Elektromobilität: Beelitz als Brücke bis Berlin

Beelitz wird noch attraktiver für Besucher, die mit dem Elektrofahrzeug unterwegs sind. In den nächsten Tagen werden drei neue Schnellladestationen in Betrieb gehen, an denen man sein Auto im Handumdrehen „betanken“ kann. Die Stationen sind für alle gängigen Fahrzeugtypen – einschließlich der Marke Tesla – geeignet und bringen eine Leistung von bis zu 50 Kilowatt, wodurch man in einer Stunde Ladezeit Strom für weitere rund 300 Kilometer Strecke laden kann. Die Gesamtkosten für die drei Stationen liegen bei rund 80 000 Euro, knapp 35 000 Euro kommen aus einem Förderprogramm des Bundes.

„Die Zahl der Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen nimmt immer weiter zu – und wenn wir dabei helfen, die Infrastruktur auszubauen, profitiert letztendlich die ganze Region davon“, erklärt Bürgermeister Bernhard Knuth. Während in den größeren Städten schon gute Netze bestehen, würden noch viele Elektro-Fahrer vor Überlandfahrten zurückschrecken. „Genau diese Menschen können wir mit diesem Angebot zu uns locken und zeigen, was Beelitz zu bieten hat. Nicht zuletzt im Hinblick auf die Landesgartenschau 2022 ist die Anschaffung sinnvoll“, so der Bürgermeister weiter. Bei dem Großereignis in vier Jahren wird das Thema Elektromobilität eine nicht unerhebliche Rolle spielen, so werden die Shuttles zwischen dem Kerngelände südlich der Altstadt und den Bahnhöfen Beelitz und Beelitz Heilstätten strombetrieben sein.

E-Tankstelle, Beelitz
E-Tankstelle in Beelitz

Die drei neuen Stationen sind an den größeren Parkplätzen in der Beelitzer Kernstadt installiert worden: Am Waserturm-Park zwischen Karl-Liebknecht- und Clara-Zetkin-Straße, am Zugang zur Altstadt in der Trebbiner Straße und vor dem Ärztehaus. Dort kann man künftig sein Auto stehen lassen und zu Fuß die Stadt erkunden, während es lädt. Die Bezahlung erfolgt per Mobiltelefon über Direct-Payment. Die Stationen ergänzen jene, die bereits vor mehreren Jahren in der Altstadt, direkt vor der Touristinfo installiert worden ist und seither gut angenommen wird. „Jetzt gibt es einen Grund für mich, immer mal wieder Ihre Stadt zu besuchen“, schrieb zum Beispiel ein Bürger unlängst an die Stadt, nachdem er auf die bestehende Station aufmerksam geworden war. „Beelitz liegt ladetechnisch etwa auf der Hälfte der Strecke Wiesenburg und Berlin.“ Auch auf den Spargelhöfen in Klaistow und Zauchwitz gibt es seit längerem Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge, zudem hat kürzlich der Automobilhersteller Tesla 14 Zapfstellen am Ortseingang von Beelitz Heilstätten aus Richtung A9 eingerichtet.

Die Stadt selbst schreibt das Thema Elektromobilität auch darüber hinaus seit mehreren Jahren groß: Der Fuhrpark der Verwaltung ist mittlerweile nahezu komplett auf Elektrofahrzeuge umgerüstet worden. Durch Fördermittel sind die Leasingraten letztendlich günstiger als bei herkömmlich betriebenen Fahrzeugen, zudem sind die Wartungskosten geringer sowie die Kosten für den Kraftstoff. Die Fahrzeuge werden über eine eigene Ladestation am Rathaus „betankt“.

(Thomas Lähns)

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