Oberjünne. Man könnte glauben, dass Norbert Fröhndrich ein Lebenswerk vorgestellt hat. Immerhin hat er für sein Buch „Ein Dorf entsteht. Der Wechsel der Generationen auf den Oberjünner Büdnergehöften seit 1695“ 2.000 Seiten aus Kirchenbüchern (von 1694-1738), 500 Seiten der Grundbücher (1777-1945) und dazu Abgabebücher (1792.1910), Schülerlisten (1860-1945), Haushaltskarteikarten von 1941 und etliche Familienarchive bearbeitet, durchforstet und analysiert. „Ich habe Zehntausende Daten gesichtet“, erzählt der Heimatforscher. Er hat die Seiten transkribiert und für die heutigen Generationen lesbar gemacht.
Eine Fleißarbeit, die die Oberjünner Bürger von heute gefesselt und begeistert hat. Bei der Buchvorstellung in der Gaststätte „Heidekrug“ wollten knapp 90 Personen dabei sein. Der Andrang war für den Autor eine Bestätigung. „Danke für euer Kommen“, sagte er zur Begrüßung.
Im Buch stellte er die drei Stufen der Besiedlung von Oberjünne vor. Von Obergünde bis in die Anfänge der DDR, vom Vorwerk über eine Büdnerkolonie bis zum eigenständigen Dorf. Heute ist Oberjünne ein Teil der Gemeinde Planebruch.
Den Hauptteil bildet eine genaue Betrachtung der einzelnen Höfe und Häuser. Bewohner, Hochzeiten, Geburten und Sterbedaten sind vermerkt, Für jedes Haus werden alle Daten aus den Kirchenbüchern aufgezeigt, danach folgen die Angaben aus den Grundbüchern.
Die aktuellen Oberjünner waren begeistert. Die gesamte Auflage von 50 Exemplaren war sofort vergriffen.
„Ich werde gerne nachbestellen, dafür müssten die Interessenten das Buch bei mir verbindlich bestellen“, macht er allen, die kein Buch erwerben konnten, Hoffnung.
Die 234 Seiten des reich bebilderten Werks kosten 28 Euro und können beim Autor in Oberjünne bestellt werden.
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