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Infos und Bilder zur Eröffnung der Beelitzer Spargelsaison

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Klaistow. Die Beelitzer Spargelsaison ist eröffnet: Heute, und damit zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr, wurden die offiziell ersten Stangen vor den Objektiven Dutzender Kameras und Fotoapparate aus der Erde geholt. Neben der neuen Spargelkönigin Kristin Reich, die ihren ersten Auftritt mit Kleid und Krone hervorragend meisterte, waren auch Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger, Landrat Wolfgang Blasig (beide SPD) und Bürgermeister Bernhard Knuth sowie viele weitere geladene Gäste dabei. Unterm Strich wird die Spargelzeit dank des milden Winters und des frühen Frühlingseinbruchs in diesem Jahr also besonders lang – und, sollte sich das Wetter so halten, auch ertragreich.

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Zumindest in den Restaurants der größeren Spargelhöfe wird bereits seit Ende März frischer Spargel serviert, so auch in Klaistow. Der gleichnamige Spargelhof der Familien Buschmann und Winkelmann war Gastgeber der diesjährigen Saisoneröffnung und konnte gleich die neueste Attraktion vorstellen, auf die sich Besucher in den nächsten Monaten freuen können: Der Felder-Express, eine Bimmelbahn mit offenen Wagen, wird die Gäste bis an die Spargelreihen bringen, wo sie sich selbst mit dem Messer als Spargelstecher probieren können. Eine zweite Bahn soll in den Wald pendeln, wo sich unter anderem die Wildgehege, der Kletterpark und die Heidelbeeren befinden, kündigte Spargelbauer Ernst-August Winkelmann an. Dass die Saisoneröffnung immer wieder ein so großes Echo erfahre, habe zum einen mit der langen Tradition des Beelitzer Spargels zu tun, zum anderen aber auch mit der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Stadt. „Und das macht einfach Spaß“, sagte er.

„Es geht auch, aber nicht nur ums Essen: Beelitz lebt so richtig auf mit dem Spargel“, sagte Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger, der nach eigener Aussage die mittlerweile zehnte Saisoneröffnung miterlebte. Und Bürgermeister Bernhard Knuth konnte auch erklären, warum das so ist: „Mit dem Saisonstart kommt Beelitz in die Supermärkte und Restaurants, unsere Stadt wird durch den Spargel immer bekannter. Und darüber freuen sich die Menschen in unserer Stadt.“ Beelitz sei als Spargelhauptstadt im Land Brandenburg unumstritten, das Original, denn hier wurde 1861 mit dem feldmäßigen Anbau begonnen und damit der Boden bereitet für den Spargelanbau auch in anderen Regionen. Seit dem vergangenen Jahr ist die Marke „Beelitzer Spargel“ auch von der EU geschützt.

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Spargelkönigin Kristin Reich

Also durchweg Anlass zur Freude? Landrat Wolfgang Blasig gab zu bedenken, dass die immer wieder aufkommende Diskussion um Anbaumethoden in der Landwirtschaft und im Spargelanbau im Besonderen schon sehr bedrückend sei. „Wer Folien gänzlich abschaffen will, weiß, dass er damit den Spargelanbau in Deutschland Stück für Stück abschafft. Und dann nehmen wir Produkte aus Peru und Griechenland unter Bedingungen, die extrem schwierig sind.“ Spargel sei hierzulande ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor – und einfach „draufzuhauen“ mit der Begründung, es dürfe nur noch ökologisch sein, führe zwangsläufig zum Desaster. „Wenn wir es nicht tun, dann tun es andere Regionen in anderen Ländern und das Gemüse wird schließlich importiert. Das darf nicht sein“, unterstrich auch der Beelitzer Bürgermeister.

Für mehr Gesprächsbereitschaft mit den Landwirten und Gärtnern warb indes Klaus Hentschel, Präsident des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg. „Wir sind nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung“, unterstrich er und verwies unter anderem auf die Anlage von Blühstreifen an den Ackerrändern, wie sie auch in Klaistow längst gang und gäbe ist. „Mit uns muss man diskutieren und nicht über uns“, forderte Hentschel.

Eine, über die in den nächsten Monaten nicht diskutiert, sondern von der eher geschwärmt werden wird, ist Kristin Reich: Die neue Beelitzer Spargelkönigin freut sich schon auf die Chance, „viele Leute kennen zu lernen, den Spargel noch bekannter zu machen und den Tourismus ein wenig anzukurbeln“, erklärte sie. In dem Punkt ist die 21-Jährige auf dem Wege, Expertin zu werden: Seit zwei Jahren studiert die Beelitzerin Tourismuswirtschaft und absolviert den praktischen Teil des Studiums auf dem Spargelhof Klaistow. Dass sie nicht nur analysieren, sondern auch repräsentieren kann, hat sie heute unter Beweis gestellt – in vielen Interviews, bei der Fotosession auf dem Spargelfeld am Fuße der Kaniner Kirche – und mit dem Spargelmesser, als es darum ging, die ersten Köpfchen mit hoheitlicher Hand ans Tageslicht zu befördern.

Thomas Lähns

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