Beelitz: Ein neuer Stützpunkt für die “Helden der Region”

Die Arbeiten an einem der größten Bauvorhaben der Stadt Beelitz stehen kurz vor dem Abschluss: Voraussichtlich noch im Juni können die Frauen und Männer der Ortswehr Beelitz an ihren neuen Standort ziehen, die künftige Stützpunktfeuerwehr in der Trebbiner Straße. Innerhalb nur eines Jahres ist das hochmoderne Gebäude mit großer Fahrzeughalle und geräumigem Sozialtrakt errichtet worden, Teile des Gebäudes wie die Fahrzeugwaschhalle und Lagerräume werden künftig allen Ortwehren der Stadt zur Verfügung stehen.

In dieser Woche war Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) vor Ort gewesen und hat einen Fördermittelbescheid für das Bauprojekt übergeben. 1,66 Millionen Euro werden aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm vom Land übernommen, was der Hälfte der gesamten Investitionskosten entspricht. Den Rest trägt die Stadt, die seit mehreren Jahren auf eine Alternative zum derzeitigen Gerätehaus auf dem ehemaligen LPG-Hof in der Berliner Straße hinarbeitet. Dort war die Feuerwehr seit Anfang der 1990er Jahre untergebracht gewesen, als die Wache in der Altstadt zu klein wurde. An der Wahl des Standortes hatten die Feuerwehrleute selbst ein gewichtiges Wort mitzureden – immerhin müssen sie schnell vor Ort und von hier aus zu den Einsätzen ausrücken können.

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Bernhard Knuth Minister und Karl-Heinz Schröter im Gespräch mit der Feuerwehr Beelitz

„Wir sind unheimlich froh und dankbar, dass wir bei diesem wichtigen Vorhaben vom Land unterstützt werden“, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. Als das Förderprogramm vor gut anderthalb Jahren aufgelegt worden war, hatte Beelitz sofort einen Antrag gestellt. Die Anforderungen an die Feuerwehrleute seien gestiegen, betonte der Bürgermeister – sowohl was die Zahlen der Einsätze als auch deren Qualität angehe. „Wir als Stadt sind Träger des Brandschutzes und müssen deshalb für die bestmöglichen Bedingungen sorgen – sowohl was die Gerätehäuser als auch die Fahrzeuge und die Ausrüstung angeht. Aber dafür brauchen wir auch die Unterstützung des Landes“ Die Stadtwehr Beelitz mit all ihren Löschzügen und –gruppen in den Ortsteilen hatte im vergangenen Jahr 560 Einsätze zu bewältigen, vor allem während der Herbststürme waren die Leute über Tage ununterbrochen unterwegs gewesen, um Straßen frei zu räumen, Keller leer zu pumpen und Äste und Bäume gegen den Umsturz zu sichern.

Die Stützpunktfeuerwehr in der Trebbiner Straße ist größtenteils von Firmen aus der Stadt und der Region errichtet worden, wie der Projektverantwortliche in der Stadtverwaltung Matthias Weigt dem Minister berichten konnte. Letztendlich sei man damit auch im Kostenrahmen geblieben.  Die Fahrzeughalle misst einschließlich der Umkleide-, Lager- und Technikräume insgesamt 926 Quadratmeter, der zweigeschossige  Sozial- und Verwaltungsbereich, in dem Büros, Schulungs- und auch ein Fitnessraum untergebracht sind, insgesamt 535 Quadratmeter.

Der Innenminister, der von Stadtwehrführer Mathias Jahn und den Mitgliedern der Beelitzer Ortswehr durch die Räume geführt wurde, lobte die Entscheidung, auf heimische Firmen zu setzen. Dass so etwas Sinn macht, sehe man an diesem Gebäude. „Es ist eine der modernsten Wachen im Land Brandenburg geworden.“ Zugleich wies er aber darauf hin, dass das beste Gerätehaus und die beste Technik nichts wären ohne das Engagement der Menschen, die darin ihren Dienst verrichten. „Sie sind es, die dafür sorgen, dass man in Beelitz sicher leben kann. Sie bringen sich in Gefahr, wo Menschen aus Gefahr gerettet werden müssen.“ Schröter bezeichnete die Feuerwehrleute deshalb als „die Helden in Ihrer Region“.

Die offizielle Eröffnung in feierlichem Rahmen und mit Programm ist für den 4. August angesetzt.

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