Werder (Havel), Bockwindmühle Werder (Havel) © Björn Stelley

Werders Bockwindmühle kann sich wieder drehen

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Werder. Werders Bockwindmühle auf der historischen Inselstadt ist in den vergangenen Wochen aufwendig in Schuss gebracht worden. Pünktlich zum bevorstehenden Mühlenfest kann sich die Mühle einerseits wieder um sich selbst drehen. Andererseits sind auch die Holzflügel wieder drehbar und haben ihren ersten Testlauf erfolgreich bestanden.

Im Rahmen der Reparatur wurde die Treppe neu hergestellt, das Mühlensteert bearbeitet und gestrichen, der Hausbaum wurde neu befestigt und zwölf neue Krühpfähle eingesetzt, die maßgeblich für das Drehen der gesamten Mühle verantwortlich sind. Außerdem wurde die Drehplatte neu geschmiert. Dafür musste die Mühle um 15 Zentimeter angehoben werden, was bei einem Gewicht von 40 Tonnen eine kleine Herausforderung darstellt.

Nach dem Mühlenfest im August folgen noch Arbeiten an der Bremse der Flügel sowie an der Mechanik am Steert – dem Auslegerbaum, mit dessen Hilfe die Mühle in den Wind gedreht werden kann. So soll das Drehen optimiert werden. Insgesamt belaufen sich die Reparaturkosten auf etwa 18.000 Euro. Durchgeführt wurden die Arbeiten von der Zimmerei Ulrich Blümner aus Sachsen-Anhalt.

Im Dezember 1973 war der Originalbau der Bockwindmühle bei einem Brand zerstört worden. Der Wiederaufbau war aufgrund schwerer Beschädigungen unmöglich. Engagierten Werderanern – die sich mit dem Verlust nicht abfinden wollten – und der damaligen Stadtverwaltung gelang es, 1985 eine gleichartige und bis auf die Flügel recht gut erhaltene Mühle in Klossa bei Jessen aufzuspüren und für 6000 DDR-Mark zu kaufen. Die Einweihung der neuen alten Mühle wurde 1991 gefeiert und im August 1993 drehten sich beim 1. Mühlenfest erstmals wieder ihre Flügel.

Die Mühle soll sich künftig nicht nur zum Mühlenfest drehen, sondern alle ein bis zwei Wochen. So soll Werders Wahrzeichen in Schwung bleiben.

(Stadt Werder (Havel) | Artikelfoto: Bockwindmühle Werder (Havel) © Björn Stelley)

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