Farm-to-Table, Waldraum, Borkheide , Von Hand, Glindow

Borkheide, Glindow: Vom Feld auf den Tisch – „Von Hand“ und „Waldraumcafé“ begeistern mit Natur und Finesse

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Borkheide, Glindow. Was ist zuerst da, das Rezept oder die Zutaten? Richtig spannend wird es, wenn der Ausgang nicht der Kühlschrank, sondern das Feld ist. Genau damit begeisterten Sonja und Jim Reifferscheid (Von Hand in Glindow) und die Geschwister Franziska Schwitalla-De Jonge und Johannes Schwitalla (Waldraum in Borkheide) am Samstagabend Akteurinnen und Akteure der Region. Es ist der Start in ein ambitioniertes Farm-to-Table-Projekt (Vom Feld auf den Tisch), von dem sich jede und jeder inspirieren lassen kann.

Mit Farm-to-Table ist die Idee gemeint, Lebensmittel direkt vom Erzeuger ohne Zwischenhändler auf den Tisch zu bringen. Sei es zu Hause oder im Restaurant. Die Lebensmittel sind regional, saisonal und nachhaltig, sie sind frisch, von hoher Qualität und ihre Herkunft ist transparent.

Farm-to-Table, Waldraum, Borkheide , Von Hand, Glindow
Franziska Schwitalla-De Jonge

Die erste von insgesamt vier Veranstaltungen fand im beliebten Borkheider Café Waldraum statt. Selbst Stammgäste waren überrascht, was Franzi, wie sie auch Gäste nennen dürfen, aus den erst 2026 ausgesäten oder über den Winter eingelagerten Produkten von Sonja und Jim zauberte: Hausgebackenes Sauerteigbrot und Focaccia mit Humus, Kräuterbutter und eigelegten Gurken, toskanischer Kichererbsen-Kuchen, Pizza Bianca mit Rote Beete Carpaccio, Pastinaken-Sellerie-Birnen-Creme-Süppchen, Ofengemüse, Crespelle mit Schwarzwurzel-Ricotta-Füllung, Kichererbsen-Salat, … – Es hörte sich nicht nur klangvoll an, sondern schmeckte auch hervorragend, wie die Gäste einstimmig bekundeten.

Einige der Zutaten wie Feldsalat, Winterkresse und Kräuter wurden tatsächlich erst in diesem Jahr angebaut, die anderen wie Rote Beete, Pastinaken und Schwarzwurzel waren in sandiger Erde eingelagert, wieder andere kamen von anderen ökologisch orientierten Betrieben aus Brandenburg, zum Beispiel aus der Wallnussmeisterei Böllersen oder der Gemeinschaft Erdhof Seewalde. Einige davon sind aus der näheren Umgebung wie der Biohof Werder und der Göhlsdorfer Hof, die mit sich mit Von Hand – Blumen & Gemüse zur Ackerfreude – Gemüsekiste aus Werder zusammengeschlossen haben.

Farm-to-Table, Waldraum, Borkheide , Von Hand, Glindow
Daniel Sebastian Menzel (vorn links), im Hintergrund Jim Reifferscheid

Einer der Gäste war Daniel Sebastian Menzel, Geschäftsführer des Tourismusverbands Fläming e.V., der gleichermaßen dienstlich wie privat teilnahm. Beruflich begrüßte er, dass in dem Farm-to-Table-Konzept regionale Wertschöpfungsketten und Wirtschaftskreisläufe sichtbar werden. Am spannendsten ist für ihn, dass „man hier Geschichten erzählt und Zusammenhänge erklärt bekommt sowie für eine nachhaltig arbeitende Region sensibilisiert wird“.

Und tatsächlich haben sowohl Franzi aus der Küche als auch Sonja und Jim vom Acker viel zu erzählen. Vor fünf Jahren haben letztere den Hof von ihrem Vorgänger übernommen. Hauptsächlich bauen sie Schnittblumen und Obst an. Beim Gemüseanbau setzen sie auf kleinere, intensiv genutzte Flächen mit dem Fokus auf Handarbeit, Artenvielfalt und schonendem Umgang mit dem Boden (Market Garden). Sie säen, ernten und verarbeiten ihre Produkte überwiegend von Hand. Der Name ihres Unternehmens ist Programm. Dazu braucht es besondere Geräte, die Jim den Gästen zwischen den einzelnen Gängen erklärt.

Zurück zum Essen. Franzi und Johannes im Waldraum-Café probieren gern aus, was in Borkheide und den umliegenden Gemeinden gut ankommt. „Alle sind total offen und gehen mit“, freute sich Franzi:

„Jetzt wollen wir mit Farm-to-Table den nächsten Schritt wagen.“

Legt man die Testveranstaltung vom Wochenende zugrunde, dürfte das ein gelungener Schritt in die Zukunft sein. Geplant sind vorerst drei weitere Veranstaltungen, wobei es bei der Sommerveranstaltung am 18. Juli noch spannender werden dürfte. Dann soll direkt auf dem Acker in Glindow gefeiert werden, Ackerführung inklusive. Das gilt auch für den Herbst (19. September), im Winter (21. November) geht es zurück ins Waldraum-Café. Gegessen und erzählt wird jeweils von 17 bis 20 Uhr. 85 Euro sind sicher kein kleiner Preis, aber sie sind ihren Preis wert und wohl eine einmalige Gelegenheit in der Region: Landwirtschaft und gute Küche, Geschichten und Geselligkeit.

Farm-to-Table

Sommer & Herbst
Von Hand
Bliesendorfer Str. 55, 14542 Werder
18. Juli + 19. September 2026, 17 bis 20 Uhr, 85 Euro p.P.

Winter
Café Waldraum
Neuendorfer Str. 17
21. November 2026, 17 bis 20 Uhr, 85 Euro p.P.

Impressionen von Farmt-to-Table Aperitivo am 18. April 2026

(Der Artikel wurde bezahlt, aber ohne Einflussnahme geschrieben)

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