Fichtenwalde, Glindow, Bliesendorf, Ferch: 1.401 Menschen hatten Einwände gegen sieben Windkraftanlagen

Fichtenwalde, Glindow, Bliesendorf, Ferch. Bereits am 11. Mai übergaben Vertreter des Vereins Waldkleeblatt – Natürlich Zauche dem ersten Beigeordneten der Stadt Werder (Havel), Herrn Christian Große, und dem Landesamt für Umwelt (Potsdam) Einwendungen zum Antragsverfahren über die geplante Errichtung von sieben Windenergieanlagen (WEA) in der Gemarkung Ferch.

Die Firma NOTUS energy plant mit Zustimmung der Gemeinde Schwielowsee die Errichtung von sieben Windenergieanlagen (WEA) nordwestlich des Beelitzer Ortsteils Fichtenwalde und südöstlich der Werderaner Ortsteile Glindow/Bliesendorf. Die WEA des Typs Vestas V150 mit einer Leistung von 5,6 MW, einer Nabenhöhe von 166 m, einem Rotordurchmesser von 150 m sind insgesamt 244 m hoch.

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In diesem Zusammenhang hatten wir die Bürger/-innen vom „Waldkleeblattland“ (Kloster Lehnin; Werder (Havel)/Bliesendorf/Glindow; Beelitz/Fichtenwalde und Borkheide/Borkwalde) u.a. auch mit einer Flyeraktion gebeten, sich mit Einwendungen gegen die beabsichtigte Zerstörung dieses großen geschlossenen Waldgebietes zu wenden.

Hauptargumente der Einwendungen sind,

  • die beabsichtigte Natur- und Umweltzerstörung insbesondere durch die Vernichtung von klimaschützendem Wald,
  • die Gefährdung der Gesundheit der Anwohner/-innen durch Schall/Infraschall,
  • die Gefährdung der Naherholung und des Tourismus in der Region,
  • die Gefährdung der im Gebiet vorhandenen Dünen und des Trinkwasserschutzgebietes und
  • die Zunahme der Brandgefahr durch Industrieanlagen im Wald.

Ebenso spielen Zweifel an der Sinnhaftigkeit von WEA (im Wald) bzw. einer immer größeren Anzahl von WEA in Brandenburg eine große Rolle. Kritisch wird hinterfragt, wo der Strom herkommt, wenn tagelang kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint. Wirtschaftliche Speicher in der Größenordnung sind nicht bezahlbar. Darum muss verstärkt technologieoffen an geeigneterer Energieerzeugung geforscht werden.

Wie geht es nun weiter?

Das Verfahren konnte durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie nicht ordnungsgemäß, öffentlich durchgeführt werden. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen konnten wir als Verein auch nicht in gewohnter Weise die Bürger an öffentlichen Ständen informieren. Aus diesem Grund wird das Verfahren wiederholt. Das hat jedoch keine Auswirkungen auf die eingegangenen Einwendungen. Deren Gültigkeit wurde uns vom Landesamt für Umwelt schriftlich bestätigt. Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, die sich noch nicht beteiligt haben, sich zur gegebenen Zeit im zweiten Beteiligungsverfahren mit einer Einwendung gegen die Windenergieanlagen auszusprechen. Muster-Einwendungen zur Beteiligung veröffentlichen wir dann wieder wie gewohnt auf unserer Homepage www.waldkleeblatt.de.

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