Cammer: Photovoltaik für Golzow und Borkheide – Potenzialanalyse vorgestellt

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Cammer. Auf den Feuerwehrgerätehäusern in Golzow und Borkheide könnten bald PV-Anlagen installiert werden und sich lohnen. Zumindest empfiehlt und sagt es eine Potenzialanalyse der soNah-Servicestelle.

Die Servicestelle ist ein gemeinsames Projekt der LAG Havelland und der LAG Fläming-Havel. Ihre Aufgabe ist es, für kommunale Träger auszuloten, ob und wo eine PV-Anlage Sinn machen könnte. Die Kommunen konnten die dafür geeignet erscheinenden Objekte melden. Bislang hat die Servicestelle 52 Dächer und drei Deponie untersucht.

Im Amt Brück wurden unter anderen das Sportplatzgebäude in Linthe, die Oberschule in Brück, die Kita in Golzow sowie die Feuerwehrgerätehäuser in Borkheide und Golzow gemeldet.

Patrick Pahlke erklärt die Potenzialanalyse

Projektleiter Patrick Pahlke stellte nun die Ergebnisse dem Brücker Amtsausschuss bei der Sitzung am 29. Juni 2026 im Gemeindehaus Cammer vor.

Borkheide

Pahlke sah entsprechende Potenziale auf den Dächern der beiden Feuerwehrgerätehäuser. In Borkheide empfahl er eine Anlage auf dem Dach des Sozialgebäudes. Sie hätte eine Größe von 18 kwp, dabei würde der Eigenbedarf 47 Prozent der Leistung verbrauchen, ein 12 kw/h Speicher wurde ebenfalls empfohlen. Durch die Anlage würde man jährlich rund 2.300 Euro sparen, und sie würde sich nach 18 Jahren amortisieren. Die Kosten für das Vorhaben lägen bei etwa 36.000 Euro.

Golzow

In Golzow wäre die Anlage etwas größer und teurer. 41.000 Euro für eine installierte Leistung von 23,5 kwp und einen 10 kw/h Speicher. Ersparnis 2.600 Euro jährlich und eine Amortisation nach 19 Jahren. „Wenn man hier den Antennenbetreiber auf dem Turm als Partner gewänne, würde es sich wesentlich schneller amortisieren“, sagte Pahlke, der auch vorschlug, die Heizung auf Wärmepumpe umzustellen und diese durch den gewonnenen Strom zu betreiben, dann nach seinen Worten sogar mit einer Amortisation von elf Jahren. Damit stimmte er der Aussage des Brücker Abgeordneten Michael Klenke zu, der die angegebenen Amortisationszeiten für zu hoch hielt.

Insgesamt fand die Analyse ein großes Interesse des Gremiums und befeuerte die Phantasie. Planebruchs Bürgermeister könnte sich vorstellen, damit auch die Straßenlaternen zu betreiben. Jens Mahlow aus Golzow überlegte, ob man andere kommunale Gebäude, wie Schule oder Kita mit dem produzierten Strom versorgen kann und Brücks Bürgermeister Matthias Schimanowski glaubt gar, dass dieser Strom im Notfall helfen kann. „Beim Netzausfall könnte man so die Akkus laden“, so seine Idee. Hier dämpfte Pahlke zu große Erwartungen, denn vieles bedarf der Genehmigung des örtlichen Big-Players eon.Edis und ist nicht ganz einfach.

Für die beiden vorgeschlagenen Objekte hat soNah Steckbriefe erstellt, die die gesammelten Empfehlungen enthalten.
„Sie sollten das noch dieses Jahr angehen“, gab er den Kommunalpolitikern mit auf den Weg, denn die gesetzlichen Bestimmungen könnten sich bald ändern.

(Artikelfoto: Feuerwehrgerätehaus Golzow: Hier ist eine PV-Anlage möglich)

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