Der Kreiselternbeirat fordert den Kindern ihr Grundrecht auf Bildung zu gewähren und alle Kindertagesstätten im Landkreis ab dem 25.05.20 zu öffnen

Potsdam-Mittelmark. Am 20.05. teilte der Landkreis Potsdam Mittelmark in einer Presseerklärung mit, die vom Land Brandenburg angeordneten Maßnahmen nicht umsetzen zu wollen. Begründet wird dies damit, dass die Hygienepläne der Kitas überarbeitet werden müssten und dass das erst möglich wäre wenn der Rahmenhygieneplan des Landes vorliegen würde. Es wird darüber hinaus auf einen Infektionsfall in einer Kita in Kloster Lehnin verwiesen. Es wird mitgeteilt erst nach Pfingsten also ab Juni die Vorgaben der Landesregierung umsetzen zu wollen. Wie der ab Juni geltende „eingeschränkte Regelbetrieb“ aussehen soll wird nicht mitgeteilt.

Der Kreiselternbeirat lehnt das Handeln des Landkreises entschieden ab. Es werden auf dem Rücken von Eltern und Kindern drängende Entscheidungen hinausg ezögert. Auch inhaltlich ist die Position der Kreisverwaltung in keinster Weise nachvollziehbar. „Es ist Eltern und Kindern nicht vermittelbar, dass mittlerweile wieder fast alles erlaubt ist aber die Kinder weiterhin keinen Zugang zur Bildung und Betreuu ng erhalten.“ sagt Jana Weiss vom Vorstand des Kreiselternbeirates.

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Der Kreiselternbeirat Potsdam Mittelmark weist darauf hin, dass die Anpassungen an den Rahmenhygieneplan entgegen der Darstellung der Kreisverwaltung seit dem 20.05. vorliegt und im Rahmen des Anhörungsverfahrens dem Kreis in einer Vorabversion bereits länger bekannt ist. Der Rahmenhygieneplan hat darüber hinaus ausschließlich empfehlenden Charakter. Der Landkreis selbst und jede Einrichtung hätte in der bereits seit mehr als zwei Monaten andauernden Schließung Eigeninitiative zeigen und die Hygienepläne überarbeiten können und müssen.

„Hier drückt sich die Kreisverwaltung auf dem Rücken von Eltern und Kindern vor einem eigenverantwortlichen Handeln“ sagt René Seyfert vom Vorstand der Kreiselternvertretung und ergänzt:

„Die Kreise haben beim Land auf eigene Entscheidungen in der Sache gedrängt. Nun wird der schwarze Peter wieder zurück zum Land geschoben. Wer Entscheidungen treffen möchte muss auch bereit sein Verantwortung zu übernehmen.“

Der Infektionsfall in Kloster Lehnin wird von der Kreisverwaltung instrumentalisiert um die eigene Entscheidungsschwäche gegenüber den Eltern und Kindern zu verargumentieren. Es werden in Zukunft immer wieder lokale Infektionen auftreten, da der Virus nicht verschwinden wird. Damit muss wie bei jeder anderen meldepflichtigen Erkrankung ein Umgang gefunden werden. Dieser Umgang kann nicht heißen künftig auf Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten zu verzichten.

(Pressemitteilung des Kreiselternbeirates PM)

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