Das Ende eine Legende – Rätsel um Gutshausabriss in Cammer gelöst

Cammer. Das Rätsel um den Abriss des Gutshauses Cammer ist gelöst. Nicht die Bürgermeisterin ist schuld, sondern ein SMAD-Befehl.

Andreas Koska, Gutspark Cammer, Cammer
Andreas Koska im Gutspark Cammer

Die Legende besagt, dass es ein Beziehungsdrama war, dass zum Abbruch und Rückbau des Schlosses geführt hat. Demnach soll der sowjetische Offizier ein Auge auf die flotte Bürgermeisterin des Dorfes geworfen haben, hingegen diese sich in den neu bestellten Altersheimleiter verguckt haben soll, beide wurden zurückgewiesen. Danach soll der Schlossabriss verfügt worden sein, den die Bürgermeisterin angeblich mit veranlasst hat.

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 Gutspark Cammer, Cammer, Sturmschaden
Sturmschaden im Gutspark Cammer

So war es nicht, wie jetzt Andreas Koska in seinem gerade neu erschienen Buch „200 Jahre Gutspark Cammer – Kleinod oder Wald?“ schreibt. Er hat im „Brandenburgischen Landeshauptarchiv“ in Golm Quellen gefunden die belegen, dass sich sowohl der Gemeinderat als auch die Bürgermeisterin für den Schlosserhalt eingesetzt haben und Mitstreiter im Kreis hatten, jedoch ohne Erfolg.

Der Band 5 der Cammer-Bücher erzählt außerdem die Geschichte der Anlage und beschreibt die Nutzung des Gutsparks in der Vergangenheit bis heute und diskutiert die seit 75 Jahren virulente Frage, ob es sich um einen Park oder Wald handelt.

Andreas Koska, Gutspark Cammer, Cammer
Andreas Koska im Gutspark Cammer

Zusätzlich ist die Kartierung des Parks dokumentiert, die Franka Solana im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit angefertigt hat.

Andreas Koska, „200 Jahre Gutspark – Kleinod oder Wald?“, 207 Seiten, 12 Euro, Ortssinn-Verlag
ISBN 978-9820869-4-1
Erhältlich beim Autor, im Buchhandel und in den Geschäften rund um Cammer
Kontakt: Andreas Koska, 0172 313 34 03

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