Was sich Werders Senioren wünschen

Werder (Havel). Sie gehen viele Wege zu Fuß, leben meist zu zweit, spazieren am Wasser, haben häufig Kontakt zu ihren Familien und einen guten Draht zu den Nachbarn. In der Perspektive wünschen sich viele ein Älterwerden in den eigenen vier Wänden, können sich gut vorstellen, Hilfe anzunehmen oder in ein betreutes Wohnen zu ziehen. Diese Fakten und viele weitere Informationen lieferten 550 beantwortete Fragebögen von Senioren der Stadt Werder (Havel), die in den vergangenen Wochen ausgewertet und dokumentiert worden sind.

1168 Umfrage-Teilnehmer wurden für die Befragung aus dem Melderegister gelost und Ende Juli angeschrieben. Rund 50 Prozent der Fragebögen sind somit zurückgekommen. „Die Zahl der Rückantworten hat unsere Erwartungen übertroffen. Damit ergibt sich für uns ein differenziertes Bild über die aktuelle Situation der Seniorinnen und Senioren sowie über ihre Wünsche für die Zukunft“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß.

Im nächsten Schritt hat die Stadtverwaltung Schwerpunkte aus den gegebenen Antworten extrahiert. Bei der öffentlichen Sozialraumkonferenz für Senioren am 5. Oktober im Schützenhaus diskutierten 25 Teilnehmer diese dann zu den Themen Freizeit, Barrierefreiheit, Netzwerk sowie Verkehr und Mobilität. Die Ergebnisse der Befragung und der Konferenz werden heute dem Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur, Sport und Ordnung vorgelegt. Ziel ist es, die Umsetzung konkreter Ideen weiter zu verfolgen.

„Die Umfrageergebnisse zeigen uns, dass die Senioren in unserer Stadt insgesamt zufrieden sind. Nun geht es darum, an kleinen Stellschrauben zu drehen, um mit Blick auf die Zukunft Lücken zu schließen“, erklärt Werders 1. Beigeordneter, Christian Große. Dabei seien durch die Stadtverwaltung häufig externe Träger einzubeziehen. Wie etwa beim Öffentlichen Personennahverkehr der Landkreis, sind auch in anderen Angelegenheiten häufig andere Behörden oder Stellen federführend oder beteiligt, so Christian Große.

Lange diskutiert wurde bei der Sozialraumkonferenz zum Beispiel die Frage, wie Informationen, etwa zu Freizeitangeboten, durch Multiplikatoren an die Senioren gelangen. Anklang fand des Weiteren die Idee, Ortsteilspaziergänge durchzuführen, um Standorte von Bänken oder die Barrierefreiheit von Wegen zu prüfen. Zudem soll künftig an einer stärkeren Vernetzung der verschiedenen Akteure in der Seniorenarbeit der Stadt gearbeitet werden.

(Mitteilung der Stadt Werder (Havel) | Luise Fröhlich

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