Mathias Ryll sieht es noch entspannt. „Die Kosten für den Fluchtweg wären erst für den Haushalt 28/29 vorgesehen, der wird erst im kommenden Jahr aufgestellt, bis dahin können wir noch versuchen die Kosten zu senken“, sagte Ryll und verwies darauf, dass das Haus so abgenommen worden ist und die Bauordnung den jetzigen Zustand zulässt.

Die nächste Brandschutzschau wird turnusgemäß erst im Jahr 2029 stattfinden, bis dahin könnte die Treppe am Giebel angebracht sein. „Dass der zweiter Fluchtweg realisiert werden muss, ist im Ausschuss unstrittig“, sagte der Vorsitzende Matthias Baitz.

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